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18.08.2012
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US-Präsidentschaftswahlkampf

Republikaner-Vize Ryan legt Steuerbescheide offen

Paul Ryan in Miami: Neuer Schachzug im Steuerstreit
REUTERS

Paul Ryan in Miami: Neuer Schachzug im Steuerstreit

Paul Ryan, Vizekandidat von Obama-Herausforderer Mitt Romney, hat seine Steuerbescheide der vergangenen zwei Jahre veröffentlicht. Doch der Steuerstreit ist damit längst nicht beigelegt.

Washington - Inmitten des politischen Schlagabtausches um die Steuern des republikanischen US-Präsidentschaftsbewerbers Mitt Romney hat dessen Vizekandidat Paul Ryan am Freitag seine Bescheide der beiden vergangenen Jahre vorgelegt. Demnach zahlte Ryan im Jahr 2010 15,9 Prozent Steuern, 2011 waren es 20 Prozent. Die Steuerbescheide wurden auf der Wahlkampfseite Romneys veröffentlicht.

Der neue Schachzug wird die Demokraten nicht besänftigen; es ist derzeit der Hauptangriffspunkt in ihrem Wahlkampf: Wie hoch ist Romneys Steuersatz? Der Republikaner hat im Jahr 2010 laut seines Steuerbescheids 13,9 Prozent Steuern gezahlt. Für 2011 nannte er einen Steuersatz von 15,4 Prozent und kündigte an, den kompletten Bescheid in den kommenden Wochen zu veröffentlichen.

Doch das Wahlkampfteam von US-Präsidient Barack Obama fordert die Veröffentlichung der fünf zurückliegenden Steuerbescheide. Am Freitag hatten Obamas Strategen den Republikanern einen Handel vorgeschlagen: Sollte Romney die Dokumente veröffentlichen, werde das Obama-Lager aufhören, ihm in der Angelegenheit Vertuschung vorzuwerfen.

Das demokratische Wahlkampfteam bezweifelt, dass der Multimillionär Romney überhaupt jedes Jahr Steuern gezahlt hat. Es wird spekuliert, dass der Republikaner womöglich Gelder am US-Fiskus vorbei in Steueroasen geparkt haben könnte. Von Obama sind die letzten zwölf Steuerbescheide im Internet zu finden. Er zahlte 2011 einen Satz von 20,5 Prozent.

Auch Romneys Vater George hatte die zwölf letzten Steuerbescheide veröffentlicht, als er 1968 Präsidentschaftskandidat werden wollte. Das Rennen machte damals aber Richard Nixon.

Romney hatte am Donnerstag gesagt, er halte die "Faszination für meine Steuern" angesichts der "Herausforderungen, vor denen Amerika steht, "für kleinlich. Er betonte, er habe in den vergangenen zehn Jahren immer mehr als 13 Prozent Steuern gezahlt. Mit den Geldern, die er für wohltätige Zwecke spende, steige der Satz auf "deutlich über 20 Prozent" seines Einkommens.

Nach Romneys Angaben nahm er 2010 fast 22 Millionen Dollar ein, den Großteil davon aus Kapitaleinkünften, die in den USA deutlich niedriger besteuert werden als Lohneinkommen. Der Multimillionär soll Ende August auf dem Parteitag der Republikaner offiziell zum Herausforderer von Präsident Barack Obama gekürt werden.

bim/dapd/Reuters/AP

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insgesamt 39 Beiträge
1. FATCA Netz
Beat Adler 18.08.2012
Romney zappelt im FATCA Netz: siehe www.irs.gov Die Maschenweite ist "nur" 50'000 US$. Alle Banken der Welt MUESSEN der IRS alle Daten von allen Personen, welche in den USA steuerpflichtig sind uebermitteln! mfG Beat
Romney zappelt im FATCA Netz: siehe www.irs.gov Die Maschenweite ist "nur" 50'000 US$. Alle Banken der Welt MUESSEN der IRS alle Daten von allen Personen, welche in den USA steuerpflichtig sind uebermitteln! mfG Beat
2. wow, 15,9% ...
blitzunddonner 18.08.2012
... hat er gezahlt. und das ist ihm auch noch zuviel. so viel zu viel, dass er in die politik gehen muss, um für niedrigere steuersätze zu kämpfen. außerdem weiß ich, dass leute seines schlages auf der ausgabenseite jede menge [...]
... hat er gezahlt. und das ist ihm auch noch zuviel. so viel zu viel, dass er in die politik gehen muss, um für niedrigere steuersätze zu kämpfen. außerdem weiß ich, dass leute seines schlages auf der ausgabenseite jede menge geldwerte vorteile versteckt haben. am ende waren das noch nicht mal 15,9%. dabei würde steuergerechtigkeit in seiner einkommensklasse wohl bei 75% beginnen. aber dann würde er wohl eher den weltkrieg ausrufen. ich frage mich, wie es die 1% immer wieder schaffen, 50% der wahlbeteiligten auf ihre seite zu ziehen. unfassbar.
3. Unsymphatisch
BiffBoffo 18.08.2012
Diese Typen bringen Amerika an den Abgrund. Das steht definitv fest. So eine Bande braucht die Welt nicht!
Diese Typen bringen Amerika an den Abgrund. Das steht definitv fest. So eine Bande braucht die Welt nicht!
4. Methode
Kirk70 18.08.2012
Sie erklären dem einfachen Volk, dass wir nicht in die Gaskammern gehen. Das ist kein Witz, habe ich nicht nur in Interviews bei einer Tea-Party-Demo gehört, sondern stand sogar auf Plakaten. Das geht so: Die Obama-Care [...]
Zitat von blitzunddonner... hat er gezahlt. und das ist ihm auch noch zuviel. so viel zu viel, dass er in die politik gehen muss, um für niedrigere steuersätze zu kämpfen. außerdem weiß ich, dass leute seines schlages auf der ausgabenseite jede menge geldwerte vorteile versteckt haben. am ende waren das noch nicht mal 15,9%. dabei würde steuergerechtigkeit in seiner einkommensklasse wohl bei 75% beginnen. aber dann würde er wohl eher den weltkrieg ausrufen. ich frage mich, wie es die 1% immer wieder schaffen, 50% der wahlbeteiligten auf ihre seite zu ziehen. unfassbar.
Sie erklären dem einfachen Volk, dass wir nicht in die Gaskammern gehen. Das ist kein Witz, habe ich nicht nur in Interviews bei einer Tea-Party-Demo gehört, sondern stand sogar auf Plakaten. Das geht so: Die Obama-Care (Krankenversicherung) ist sozialistisch, weil der Staat jeden zwingt in die KV zu gehen (stellt sich die Frage, warum Strafgesetze oder Steuern nicht sozialistisch sind). Hitler war ein NationalSOZIALIST. Hitler (und Co) hat die Juden vergast. Noch Fragen, nach der Intelligenz vieler Amerikaner? Wem gerade der Hut hoch geht (zu Recht) soll bei YouTube mal Tea-Party Demo eingeben und sich ein paar anschauen. Schlechte Englisch-Kentnisse reichen. Und solche mehr als haarsträubende Logiken wie oben genannt gibt es dort reichlich.
5.
alpenkraut 18.08.2012
Hey, wir wissen doch alle, wie Steuererklärungen zustande kommen!
Hey, wir wissen doch alle, wie Steuererklärungen zustande kommen!

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