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21.01.2012
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Nigeria

Sieben Tote bei Anschlägen auf Polizeiwachen

Nigeria ist am Freitag von mehreren koordinierten Bombenanschlägen erschüttert worden. Dabei kamen mindestens sieben Menschen ums Leben. Zu den Attentaten bekannte sich die radikalislamische Sekte Boko Haram.

Kano - Bei Bombenanschlägen in der nordnigerianischen Stadt Kano sind am Freitag mindestens sieben Menschen getötet und zahlreiche andere Menschen verletzt worden. Dies berichtete das nigerianische Fernsehen.

Die koordinierte Serie von Anschlägen auf das Polizeihauptquartier sowie auf drei weitere Polizeistationen in der zweitgrößten Stadt Nigerias habe "Panik und Chaos" ausgelöst, sagte der Leiter des örtlichen Katastrophenschutzes, Abu Gabriel, laut Nachrichtenagentur dpa. Die Behörden verhängten noch am Abend eine 24-stündige Ausgangssperre über die Millionenstadt.

Die radikalislamische Sekte Boko Haram bekannte sich dem nigerianischen Fernsehen zufolge zu den Anschlägen und bezeichnete sie als "Vergeltungsmaßnahmen" nach jüngsten Verhaftungen von Mitgliedern der Terrororganisation.

"Es muss sehr viele Opfer gegeben haben, wenn man das Ausmaß des Anschlags gesehen hat", sagte Bayo Adewumi, ein Augenzeuge der Attacken auf das Polizeihauptquartier. "Ich stehe noch immer unter Schock." An den Anschlägen war mindestens ein Selbstmordattentäter beteiligt - er soll nach Augenzeugenberichten seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen auf einen Parkplatz vor einer Polizeistation gesteuert haben.

Im ölreichen Niger-Delta wurde der Nachrichtenagentur AFP zufolge zudem ein US-Entwicklungshelfer entführt. Angreifer hätten ihn in der Stadt Warri aus seinem Auto gezerrt und einen Polizisten erschossen, der den Mann begleitet habe, sagte ein Polizeisprecher. Die Entführer forderten demnach umgerechnet rund 240.000 Euro Lösegeld.

Seit langem leidet Nigeria unter Terroranschlägen der Islamisten, die ihre Basis im überwiegend islamischen Norden des bevölkerungsreichsten Staates in Afrika haben. An den Weihnachtstagen und Anfang Januar waren bei mehreren Bombenanschlägen und Überfällen auf christliche Kirchen im Norden Nigerias Dutzende von Menschen getötet und viele andere verletzt worden. Nigerias Präsident Goodluck Jonathan hatte vorübergehend den Ausnahmezustand über vier Regionen verhängt und die Grenzen zu Nachbarländern schließen lassen.

Vor drei Wochen hatten die Islamisten den Christen im Norden Nigerias ein Ultimatum gestellt. Sie sollten innerhalb von drei Tagen die Region verlassen. Die Boko Haram lehnt jeden westlichen Lebensstil und das Christentum strikt ab. Mindestens 10.000 Christen waren nach Angaben des Roten Kreuzes aus dem Norden geflohen.

bos/dpa/AFP

Forum

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insgesamt 1 Beitrag
1. Warum Sekte
aeronaut79 21.01.2012
Schon wieder wird Boko Haram als Sekte bezeichnet ... was unterscheidet diese Mörder und Terroristen denn von Taliban oder den al-Shabaab?
Zitat von sysopNigeria ist am Freitag von mehreren*koordinierten Bombenanschlägen erschüttert worden. Dabei kamen mindestens sieben Menschen ums Leben. Zu den Attentaten bekannte sich die radikalislamische Sekte Boko Haram. Nigeria: Sieben Tote bei Anschlägen auf Polizeiwachen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,810495,00.html)
Schon wieder wird Boko Haram als Sekte bezeichnet ... was unterscheidet diese Mörder und Terroristen denn von Taliban oder den al-Shabaab?

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