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21.09.2011
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Terrorbekämpfung

Washington soll Pakistan Ultimatum gestellt haben

Eine Woche nach dem Angriff auf Kabuls Regierungsviertel erhöhen die USA offenbar den Druck auf Pakistan: Radikal-Islamisten im Grenzgebiet zu Afghanistan müssten endlich effektiv bekämpft werden - das fordert das Weiße Haus einem Zeitungsbericht zufolge von der Regierung in Islamabad.

Islamabad - Der Angriff auf die US-Botschaft im afghanischen Kabul vor einer Woche verschärft die Spannungen zwischen Washington und Pakistan. Die US-Regierung hat die Regierung in Islamabad offenbar aufgerufen, gegen das radikal-islamische Hakkani-Netzwerk im Grenzgebiet zu Afghanistan vorzugehen.

Die "Washington Post" berichtete am Mittwoch, die Warnung an die Adresse Islamabads komme einem "Ultimatum" gleich. Amerikanische Regierungsvertreter hätten erkennen lassen, dass die USA sonst eigenmächtig handeln würden. Die Zeitung machte keine Angaben dazu, wie diese Handlung aussehen könnte.

Bislang gehen die USA mit Drohnen gegen Angehörige des Netzwerks im Stammesgebiet Nord-Waziristan vor. Pakistanische Sicherheitskräfte lassen die Extremisten in ihrem Rückzugsgebiet weitgehend unbehelligt. Die pakistanische Armee verweist darauf, dass sie mit Operationen gegen die Taliban in anderen Gebieten ausgelastet ist. Das Hakkani-Netzwerk greift von Nord-Waziristan aus Ziele besonders im Osten Afghanistans an.

Die USA machen das Hakkani-Netzwerk unter anderem für den Beschuss der US-Botschaft und des Hauptquartiers der Internationalen Schutztruppe Isaf am Dienstag vergangener Woche in Kabul verantwortlich. Bei den mehr als 20-stündigen Gefechten waren zahlreiche Menschen getötet worden, Ausländer waren nicht darunter.

Das von Jalaluddin Hakkani gegründete Netzwerk kämpft wie die Taliban gegen die ausländischen Truppen in Afghanistan. Es gilt aus Sicht der Amerikaner inzwischen als die größte Bedrohung. Die Beziehungen zwischen den USA und Pakistan sind angespannt.

Am Dienstag war in Kabul der Vorsitzende des afghanischen Hohen Friedensrates, Ex-Präsident Burhanuddin Rabbani, bei einem Selbstmordanschlag getötet worden. Er hatte die Aufgabe, eine Versöhnung mit den Aufständischen herbeizuführen. Der Mord galt als schwerer Rückschlag für mögliche Friedensgespräche.

amz/dpa

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