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05.03.2012
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Nach Lukaschenkos Pöbelei

Westerwelle bleibt gelassen

"Es ist besser, ein Diktator zu sein als schwul" - mit diesen Worten beleidigte Weißrusslands autoritärer Präsident Lukaschenko Bundesaußenminister Westerwelle. Doch der bleibt ruhig: "Diese Äußerung richtet sich selbst." Die Bundesregierung ist dagegen empört.

Minsk - Außenminister Guido Westerwelle hat gelassen auf eine beleidigende Bemerkung des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zu seiner Homosexualität reagiert. Der FDP-Politiker sagte am Montag in Berlin: "Diese Äußerung richtet sich selbst. Ich werde auch nach diesen Äußerungen keinen Millimeter von meinem Engagement abrücken für Menschenrechte und Demokratie in Weißrussland."

Lukaschenko hatte am Rande eines Wintersportwettbewerbs am Sonntag getönt: "Ich sage mir, besser Diktator sein als schwul" - eine Anspielung auf den deutschen Außenminister. Zuvor hatte Lukaschenko Homosexuelle schon mehrmals als "abartig" beschimpft.

Der weißrussische Präsident hatte Westerwelle bereits im Februar 2011 öffentlich wegen dessen Homosexualität angegriffen. Er hatte ihm damals nach eigenen Angaben "Auge in Auge" geraten, ein "normales Leben" zu führen. Lukaschenko entschuldigte sich später zwar, betonte aber, Schwule nicht leiden zu können.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung wies die neuen abfälligen Äußerungen über Westerwelle zurück. Das Verhalten zeige "leider sehr deutlich die Haltung, die der weißrussische Präsident zu den Grundrechten einnimmt", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Lukaschenko stufe sich offensichtlich selbst als Diktator ein.

Der FDP-Politiker hatte Lukaschenko vergangene Woche erstmals öffentlich als "letzten Diktator Europas" bezeichnet. Bisher war dies nur die Wortwahl von Menschenrechtsgruppen.

Nach Angaben von FDP-Generalsekretär Patrick Döring ermutigte das Partei-Präsidium Westerwelle ausdrücklich, sich weiterhin für Menschenrechte und Demokratie in Weißrussland zu engagieren. Es sei vornehmste Aufgabe der Liberalen, hierfür in der europäischen und internationalen Politik einzutreten. "Deshalb sind wir sehr froh, dass die Worte von Guido Westerwelle auch in Weißrussland gehört werden", so Döring.

Lukaschenko hat Proteste der Opposition wiederholt gewaltsam niederschlagen lassen. Zudem haben Gerichte Regierungsgegner zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Westerwelle hatte die Urteile als politisch motiviert bewertet. Lukaschenkos Wahl vor über einem Jahr war international wegen Wahlbetrugs nicht anerkannt worden.

heb/dpa/dapd/Reuters

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insgesamt 17 Beiträge
1.
loeweneule 05.03.2012
Sowohl Westerwelles Partei und seine Politik sind mir zuwider, er selbst ist mir eher unsympathisch, aber wenn irgendein blöder Macho-Diktator sein großes Maul aufmacht und, unterstützt von - man hat es bei SPON lesen dürfen - [...]
Sowohl Westerwelles Partei und seine Politik sind mir zuwider, er selbst ist mir eher unsympathisch, aber wenn irgendein blöder Macho-Diktator sein großes Maul aufmacht und, unterstützt von - man hat es bei SPON lesen dürfen - sozialdarwinistisch-homophoben Dumpfbacken aufgrund der nicht in seine geistige Beschränktheit passende sexuelle Veranlagung des Außenministers diesen zu beleidigen versucht, dann gestatte ich mir, Herrn Westerwelle wenigstens in diesem Falle meine Solidarität auszusprechen.
2. Hut ab
Wheredoyouwanttogotoday? 05.03.2012
Ausnahmsweise mal Hut ab vor Guido!
Zitat von sysop"Es ist besser, ein Diktator zu sein als schwul" - mit diesen Worten beleidigte Weißrusslands autoritärer Präsident Lukaschenko Bundesaußenminister Westerwelle. Doch der bleibt ruhig: "Diese Äußerung richtet sich selbst." Die Bundesregierung ist dagegen empört. Nach Lukaschenkos Pöbelei: Westerwelle bleibt gelassen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,819508,00.html)
Ausnahmsweise mal Hut ab vor Guido!
3. Meinungsverschiedenheiten...
sunnyindigo 05.03.2012
Also, warum muss man sich mit dem persönlichen Lebensstil vonIch persönlich sehe kein Grund , dass der Bundesaussenminister Westerwelle auf solche Attacken Rucksicht nehmen sollte..... Es gibt eine persönliche Sphere , die man [...]
Also, warum muss man sich mit dem persönlichen Lebensstil vonIch persönlich sehe kein Grund , dass der Bundesaussenminister Westerwelle auf solche Attacken Rucksicht nehmen sollte..... Es gibt eine persönliche Sphere , die man nicht mit solchen Attacken beleidigen oder angreifen kann. Ausserdem gibt es viele anderen Politiker in Europa , zu denen tatsächlich kriminelles Verhalten und Bestehungen nachgewiesen werden könnte, wie in Griechenland .......und die werden von ihrer europäischen Partei-Kollegen mit grosse Solidarität behandelt. Zu den letzteren solidarisch- stehenden Partei-Kollegen & Kolleginnen gehören selbstverständlich auch Politiker , die mehrmals Männer & Frauen nach Lust & Laune scheiden liessen & dann ohne schlechtes Gewissen mehrmals verheiratet haben , Politiker die ohne ethliche Vorbehälte auf die politischen Leichen ihrer Partei- Vorgänger und Mentoren geklettert haben; und zuletzt auch Politiker die sich auf Spitzenpositionen befinden und das ganze Europa-Kontinent nach Lust & Laune strapazieren , ohne dass ihre eigene Bevölkerung überhaupt auf diesem Verhalten aufmerksam gemacht wird...........! Bundesaußenminister Westerwelle beschäftigen und ihm kritisieren?
4. Ein Stück aus dem Tollhaus
freiheit05 06.03.2012
.. ist die Äußerung Lukaschenkos. Sie zeigt auch, wie rückständig dieser Mann allgemein ist.
Zitat von sysop"Es ist besser, ein Diktator zu sein als schwul" - mit diesen Worten beleidigte Weißrusslands autoritärer Präsident Lukaschenko Bundesaußenminister Westerwelle. Doch der bleibt ruhig: "Diese Äußerung richtet sich selbst." Die Bundesregierung ist dagegen empört. Nach Lukaschenkos Pöbelei: Westerwelle bleibt gelassen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,819508,00.html)
.. ist die Äußerung Lukaschenkos. Sie zeigt auch, wie rückständig dieser Mann allgemein ist.
5. Wo er Recht hat, hat er Recht.
regierungs4tel 06.03.2012
Ich meine Westerwelle.
Ich meine Westerwelle.

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