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17.05.2012
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Griechenland

Übergangsregierung legt Amtseid ab

Griechenland hat wieder eine Regierung - zumindest eine Übergangsregierung. Das 16-köpfige Team um Regierungschef Pikrammenos legte in Athen seinen Amtseid ab. Auch das Parlament wurde vereidigt, erstmals mit Faschisten - allerdings ist für die Abgeordneten Freitag schon wieder Schluss.

Athen - In Athen ist am Donnerstag der nächste Schritt zu den Neuwahlen im Juni vollzogen worden: Die Übergangsregierung von Panagiotis Pikrammenos wurde vereidigt. Ihre Hauptaufgabe ist die Vorbereitung der Neuwahlen im Juni. Giorgos Zanias, der eine wichtige Rolle bei der Aushandlung des Schuldenerlasses mit den internationalen Gläubigern spielte, übernahm dabei das Finanzministerium.

Der 67-jährige Verwaltungsrichter Pikrammenos war am Mittwoch von Präsident Karolos Papoulias mit der Regierungsbildung beauftragt und noch am Abend vereidigt worden. Am Donnerstag stellte er die 16 Minister seines Übergangskabinetts vor. Außenminister wird darin der 83-jährige Petros Moliviatis, der dieses Amt bereits von 2004 bis 2006 inne hatte. Neuer Verteidigungsminister wird der ehemalige Generalstabschef Frangos Frangoulis.

Faschisten im Gleichschritt

Eine Stunde nach der Vereidigung des Kabinetts legten auch die Abgeordneten des Parlaments ihren Amtseid ab. Zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte des Landes wurden auch Faschisten vereidigt. Die 21 Abgeordneten der "Goldenen Morgenröte" betraten das Parlament im militärischen Gleichschritt in Zweieraufstellung, wie Augenzeugen berichteten. Die Partei hatte bei den Wahlen knapp sieben Prozent bekommen - allerdings werden sie den Job nur für sehr kurze Zeit inne haben: Bereits am Freitag will das Parlament seine Auflösung beschließen. Damit soll der Weg zu Neuwahlen freigemacht werden, nachdem zuvor in mehreren Anläufen eine Regierungsbildung gescheitert war. Unter den Parteien herrscht ein erbitterter Streit über die Sparmaßnahmen, die Athen im Gegenzug für Finanzhilfen der internationalen Kreditgeber erfüllen muss.

International herrscht die Sorge, dass die für den 17. Juni geplante Neuwahl auch keine funktionsfähige Regierung ergibt. In Umfragen liegt derzeit das linksradikale Parteienbündnis Syriza vorn, welches die mit der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vereinbarten Sparmaßnahmen strikt ablehnt, aber für den Verbleib in der Euro-Zone eintritt. EU und IWF lehnen aber eine Neuverhandlung der Abmachung zu Griechenlands Hilfspaketen ab.

In einem offenen Brief warnte der scheidende Regierungschef Loucas Papademos vor den "katastrophalen" Folgen für Griechenland, sollte Athen einseitig die Vereinbarungen mit EU und IWF aufkündigen. "Jede Änderung muss im Geist des Konsenses und mit der vollen Zustimmung der europäischen Partner getroffen werden", schrieb Papademos. Die Aufkündigung der Vereinbarung würde zwingend zum Ausscheiden aus der Euro-Zone und womöglich auch aus der EU führen. Die nun getroffenen Beschlüsse könnten Griechenlands Zukunft auf Jahrzehnte bestimmen.

ler/AFP/dpa

Forum

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insgesamt 11 Beiträge
1. Eine Regierung, die nur 30 Tage im Amt ist?
Vox libertatis 17.05.2012
Na, das sollte doch für die neuen Minister für eine lebenslange Rente genügen. Der Rest Europas bürgt schliesslich dafür.
Na, das sollte doch für die neuen Minister für eine lebenslange Rente genügen. Der Rest Europas bürgt schliesslich dafür.
2.
götterbote2012 17.05.2012
Haben Sie es immer noch nicht verstanden? http://youtube.googleapis.com/v/fDsc3sutUaI
Zitat von Vox libertatisNa, das sollte doch für die neuen Minister für eine lebenslange Rente genügen. Der Rest Europas bürgt schliesslich dafür.
Haben Sie es immer noch nicht verstanden? http://youtube.googleapis.com/v/fDsc3sutUaI
3. .
RosaHasi 17.05.2012
ich glaube sie haben es nicht verstanden. in einem system in dem man keine schulden zurückzahlen kann, da macht es keinen unterschied ob es bürgschaft oder kredit heist.
Zitat von götterbote2012Haben Sie es immer noch nicht verstanden? http://youtube.googleapis.com/v/fDsc3sutUaI
ich glaube sie haben es nicht verstanden. in einem system in dem man keine schulden zurückzahlen kann, da macht es keinen unterschied ob es bürgschaft oder kredit heist.
4. Schuldenwand mit Fluchtlöcher für den Fahrer
Stauss 17.05.2012
Darüber sollte ein Nachrichtenmagazin mal berichten. Wie es mit den Pensionen der Griechischen Politkaste aussieht, die ihr Land gegen die Schuldenwand gefahren haben.
Zitat von Vox libertatisNa, das sollte doch für die neuen Minister für eine lebenslange Rente genügen. Der Rest Europas bürgt schliesslich dafür.
Darüber sollte ein Nachrichtenmagazin mal berichten. Wie es mit den Pensionen der Griechischen Politkaste aussieht, die ihr Land gegen die Schuldenwand gefahren haben.
5.
seisachtheia 17.05.2012
Zitat von Vox libertatisNa, das sollte doch für die neuen Minister für eine lebenslange Rente genügen. Der Rest Europas bürgt schliesslich dafür.

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