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19.07.2012
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Bürgerkrieg

Syrer fliehen vor Kämpfen in Damaskus

Foto: AP/ SNN

In den Straßen wird geschossen, aus der Luft feuern Hubschrauber: In mehreren Vierteln von Damaskus tobt der Kampf zwischen Rebellen und Soldaten. Viele Einwohner fliehen.

Amman - Damaskus entwickelt sich zunehmend zu einer Kampfzone. Die Rebellen rücken offenbar immer weiter in das Zentrum der syrischen Hauptstadt vor und liefern sich heftige Gefechte mit dem Militär von Machthaber Baschar al-Assad - sogar im Regierungsviertel.

Lange Zeit galt Damaskus als Machtzentrum und Festung Assads, inzwischen sieht sich das Militär gezwungen, Artillerie und Hubschrauber gegen die Rebellen einzusetzen, um die Angriffe der Regimegegner abzuwehren.

Die Gefechte dauerten ohne Unterbrechung an, berichteten Bewohner. Im Regierungsviertel sei mindestens ein Mensch getötet worden. Hunderte Familien seien auf der Flucht, fänden aber keinen Schutz. "Die Flüchtlinge können nirgendwo hin. In ganz Damaskus wird gekämpft", berichtete eine Bewohnerin.

Die Machthaber sind offenbar fest entschlossen, die Rebellen aus der Hauptstadt zu drängen. Ein Vertreter des Regimes sagte der Nachrichtenagentur AFP, die "extrem heftigen Gefechte" würden noch zwei Tage andauern, um Damaskus vor Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan "von Terroristen zu säubern". Das Regime hat in der Vergangenheit stets behauptet, der Aufstand im eigenen Land sei das Machwerk von "Terroristen".

"Entschlossen, alle Waffen zur Anwendung zu bringen"

Bislang hätten sich die Truppen "zurückgehalten", aber nach dem Bombenanschlag vom Mittwoch sei die Armee "entschlossen, alle in ihrem Besitz befindlichen Waffen zur Anwendung zu bringen", sagte der Vertreter des Regimes. Die Armee habe die Bevölkerung aufgefordert, sich aus den Kampfzonen zurückzuziehen. "Die Terroristen versuchen, die Einwohner als menschliches Schutzschild zu verwenden", fügte er hinzu.

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Kampf gegen Assad: Der Bürgerkrieg eskaliert
Die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von einer beginnenden Massenflucht in mehreren Stadtteilen. Dazu gehörten die Viertel Masse und al-Tadamun sowie das Palästinenserlager Jarmuk im Süden.

Der Leiter der Uno-Beobachtermission in Syrien, der norwegische General Robert Mood, sagte unterdessen auf einer Pressekonferenz in Damaskus, das Land sei "nicht auf dem Weg des Friedens". Er habe der syrischen Regierung seine Verurteilung des Anschlags auf den innersten Machtzirkel von Präsident Baschar al-Assad übermittelt und fordere alle Konfliktparteien auf, "dem Blutbad und der Gewalt in allen ihren Formen ein Ende zu setzen".

Bei dem Attentat auf das Gebäude der Nationalen Sicherheit in der Hauptstadt waren am Mittwoch drei Vertraute Assads getötet worden, darunter Verteidigungsminister Dawud Radschiha und sein Stellvertreter Assif Schaukat, ein Schwager des Staatschefs.

Unklar ist derzeit der genaue Aufenthaltsort von Staatschef Assad, der seit dem Attentat auf drei seiner wichtigsten Gefolgsleute nicht in der Öffentlichkeit aufgetreten ist. Berichten zufolge soll er in die Hafenstadt Latakia geflogen sein.

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"Das syrische Volk hat zu lange gelitten"

Der Uno-Sicherheitsrat soll an diesem Donnerstag über einen neuen Resolutionsentwurf zu Syrien abstimmen. Deutschland und andere westliche Länder drängen auf Uno-Sanktionen, um die Gewalt einzudämmen. Allerdings war wenige Stunden vor Beratungen des Sicherheitsrats ein Einlenken von Russland und China nicht in Sicht. Russland widersprach Berichten, dass es Assad Asyl gewähren könne. Darüber habe Präsident Wladimir Putin bei einem Telefonat mit seinem US-Kollegen Barack Obama nicht gesprochen, sagte ein Putin-Berater in Moskau. Beiden Präsidenten gelang es nach US-Darstellung nicht, ihre Differenzen auszuräumen. Russland und China lehnen Sanktionen gegen Syrien ab und haben mit ihrem Vetos bereits mehrere Resolutionen verhindert.

Generalsekretär Ban Ki Moon und China verurteilten den Anschlag von Damaskus. Ban, der sich gegenwärtig in Peking aufhält, rief die fünf ständigen Mitglieder des Uno-Sicherheitsrats auf, wirksame Schritte gegen die zunehmende Gewalt zu unternehmen. Die Zeit dränge. "Das syrische Volk hat zu lange gelitten. Das Blutvergießen muss sofort beendet werden", forderte Ban. Der britische Premierminister David Cameron und Bundesaußenminister Guido Westerwelle riefen vor allem die Vetomacht Russland auf, ihre ablehnende Haltung aufzugeben. Die Botschaft an den russischen Präsidenten Putin laute, dass es für den Uno-Sicherheitsrat an der Zeit sei, klare und harte Sanktionen zu verhängen, sagte Cameron in Kabul.

hen/dpa/Reuters/dapd/AFP

Forum

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insgesamt 73 Beiträge
1.
Cartman 19.07.2012
Lachhaft wenn es nicht so ernst wäre.
Zitat von sysopDer britische Premierminister David Cameron und Bundesaußenminister Guido Westerwelle riefen vor allem die Vetomacht Russland auf, ihre ablehnende Haltung aufzugeben. Die Botschaft an den russischen Präsidenten Putin laute, dass es für den Uno-Sicherheitsrat an der Zeit sei, klare und harte Sanktionen zu verhängen, sagte Cameron in Kabul.
Lachhaft wenn es nicht so ernst wäre.
2.
horsteldorf 19.07.2012
Welcher Vertreter des Regimes war das denn? Hier wird versucht, den Leser auf ein Giftgasmassaker vorzubereiten.
Zitat von sysopEin Vertreter des Regimes sagte der Nachrichtenagentur AFP, die "extrem heftigen Gefechte" würden noch zwei Tage andauern [...] nach dem Bombenanschlag vom Mittwoch sei die Armee "entschlossen, alle in ihrem Besitz befindlichen Waffen zur Anwendung zu bringen", sagte der Vertreter des Regimes. Syrer fliehen vor Kämpfen in Damaskus - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,845332,00.html)
Welcher Vertreter des Regimes war das denn? Hier wird versucht, den Leser auf ein Giftgasmassaker vorzubereiten.
3. Die FSA verbreitet Terror, Angst und Schrecken.
topodoro 19.07.2012
Die FSA legt Bomben, sprengt Brücken, E-werke und Fernsehstationen. Die FSA tötet Polizisten, Soldaten, Lehrer, Journalisten. Die FSA zerstört Kirchen und vertreibt Christen aus ihren Dörfern. Wie nennt man Menschen die Angst [...]
Zitat von sysopIn den Straßen wird geschossen, aus der Luft feuern Hubschrauber: In mehreren Vierteln von Damaskus tobt der Kampf zwischen Rebellen und Soldaten. Viele Einwohner fliehen. Syrer fliehen vor Kämpfen in Damaskus - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,845332,00.html)
Die FSA legt Bomben, sprengt Brücken, E-werke und Fernsehstationen. Die FSA tötet Polizisten, Soldaten, Lehrer, Journalisten. Die FSA zerstört Kirchen und vertreibt Christen aus ihren Dörfern. Wie nennt man Menschen die Angst und Schrecken verbreiten ? Terroristen. Logisch, oder ?
4. der letzte hält die fahne hoch
lebenslang 19.07.2012
es nutzt nichts mehr, sie können die syrische opposition schmähen soviel sie wollen, sie ist auf dem vormarsch und assad gerät ins hintertreffen. wenn er die zeichen erkennen würde, dann würde er stiften gehen und syrien [...]
Zitat von topodoroDie FSA legt Bomben, sprengt Brücken, E-werke und Fernsehstationen. Die FSA tötet Polizisten, Soldaten, Lehrer, Journalisten. Die FSA zerstört Kirchen und vertreibt Christen aus ihren Dörfern. Wie nennt man Menschen die Angst und Schrecken verbreiten ? Terroristen. Logisch, oder ?
es nutzt nichts mehr, sie können die syrische opposition schmähen soviel sie wollen, sie ist auf dem vormarsch und assad gerät ins hintertreffen. wenn er die zeichen erkennen würde, dann würde er stiften gehen und syrien und den menschen dort weiteres leid ersparen.
5. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat recht.
topodoro 19.07.2012
Alle (sic!) Parteien sollen sofort das Kämpfen beenden. Das Blutvergießen muss sofort beendet werden !
Zitat von sysopIn den Straßen wird geschossen, aus der Luft feuern Hubschrauber: In mehreren Vierteln von Damaskus tobt der Kampf zwischen Rebellen und Soldaten. Viele Einwohner fliehen. Syrer fliehen vor Kämpfen in Damaskus - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,845332,00.html)
Alle (sic!) Parteien sollen sofort das Kämpfen beenden. Das Blutvergießen muss sofort beendet werden !

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