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23.05.2012
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Sexskandal im Secret Service

Obamas Leibwächter wehren sich gegen Entlassung

Obama mit Leibwächtern: "Bringt euch nicht in Verlegenheit!"
REUTERS

Obama mit Leibwächtern: "Bringt euch nicht in Verlegenheit!"

Sie wurden wegen Sex-Partys mit Prostituierten in Kolumbien gefeuert, doch jetzt wehren sich mehrere Leibwächter von US-Präsident Obama gegen ihre Entlassung. Der Secret Service habe Affären auf Dienstreisen jahrelang geduldet, argumentieren sie - die Strafe sei daher überzogen.

Hamburg - Eigentlich wollte das Weiße Haus die Sexaffäre um den Secret Service möglichst geräuschlos ad acta legen. Doch nun wehren sich mehrere Leibwächter von US-Präsident Barack Obama gegen ihre Entlassung wegen ihrer Kontakte zu Prostituierten während einer Kolumbien-Reise im April.

Die "Washington Post" berichtete am Mittwoch, dass sich die Agenten als Sündenböcke für ein Verhalten betrachteten, das der Secret Service seit langem toleriere. Die Geschehnisse am Rande des Lateinamerika-Gipfels im kolumbianischen Cartagena seien anders abgelaufen, als von den Medien geschildert. Unter anderem bestreitet ein Leibwächter, gewusst zu haben, dass er sich mit Prostituierten einließ. Außerdem habe er nicht für Sex bezahlt.

Aus Kreisen, die mit der Untersuchung des Skandals betraut sind, heißt es, dass entgegen den Verhaltensregeln für die Agenten in der Vergangenheit sexuelle Kontakte auf offiziellen Reisen stillschweigend geduldet worden seien. Es habe einen ungeschriebenen Kodex gegeben, nach dem über die Vorfälle während der Reisen später geschwiegen werde.

One-Night-Stands wurden geduldet

Obwohl die Agenten aus Sorge um mögliche Erpressungsversuche vor außerehelichen Affären gewarnt würden, seien viele Secret-Service-Mitarbeiter als Fremdgänger berüchtigt, heißt es aus Untersuchungskreisen weiter. Dies sei toleriert worden, so lange sie sich auf One-Night-Stands beschränkten und die Beziehungen zu den Frauen mit dem Verlassen des Landes beendeten.

Im Zuge der Affäre waren zwölf Agenten ins Visier der Ermittler geraten. Drei von ihnen sind inzwischen von den Anschuldigungen freigesprochen worden, sechs wurden gefeuert, zwei weitere zur Kündigung gedrängt. Das Schicksal eines Agenten ist ungeklärt.

Vier der Entlassenen wollen nun juristisch für ihre Wiedereinstellung kämpfen. Die Strafe sei im Vergleich zu ihrem Vergehen überzogen, argumentieren sie. Am Mittwoch wird Mark Sullivan, der Direktor des Secret Service, vor dem US-Senat zu der Affäre und dem Stand der internen Ermittlungen befragt.

Der Secret Service hat inzwischen die Verhaltensregeln für seine Mitarbeiter überarbeitet. In einer Mitteilung an die Agenten aus der vergangenen Woche heißt es laut "Washington Post": "Bringt euch nicht in eine Situation, die euch, eure Familie oder den Secret Service in Verlegenheit versetzt!"

syd

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insgesamt 23 Beiträge
1. Recht haben sie
marcuspüschel 23.05.2012
Ihre Aufgabe ist es im Ernstfall zwischen dem Präsidenten und den Kugeln eines Attentäters zu stehen. Das ist natürlich voll okay. Söldnerseelen... Aber bevor der Chef kommt nochmal die Sau rauslassen - oder gar - Gott behüte - [...]
Ihre Aufgabe ist es im Ernstfall zwischen dem Präsidenten und den Kugeln eines Attentäters zu stehen. Das ist natürlich voll okay. Söldnerseelen... Aber bevor der Chef kommt nochmal die Sau rauslassen - oder gar - Gott behüte - Sex!!! - nein, geht gar nicht. Den angeblichen Skandal erst richtig aufgebauscht hat die neue(!) zuständige Chefin Paula Reid, welche offenbar mit den Machos in ihrem Job so gar nicht klar kommt, und daher wohl entschied neue Sitten einzuführen. Denn das eine gewisse Lebenslust sogar bei den Leibwächtern angesagt war, davon zeugt doch schon die Tatsache, dass selbst die sogenannten Aufpasser mitgefeiert haben. Aber dank Paula ist jetzt Schluss mit lustig. Die andere Spassbremse muss der komplett blödsinnige Hotelmanager gewesen sein. Da zetert eine Prostituierte in seinem Hotel, und der ist total überfordert und geht beim Chef seiner Kunden petzen. Die verbliebenen Agents sehen tristen Zeiten entgegen. Aber im Notfall kann sich Obama ja eine kürzlich arbeitslos gewordene Amazonenschutztruppe anlachen. Die feiern nur mit Vorgesetzten. Da kann dann auch Paula nicht mehr rumzicken.
2. eben!
wassoll 23.05.2012
"Unter anderem bestreitet ein Leibwächter, gewusst zu haben, dass er sich mit Prostituierten einließ. Außerdem habe er nicht für Sex bezahlt." Hehe! Genau DAS war ja der Grund, warum die ganze Geschichte aufgeflogen [...]
"Unter anderem bestreitet ein Leibwächter, gewusst zu haben, dass er sich mit Prostituierten einließ. Außerdem habe er nicht für Sex bezahlt." Hehe! Genau DAS war ja der Grund, warum die ganze Geschichte aufgeflogen ist
3. ja nee is klar
madame_no 23.05.2012
... Es habe einen ungeschriebenen Kodex gegeben, nach dem über die Vorfälle während der Reisen später geschwiegen werde... Na, mit dem Argument kann man auch Korruption ganz prima rechtfertigen und aus einer moralischen [...]
Zitat von sysopSie wurden wegen Sex-Partys mit Prostituierten in Kolumbien gefeuert, doch jetzt wehren sich mehrere Leibwächter von US-Präsident Obama gegen ihre Entlassung. Der Secret Service habe Affären auf Dienstreisen jahrelang geduldet, argumentieren sie. Die Strafe sei daher überzogen. Agenten des Secret Service kämpfen gegen Entlassung wegen Sexskandal - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,834611,00.html)
... Es habe einen ungeschriebenen Kodex gegeben, nach dem über die Vorfälle während der Reisen später geschwiegen werde... Na, mit dem Argument kann man auch Korruption ganz prima rechtfertigen und aus einer moralischen Bananenrepublik würde nie ein Rechtsstaat :-) Was für ein bescheuertes Kindergartenargument. Galt und gilt das übrigens auch genauso in Abu Ghreib? Oder sonstwo, wenn minimalste Grundrechte oder einfach nur Geschmacksgrenzen unterschritten werden? Z.B. bei den abartigen "Mutproben" oder Aufnahmeriten in militärischen aber auch anderen Gruppen? Also wenn dieses Argument durchgeht, dann kommen wir zurück zum "Ehrenwort"-Quatsch und brauchen keine Gesetze und keine selbstverantwortete ethische Haltung mehr. Der Kodex erlaubt es ja! Obama hat ganz recht daran getan, ein Exempel zu statuieren. Diese Kodex-Mentalität muss weg, hinter der ein jeder die eigene Unmoral, geistige Faulheit oder Feigheit einfach verstecken kann! Ach und nochwas, wie kommt es eigentlich immer, dass diese Typen damit durchkommen, angeblich nicht gemerkt zu haben, dass sie es mit Prostituierten zu tun haben? Hallo? Auf Sender- und Empfängerseite jemand im Oberstübchen zu Hause? :-)
4.
B.Lebowski 23.05.2012
Wo ist denn das Problem? Hier wird nicht von Straftaten wie Drogenmissbrauch oder Vergewaltigungen geredet. Die Frauen verdienen entweder ihren Lebensunterhalt mit Prostitution oder sie haben sich "gratis" mit [...]
Zitat von sysopSie wurden wegen Sex-Partys mit Prostituierten in Kolumbien gefeuert, doch jetzt wehren sich mehrere Leibwächter von US-Präsident Obama gegen ihre Entlassung. Der Secret Service habe Affären auf Dienstreisen jahrelang geduldet, argumentieren sie. Die Strafe sei daher überzogen. Agenten des Secret Service kämpfen gegen Entlassung wegen Sexskandal - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,834611,00.html)
Wo ist denn das Problem? Hier wird nicht von Straftaten wie Drogenmissbrauch oder Vergewaltigungen geredet. Die Frauen verdienen entweder ihren Lebensunterhalt mit Prostitution oder sie haben sich "gratis" mit den Leibwächtern eingelassen, vielleicht in der Hoffnung so schnell an eine Green-Card zu kommen. Wie auch immer , beides ist vielleicht nicht ganz korrekt, aber es war schliesslich nicht der Präsident, sondern es waren diejenigen, die für ihn in die Schusslinie springen. So etwas kann nur von der heuchlerischen Opposition oder von Sittenwächter/Innen aufgebauscht werden.
5. Unintended Consequences
tailspin 23.05.2012
Jahrelang geduldet? Das ist ja unglaublich. Da tun sich ja Abgruende auf. Da musste man der Aufseher und Nutzniesser dieser Obernachtwaechter gleich mit feuern. Dieser Prozess heisst Impeachment.
Zitat von sysopSie wurden wegen Sex-Partys mit Prostituierten in Kolumbien gefeuert, doch jetzt wehren sich mehrere Leibwächter von US-Präsident Obama gegen ihre Entlassung. Der Secret Service habe Affären auf Dienstreisen jahrelang geduldet, argumentieren sie. Die Strafe sei daher überzogen. Agenten des Secret Service kämpfen gegen Entlassung wegen Sexskandal - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,834611,00.html)
Jahrelang geduldet? Das ist ja unglaublich. Da tun sich ja Abgruende auf. Da musste man der Aufseher und Nutzniesser dieser Obernachtwaechter gleich mit feuern. Dieser Prozess heisst Impeachment.

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