29.07.2012
US-Präsidentschaftskandidat
Romney will Israel nie kritisieren
Mitt Romney in Jerusalem: "Es ist richtig für uns, euch zur Seite zu stehen"
Jerusalem - Mitt Romney will im November zum neuen Präsidenten der USA gewählt werden - um sein außenpolitisches Profil zu schärfen, befindet sich der Kandidat der Republikaner derzeit auf Auslandsreise. In einer Rede in Jerusalem hat er nun Israels Recht auf Selbstverteidigung gegenüber einer Atommacht Iran betont. "Israel muss sich selbst verteidigen und es ist richtig für uns, euch zur Seite zu stehen", sagte Romney.
Israels Sicherheit habe für die USA höchste Priorität. Teheran daran zu hindern, die Atombombe zu bauen, müsse "unser wichtigstes nationales Sicherheitsziel" sein, sagte Romney. Dabei sollte "keine Option ausgeschlossen werden". Israel habe es mit einem Feind zu tun, der Verbrechen der Vergangenheit leugne und neue Verbrechen begehen wolle, sagte Romney.
Auch bei Gesprächen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Staatspräsident Schimon Peres betonte Romney, Atomwaffen in den Händen Teherans wären eine "inakzeptable Bedrohung" für Israel und die ganze Welt.
Offenbar als Kritik an US-Präsident Barack Obama sagte Romney, diplomatische Differenzen würden die Feinde Israels stärken. Obama hatte zuletzt Israel immer wieder zur Einhaltung von Zusagen aufgefordert, wie beispielsweise zum Baustopp für Siedlungen in den Palästinensischen Autonomiegebieten. Romney selbst ist seiner eigenen Aussage zufolge ein unerschütterlicher Verbündeter des jüdischen Staates und werde Israel niemals kritisieren.
Schon vor Romneys Rede in Jerusalem hat sein Sicherheitsberater Dan Senor eine Unterstützung Israels angesprochen. "Sollte Israel im Alleingang Maßnahmen ergreifen müssen, um Iran an der Entwicklung von nuklearen Fähigkeiten zu hindern", dann werde Romney diese Entscheidung respektieren, sagte Senor nach Angaben des israelischen Rundfunks.
aar/dpa/dapd