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31.07.2012
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US-Republikaner in Polen

Romney-Berater bepöbelt Reporter in Warschau

Präsidentschaftskandidat Mitt Romney: Mitarbeiter verliert Nerven
Michal Fludra / Demotix

Präsidentschaftskandidat Mitt Romney: Mitarbeiter verliert Nerven

Die Kritik an Mitt Romneys Auslandsreise reißt nicht ab - jetzt hat einer seiner Berater die Nerven verloren. Als Reporter den US-Präsidentschaftskandidaten auf seine Patzer ansprachen, griff er in die unterste sprachliche Schublade.

Warschau - Die Pannen auf Mitt Romneys Europa-Besuch nehmen kein Ende: Nun ist ein Mitarbeiter des republikanischen Präsidentschaftskandidaten in Warschau ausfallend geworden. Das berichten übereinstimmend das US-Magazin "Politico" und der TV-Sender CNN, der auch ein Video des Vorfalls zeigt. Dabei sind Ausdrücke gefallen wie: "Leck mich am Arsch" und "verpiss dich".

Romney befindet sich an diesem Freitag auf der letzten Station seiner Reise durch Europa und Israel. Mehrfach schon hatte er dabei wenig außenpolitisches Gespür gezeigt. In London als er Zweifel an der Sicherheit bei den Olympischen Spielen geäußert hatte. Und dann zog er den Ärger der Palästinenser auf sich, als er Israels starke Wirtschaft mit der schwachen der Palästinenser verglich und diesen Unterschied unter anderem kulturell begründete. Nun offenbarte auch einer seiner Mitarbeiter die Grenzen seiner Belastbarkeit: Pressesprecher Rick Gorka.

Den Berichten zufolge soll dieser regelrecht die Nerven verloren haben. Der Zwischenfall ereignete sich demnach, als Romney den Pilsudski-Platz in Warschau verließ, um zu seinem Auto zu gelangen. Reporter der US-Pressedelegation versuchten bei der Gelegenheit den republikanischen Präsidentschaftskandidaten zu seiner Fauxpas-Serie zu befragen.

Romney ignorierte dem Bericht zufolge die Journalisten und stieg in sein Auto ein. Pressesprecher Gorka jedoch nicht. Dem platzte der Kragen. "Leck mich am Arsch", soll er gerufen haben, "das hier ist ein heiliger Platz für das polnische Volk. Zeigen Sie etwas Respekt." Einem Reporter von "Politico" soll er dann noch gesagt haben, er solle sich "verpissen".

Gorka war offenbar selber schnell klar, dass sein Verhalten ein Fehler war. Eine halbe Stunde später rief er Reporter an, um sich zu entschuldigen. Er sei ausgeflippt, erklärte er, und habe sich unangemessen verhalten.

Romney hatte zuvor bei dem Termin am Warschauer Pilsudski-Platz das Grab des unbekannten Soldaten besucht und einen Kranz niedergelegt. Er lobte die Unterstützung Polens für die Militäraktionen der USA im Irak und in Afghanistan. Am Morgen hatte er sich mit dem polnischen Außenminister Radoslaw Sikorski getroffen.

Am Montag war Romney in Danzig mit dem früheren Gewerkschaftsführer und Ex-Präsidenten Lech Walesa zusammengetroffen, der ihm Erfolg wünschte. Die Solidarnosc-Führung distanzierte sich hingegen von der Begegnung und bezeichnete Romney als Gegner von Gewerkschaften und Arbeitnehmerrechten.

ler/heb/dpa

Forum

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insgesamt 95 Beiträge
1. Und das sind unsere "Freunde"!
chrimirk 31.07.2012
Da braucht man nach Feinden nicht mehr suchen!
Zitat von sysopDie Kritik an Mitt Romneys Auslandsreise reißt nicht ab - jetzt hat einer seiner Berater die Nerven verloren. Als Reporter den US-Präsidentschaftskandidaten auf seine Patzer ansprachen, griff er in die unterste sprachliche Schublade. Romney-Berater bepöbelt Reporter in Warschau - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,847414,00.html)
Da braucht man nach Feinden nicht mehr suchen!
2. Ich hoffe...
rigouh 31.07.2012
Herr Romney wird niemals Präsident der USA.
Herr Romney wird niemals Präsident der USA.
3.
doctorwho 31.07.2012
naja , wer an dieser "für die polen heiligen stätte" keinen respekt gezeigt hat ist ja wohl deutlich . kindergarten .
naja , wer an dieser "für die polen heiligen stätte" keinen respekt gezeigt hat ist ja wohl deutlich . kindergarten .
4. Weiter so!
ohnetitel 31.07.2012
Aus europäischer Sicht ist es gut, wenn Romney sich selbst immer wieder ein Bein stellt, indem er beweist, dass er von der Welt ausserhalb von "gods own country" keine Ahnung hat. Ob das aber auch in seiner Heimat [...]
Aus europäischer Sicht ist es gut, wenn Romney sich selbst immer wieder ein Bein stellt, indem er beweist, dass er von der Welt ausserhalb von "gods own country" keine Ahnung hat. Ob das aber auch in seiner Heimat bekannt wird, wage ich angesichts des Medienangebotes in den USA zu bezweifeln.
5. Bemerkenswert
udlinger 31.07.2012
...Mitt Romney und seine Entourage scheinen ja mächtig eloquent, sensibel und vor allem staatsmännisch zu sein...
...Mitt Romney und seine Entourage scheinen ja mächtig eloquent, sensibel und vor allem staatsmännisch zu sein...

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