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27.05.2012
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Protest in Tiflis

Zehntausende demonstrieren gegen Saakaschwili

Tiflis: Massendemonstration zum Wahlkampfauftakt
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DPA

Es war die größte Anti-Regierungs-Demonstration seit drei Jahren: In Tiflis versammelten sich Zehntausende, um gegen Präsident Saakaschwili zu protestieren. Organisiert wurde die Massenveranstaltung vom reichsten Mann Georgiens, er zelebrierte damit seinen Wahlkampfauftakt.

Tiflis - Die Zahlen schwanken zwischen 40.000 und 80.000, doch fest steht: Am Sonntag ist es in Georgien zu einer Massendemonstration gegen die Politik von Präsident Micheil Saakaschwili gekommen. Es war die größten Anti-Regierungs-Demonstration seit drei Jahren, organisiert wurde sie von dem Oligarchen Bidsina Iwanischwili.

Laut Berechnungen des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" hat Iwanischwili ein Vermögen von umgerechnet 4,8 Milliarden Euro und ist damit der reichste Mann Georgiens. In der Vergangenheit hat er Saakaschwili wiederholt kritisiert und ihm vorgeworfen, die Opposition zu unterdrücken und zunehmend autoritär zu regieren. Im Oktober vergangenen Jahres ging er in die Politik: Er gründete die Partei "Georgischer Traum", will die Parlamentswahl gewinnen und Ministerpräsident werden. Die Veranstaltung in Tiflis bildete seinen Wahlkampfauftakt.

"Mein Traum war schon immer ein starkes und geeintes Georgien, wo Menschen frei leben und bezahlt werden, was sie verdienen", sagte Iwanischwili zu den Demonstranten auf dem Freiheitsplatz. Er habe sehr lange darauf gewartet, doch als Georgien unabhängig geworden sei und sich die Übergangszeit hingezogen habe, habe er beschlossen, den Kampf gegen das Regime aufzunehmen.

Saakaschwili reagierte demonstrativ gelassen auf die Massenveranstaltung. Es werde immer Zehntausende geben, die mit Reformen unzufrieden seien, sagte er. Im kommenden Januar läuft seine zweite und letzte Amtszeit aus. Es ist unklar, was er anschließend vorhat.

Bereits im Oktober wählen die Georgier ein neues Parlament. Umfragen zufolge liegt Iwanischwilis Partei Georgischer Traum derzeit hinter der Regierungspartei von Saakaschwili, der im Jahr 2004 nach der sogenannten Rosenrevolution an die Macht kam.

aar/dpa/dapd/AFP

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Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 11 Beiträge
1. Demokratie setzt sich durch...
bene_lava 28.05.2012
...und Russland auch! Es wird eng um Saakaschwili der nach dem Georgienkrieg ein unvergleichbar korrputes System aufgebaut hat um seine Macht zu erhalten. Aber freuen sollte man sich nicht...denn...Iwanischwili ist ein Mann [...]
Zitat von sysopEs war die größte Anti-Regierungs-Demonstration seit drei Jahren: In Tiflis versammelten sich Zehntausende, um gegen Georgiens Präsident Saakaschwili zu protestieren. Organisiert wurde die Massenveranstaltung vom reichsten Mann des Landes, er zelebrierte damit seinen Wahlkampfauftakt. Demonstration gegen Georgiens Präsident Saakaschwili in Tiflis - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,835537,00.html)
...und Russland auch! Es wird eng um Saakaschwili der nach dem Georgienkrieg ein unvergleichbar korrputes System aufgebaut hat um seine Macht zu erhalten. Aber freuen sollte man sich nicht...denn...Iwanischwili ist ein Mann Russland und er kauft mit viel Geld die Abgeordneten aus dem Saakaschwililager auf. Im Südkaukasus tobt ein neuer kalter Krieg. Das Problem ist, dass Europa das noch nicht bemerkt hat. Sollte Georgien wie Ukraine eine prorussische Regierung bekommen, dann werden die Pipelines, die durch Georgien laufen auch in russische Hand gelangen. Gute Nacht Deutschland!
2. Saakaschwili...
own_brain_user 28.05.2012
Saakaschwili war auch mal die große Hoffnung nach Schewardnadse, und Schewardnadse war mal die große Hoffnung nach Gamsachurdia... Mal sehen, wer die große Hoffnung nach Iwanischwili sein wird.
Saakaschwili war auch mal die große Hoffnung nach Schewardnadse, und Schewardnadse war mal die große Hoffnung nach Gamsachurdia... Mal sehen, wer die große Hoffnung nach Iwanischwili sein wird.
3. Georgien und Proteste gegen Saakaschwili
spon-facebook-10000195990 28.05.2012
Das Volk geht endlich auf die Straße und protestiert gegen Saakaschwili, der Mann der das Land im Abgrund stürzte sollte endlich gehen, der Krieg gegen Rußland war ein Risiko mit Folgen für Georgien für das Volk und jetzt ist die [...]
Das Volk geht endlich auf die Straße und protestiert gegen Saakaschwili, der Mann der das Land im Abgrund stürzte sollte endlich gehen, der Krieg gegen Rußland war ein Risiko mit Folgen für Georgien für das Volk und jetzt ist die Zeit gekommen das Saakaschwili geht damit nicht das Volk noch mehr Schaden nimmt !!!
4.
internetwitcher 28.05.2012
Saakaschwili war das nicht der, der militärisch gegen Minderheiten in seinem Land vorgegangen ist und viele hunderte von Toten verursacht hat. Der, der die Nato in einem Konflikt gegen Russland reinziehen wollte? Der, der schon [...]
Saakaschwili war das nicht der, der militärisch gegen Minderheiten in seinem Land vorgegangen ist und viele hunderte von Toten verursacht hat. Der, der die Nato in einem Konflikt gegen Russland reinziehen wollte? Der, der schon immer die demokratische Oposition in Georgien veraften und unterdrücken lies? Ich hätte da einen Platz für Saakaschwili nach seinem Amt als Diktator. Nämlich ein regensicheres und warmes Plätzchen in Den Haag!
5. hh#+
Onkel_Karl 28.05.2012
Diese noble Ziele von Saakashwilli...Korruption bekämpfen...früher musste man dem Polizisten oder Beamten Geld zahlen,Saakashwilli hat es einfach geändert...alles passiert weiter ober,die obere Klasse kassiert Geld. Übregens [...]
Zitat von sysopEs war die größte Anti-Regierungs-Demonstration seit drei Jahren: In Tiflis versammelten sich Zehntausende, um gegen Georgiens Präsident Saakaschwili zu protestieren. Organisiert wurde die Massenveranstaltung vom reichsten Mann des Landes, er zelebrierte damit seinen Wahlkampfauftakt. Demonstration gegen Georgiens Präsident Saakaschwili in Tiflis - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,835537,00.html)
Diese noble Ziele von Saakashwilli...Korruption bekämpfen...früher musste man dem Polizisten oder Beamten Geld zahlen,Saakashwilli hat es einfach geändert...alles passiert weiter ober,die obere Klasse kassiert Geld. Übregens von Demokratie in Georgien kann keine Rede sein,er hat Angst vor eigenem Volk,vor 3 Jahren wurden die Demos mit US-Tränengas bekämpft... Georgien ist vollkommen isoliert..Saakashwilli hat keine Opposition,die sind entweder tot oder im Ausland...aber es gibt dafür eine Strasse in Tiflis...G.W.Bush Strasse...finde ich sehr gut...damit man die Richtung erkennt wohin Georgien steuert..

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