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14.08.2011
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Aufstand in Syrien

Wie der Despot besiegt werden könnte

Von Ulrike Putz, Jerusalem
Syrien: Dauerprotest gegen Assad
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DPA

4. Teil: Die Oberschicht greift ein

Die einflussreichen Händler und Geschäftsleute Syriens haben sich bislang aus dem schwelenden Konflikt herausgehalten. Doch je mehr Geld die Unruhen sie kosten, desto mehr von ihnen könnten zu der Erkenntnis kommen, dass ein Weiterbestehen des Assad-Regimes schlecht fürs Geschäft ist, sagt Wimmen. "Dann könnte der Druck steigen, dass die Führung in Damaskus sich doch bitte ins Flugzeug nach Teheran setzten soll."

Vor allem die Tourismusbranche leidet unter dem Kampf zwischen Volk und Regime. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete sie zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts, doch dieses Jahr stehen die Hotelzimmer in Syrien leer. Die Beleg-Rate läge in Syrien derzeit im Schnitt bei 15 Prozent, in der einstigen Urlaubshochburg Aleppo gar bei fast null, sagte der Vorsitzende des syrischen Tourismusverbands jüngst.

Sollte die Krise anhalten, könnten auch andere Branchen Einbrüche erleben: So baut Syrien gemeinsame mit der Türkei seit Februar einen "Freundschafts-Damm" genannten Staudamm. Doch die so beschworene Freundschaft der beiden Nachbarn droht an der harten Politik des Assad-Regimes zu zerbrechen. Die Verstimmung zwischen Ankara und Damaskus verschärfte sich diese Woche noch, als Assad den türkischen Außenminister abblitzen ließ. Ahmet Davutoglu hatte den Präsidenten aufgefordert, dem Blutvergießen Einhalt zu gebieten, dieser lehnte das ab.

Sollte die Beziehung beider Länder sich in den kommenden Wochen weiter verschlechtern, könnte das den Fortgang von Multi-Milliarden-Dollar-Projekten wie dem "Freundschafts-Damm" gefährden und so Businessleute aus der Baubranche gegen Assad aufbringen.

Der von der "New York Times" zitierte US-Regierungsbeamte berichtet davon, dass sich Geschäftsleute mit West-Kontakten zunehmend an die US-Behörden wendeten und ihre Hilfe anböten. Assad könne nicht mehr lange auf das Stillhalten der Oberschicht bauen. Und wenn erstmal die sunnitische Business-Elite kippe, werde der Dominoeffekt unaufhaltsam sein, so der US-Beamte zur "New York Times". "Dann werden wir Damaskus in Flammen stehen sehen."

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insgesamt 19 Beiträge
1. Assad hat die Kontrolle verloren
RagabAbdelaty 14.08.2011
Bis vor wenigen Monaten behauptete Assad, dass er der einzige arabische Herrscher, der an der Seite der Palästinenser stehe und die arabische Welt vor ausländischer Einmischung schützen wolle. Jetzt ist es aber klar, dass dies nur [...]
Bis vor wenigen Monaten behauptete Assad, dass er der einzige arabische Herrscher, der an der Seite der Palästinenser stehe und die arabische Welt vor ausländischer Einmischung schützen wolle. Jetzt ist es aber klar, dass dies nur Propaganda für seine eigene Macht und sein Amt war; die Armee lässt er jetzt die Demonstranten töten und Reformen bleiben nur auf Papier. Sein einziger Verbündete ist jetzt Hassan Nasrullah von Hisbullah und vielleicht noch Iran, beide aus nur religiösen Gründen. Die arabischen Herrscher in Ägypten, Saudi-Arabien, Bahrain, Kuwait usw. haben endlich begonnen, Druck auf Assad zu machen. Jetzt verliert Assad seine arabischen und ausländischen Verbündeten, einen nach dem anderen und er wird ausgeben müssen. Dafür braucht man folgendes: 1. Mehr Druck von den arabischen Ländern, zumindest durch Abzug von Botschaftern 2. Wirtschaftlich-politisch stärkere Rolle des Westens, aber keinen militärischen Einsatz, denn sowas macht Assad stärker Assad wird in diesem Fall die Kontrolle verlieren und ausfegen .. was später sein kann, muss man auch richtig planen, damit das Land in keinen Bürgerkrieg gerät.
2. Ruhe und Geduld
ohnefilter 14.08.2011
Assad muss zunächst Ruhe im Lande herstellen, das ist das wichtigste. Ein Land wie Syrien braucht starke Führung. Ausländische Mächte sollten sich aus dem Konflikt heraushalte. Wir Deutschen wollen auch nicht, dass Araber [...]
Zitat von sysopJeden Tag Demos, jeden Tag Tote: Syrien scheint in einem blutigen Teufelskreis verfangen. Doch jetzt gibt es erste Anzeichen, dass sich das Blatt zu Gunsten der Aufständischen wenden könnte. Drei Szenarien zeigen, wie die Opposition doch noch gewinnen könnte. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,779901,00.html
Assad muss zunächst Ruhe im Lande herstellen, das ist das wichtigste. Ein Land wie Syrien braucht starke Führung. Ausländische Mächte sollten sich aus dem Konflikt heraushalte. Wir Deutschen wollen auch nicht, dass Araber unserer Regierung erklären, was sie zu tun und zu lassen hat.
3. Syrien
navy 14.08.2011
Die Geschichte ist viel komplexer! Unruhen schürten vor allem erneut die Moslem Bruderschaft, und was das für Israle bedeutet, wenn diese Leute die Macht übernehmen, kann man sich denken. Natürlich ist das Asaad Regime längst [...]
Die Geschichte ist viel komplexer! Unruhen schürten vor allem erneut die Moslem Bruderschaft, und was das für Israle bedeutet, wenn diese Leute die Macht übernehmen, kann man sich denken. Natürlich ist das Asaad Regime längst überholt. eine Demokratie wird Syrien wie andere Staaten niemals siehe Kosovo und alte CIA Methode. Durch die Finanzierung von Anschlägen, durch Terroristen, wird die Staats Macht herausgefordert, wo man Selbige durch die eigenen NG0's, wie HRW und Co. dann kritisieren kann.
4. Titel
pingpong 14.08.2011
Das wohl eher nicht...die Vernetzungen zwischen Hizbollah, Syrien und Iran sind deutlich vielschichtiger (und dadurch schwieriger aufzulösen) als es sich durch etwaige gemeinsame religiöse Ansichten erklären ließe. Sind Sie [...]
Zitat von RagabAbdelaty[...]Sein einziger Verbündete ist jetzt Hassan Nasrullah von Hisbullah und vielleicht noch Iran, beide aus _nur religiösen Gründen_. [...]
Das wohl eher nicht...die Vernetzungen zwischen Hizbollah, Syrien und Iran sind deutlich vielschichtiger (und dadurch schwieriger aufzulösen) als es sich durch etwaige gemeinsame religiöse Ansichten erklären ließe. Sind Sie das Propagandasprachrohr vom Dienst, ist das tatsächlich Ihre Ansicht, oder wollten Sie auf etwas anderes hinaus und waren nur nicht in der Lage, sich sprachlich weniger zynisch und gedankenlos zu äußern?
5. Zwei Wochen noch..
robbyy 14.08.2011
.. da marschiert die Türkei ein. Denn eine Flüchtingswelle ist das letzte was sie brauchen könnnen.
.. da marschiert die Türkei ein. Denn eine Flüchtingswelle ist das letzte was sie brauchen könnnen.

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