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10.08.2012
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Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan

Soldaten ohne SMS

Isaf-Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan: Keine Chance auf SMS
dapd

Isaf-Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan: Keine Chance auf SMS

Fern der Heimat sind knapp 5000 deutsche Soldaten in Afghanistan im Einsatz - doch momentan können sie weder SMS verschicken oder empfangen. Grund ist die Pleite einer Kommunikationsfirma.

Potsdam - Auf einer knappen halben Seite teilt das Einsatzführungskommando der Bundeswehr mit, was die knapp 5000 deutschen Bundeswehrsoldaten in Afghanistan betrifft: Derzeit können im Isaf-Einsatzgebiet Kurznachrichten und Mobilfunksendungen weder empfangen noch gesendet werden. "Der Grund hierfür ist die Insolvenz der Firma Telogic, einer der Unterauftragnehmer der Firma Astrium für die Bereitstellung der Betreuungskommunikation in die Einsatzgebiete", heißt es in der Mitteilung.

Demnach betreibt Telogic in Deutschland eine eigene Plattform für Mobilfunk. Wegen der Firmenpleite ist nun jedoch die technische Weiterleitung, das sogenannte Routing, der entsprechenden Handynummern blockiert.

Immerhin: An einer Lösung des Problems wird dem Schreiben zufolge "mit Hochdruck" gearbeitet, zudem seien weder Festnetz- noch Internetverbindungen betroffen. Und in Extremfällen dürften die Soldaten auf "dienstliche Kommunikationsmöglichkeiten" zurückgreifen.

Die Isaf ist eine internationale Schutztruppe unter Nato-Führung. Momentan sind rund 130.000 Soldaten aus etwa 50 Ländern in Afghanistan im Einsatz, sie sollen bis Ende 2014 weitgehend abgezogen werden. Das Mandat für die Beteiligung der Bundeswehr am Isaf-Einsatz hat der Deutsche Bundestag erstmals am 22. Dezember 2001 erteilt.

Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, dass sämtlich 130.000 Isaf-Soldaten von der Firmeninsolvenz betroffen seien. Tatsächlich sind es nur die deutschen Bundeswehrsoldaten, die in Afghanistan stationiert sind. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

aar

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insgesamt 10 Beiträge
1. symptomatisch
uwe koschnick 10.08.2012
Diese Pleite ist symptomatisch für den gesamten (verlorenen) Krieg gegen Afghanistan. Ein einziges Debakel, das wir dem kriegswütigen Joschka Fischer zu verdanken haben.
Diese Pleite ist symptomatisch für den gesamten (verlorenen) Krieg gegen Afghanistan. Ein einziges Debakel, das wir dem kriegswütigen Joschka Fischer zu verdanken haben.
2. Verträge
Bobby Lobby 10.08.2012
Das ist ein wenig unverständlich, und vielleicht lässt sich der Artikel noch um einige Erläuterungen erweitern. Denn was die Insolvenz irgendeiner nahezu unbekannten Mobilfunkfirma damit zu tun hat, daß die Soldaten in [...]
Zitat von sysop130.000 Isaf-Soldaten sind in Afghanistan im Einsatz fern der Heimat - und nicht einer von ihnen kann momentan SMS verschicken oder empfangen. Grund ist die Pleite einer Kommunikationsfirma.
Das ist ein wenig unverständlich, und vielleicht lässt sich der Artikel noch um einige Erläuterungen erweitern. Denn was die Insolvenz irgendeiner nahezu unbekannten Mobilfunkfirma damit zu tun hat, daß die Soldaten in Afghanistan nun keine SMS mehr senden oder empfangen können, bleibt unverständlich. Wer hat denn mit "telogic" irgendwelche Verträge abgeschlossen? Und man darf fragen, warum gerade mit "telogic" - einer Firma, die niemand kennt.
3.
Hans58 10.08.2012
Würden Sie ein klein wenig nachgedacht haben, würden Sie genauso wie ich gestutzt haben: 130.000 Soldaten? Die Bundeswehr hat in AFG deutlich weniger als 10.000 Soldaten. In dem Spiegel-Artikel ist irgendwo der Wurm drin. [...]
Zitat von uwe koschnickDiese Pleite ist symptomatisch für den gesamten (verlorenen) Krieg gegen Afghanistan. Ein einziges Debakel, das wir dem kriegswütigen Joschka Fischer zu verdanken haben.
Würden Sie ein klein wenig nachgedacht haben, würden Sie genauso wie ich gestutzt haben: 130.000 Soldaten? Die Bundeswehr hat in AFG deutlich weniger als 10.000 Soldaten. In dem Spiegel-Artikel ist irgendwo der Wurm drin. P.S. Es ist kein Krieg gegen AFG.
4.
makromizer 10.08.2012
ISAF hat in AFG 130000 Soldaten, was anderes steht im Artikel ja auch nicht. Aktuell soll der Anteil derr Bundeswehr davon weniger als 5000 sein
Zitat von Hans58Würden Sie ein klein wenig nachgedacht haben, würden Sie genauso wie ich gestutzt haben: 130.000 Soldaten? Die Bundeswehr hat in AFG deutlich weniger als 10.000 Soldaten. In dem Spiegel-Artikel ist irgendwo der Wurm drin. P.S. Es ist kein Krieg gegen AFG.
ISAF hat in AFG 130000 Soldaten, was anderes steht im Artikel ja auch nicht. Aktuell soll der Anteil derr Bundeswehr davon weniger als 5000 sein
5. Ganz einfach
lufkin 10.08.2012
In Afghanistan steht natürlich keine stabiles und vor allem sicheres Mobilfunknetz zur Verfügung, weder in den Städten, geschweige in den abgelegenere Regionen. Daher bringt die Bundeswehr, für die private Kommunikation der [...]
In Afghanistan steht natürlich keine stabiles und vor allem sicheres Mobilfunknetz zur Verfügung, weder in den Städten, geschweige in den abgelegenere Regionen. Daher bringt die Bundeswehr, für die private Kommunikation der Soldaten, eine eigenes Netz mit. Astrium (100%ige EADS Tochter) stellt die Technik für Sendemasten, gesicherte Uplinks zu den Satelliten und die Downlinks hier in Deutschland. Telogic ist ein sog. MVNE (Mobile Virtual Network Enabler) der dann hier in Deutschland die Einspeisung der Signale in die Mobilfunknetze, die Abrechnung etc pp. übernimmt, weil Astrium und die Bundeswehr natürlich keine eigenen Netze und Sendelizenzen haben.

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