08.06.2012
Pakistan
Mehrere Tote bei Bombenanschlag in Peshawar
Verletzter in Peschawar: Anschlag auf Staatsbedienstete
Islamabad - In der Stadt Peshawar im Nordwesten Pakistans sind bei einem Bombenanschlag auf einen Bus am Freitag mindestens 16 Menschen getötet worden. 33 Menschen seien verletzt worden, teilten zwei Krankenhäuser in der Hauptstadt der Unruheprovinz Khyber-Pakhtunkhwa mit, in denen die Verletzten behandelt werden. Fünf von ihnen schwebten in Lebensgefahr. Unter den Toten sei mindestens ein Kind.
In dem Bus hätten zahlreiche Mitarbeiter der Regierung, aber auch normale Bürger gesessen, sagte der Informationsminister der Provinz, Mian Iftikhar Hussain, vor Journalisten. Demnach war die Bombe an der Unterseite des Busses angebracht. Unter den Opfern waren laut einem Polizeisprecher sechs Frauen und ein Mädchen. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.
Der Bus war offenbar mit Staatsbeamten besetzt. Örtliche Fernsehsender zeigten Aufnahmen, wie Einheimische die Opfer ins Krankenhaus brachten, die Verletzten von Krankenschwestern und Ärzten versorgt wurden.
Es war der schwerste Anschlag in Peshawar seit Monaten. Peshawar grenzt an eine Stammesregion, in der Aufständische in den vergangenen fünf Jahren wiederholt Anschläge verübt haben. Die Gewalt hat im vergangenen Jahr abgenommen, dennoch sind extremistische Gruppen nach wie vor aktiv.
Bei einem Bombenanschlag auf eine Koranschule in der südwestpakistanischen Stadt Quetta waren am Donnerstag sieben Menschen getötet worden.
Zuletzt hatten die USA ihre Drohnenangriffe auf Pakistan verstärkt - und bei einem solchen Angriff vor wenigen Tagen auch die Nummer Zwei von al-Qaida, Abu Jahja al-Libi, getötet.
fab/dpa/dapd/Reuters
