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17.11.2012
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Mysteriöser Tod

Grabstätte Arafats wird geöffnet

REUTERS

Arafat-Grab in Ramallah: Die Grabstätte ist geöffnet

An seiner Kleidung hatten Schweizer Experten erhöhte Radioaktivität gemessen: Acht Jahre nach seinem ungeklärten Tod wird die Leiche von Palästinenserpräsident Jassir Arafat exhumiert. Ermittler haben nun die Grabstätte geöffnet.

Ramallah - Vor ihnen liegen Tonnen von Beton in vier Metern Tiefe. Am Samstag haben Ermittler damit begonnen, die Grabstätte des früheren palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat zu öffnen. Die Arbeiten werden bis zu zwei Wochen dauern, hieß es aus palästinensischen Regierungskreisen. Der Leichnam Arafats soll von Schweizer, französischen und russischen Ermittlern exhumiert und auf eine radioaktive Substanz überprüft werden.

Ein Schweizer Labor hatte im Juli an Arafats Kleidung eine erhöhte Konzentrationen des radioaktiven Isotops Polonium 210 gemessen. Der Fund nährte Spekulationen, dass der im November 2004 in einem französischen Militärkrankenhaus gestorbene Politiker ermordet worden sein könnte. Arafat erlitt einen Schlaganfall. In den Wochen vor seinem Tod litt er jedoch an einer Krankheit, die nicht genau diagnostiziert wurde.

Das hochgiftige Polonium war einer breiteren Öffentlichkeit erstmals 2006 bekannt geworden. Damals war es verwendet worden, um den früheren russischen Spion Alexander Litwinenkoin London zu ermorden.

Der derzeitige Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte sich für die Exhumierung seines Amtsvorgängers ausgesprochen, um sein "mysteriöses Ableben" aufzuklären. Er hoffe, dass dank der russischen Beteiligung neue Fakten ans Licht kämen, sagte Abbas.

Arafats Witwe Suha hatte im Juli in Frankreich Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung ihres Mannes erstattet. Er war 2004 nach langer Krankheit unter bis heute ungeklärten Umständen in einem Militärkrankenhaus bei Paris gestorben.

lei/dapd

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insgesamt 7 Beiträge
1. Unter Tonnen von
otto_lustig 18.11.2012
Beton in vier Meter Tiefe? Wusste man schon damals, dass Arafat nicht eines natürlichen Todes gestorben ist?
Beton in vier Meter Tiefe? Wusste man schon damals, dass Arafat nicht eines natürlichen Todes gestorben ist?
2. Und dann?
Niamey 18.11.2012
Wird, wenn an den Vermutungen etwas dran sein sollte, der vermeintliche Mörder vor das UN Tribunal gezerrt? Oder wird das Land dann international geächtet werde? Nein, denn Israel, und das sind die Einzigen die ein [...]
Zitat von sysopREUTERSAn seiner Kleidung hatten Schweizer Experten erhöhte Radioaktivität gemessen: Acht Jahre nach seinem ungeklärten Tod wird die Leiche von Palästinenserpräsident Jassir Arafat exhumiert. Ermittler haben nun die Grabstätte geöffnet. http://www.spiegel.de/politik/ausland/mysterioeser-todesursache-grabstaette-arafats-wird-geoeffnet-a-867875.html
Wird, wenn an den Vermutungen etwas dran sein sollte, der vermeintliche Mörder vor das UN Tribunal gezerrt? Oder wird das Land dann international geächtet werde? Nein, denn Israel, und das sind die Einzigen die ein Interesse an seinem Ableben hatten, fasst genauso wenig jemand hart an wie China! Die UNO ist eine feige Truppe der Absahner und Lügner! Und die Kosten unsere Steuergelder!
3. Was wird uns die Exhumierung zeigen
Roßtäuscher 18.11.2012
Es war vielleicht die russische Danksagung, nach deren Auffassung, an politische Gegner - die Gabe von Plutonium an Litvinenko und andere. Wahrscheinlich wird man wieder, wie in solchen Fällen immer, die Mossad dafür [...]
Zitat von sysopREUTERSAn seiner Kleidung hatten Schweizer Experten erhöhte Radioaktivität gemessen: Acht Jahre nach seinem ungeklärten Tod wird die Leiche von Palästinenserpräsident Jassir Arafat exhumiert. Ermittler haben nun die Grabstätte geöffnet. http://www.spiegel.de/politik/ausland/mysterioeser-todesursache-grabstaette-arafats-wird-geoeffnet-a-867875.html
Es war vielleicht die russische Danksagung, nach deren Auffassung, an politische Gegner - die Gabe von Plutonium an Litvinenko und andere. Wahrscheinlich wird man wieder, wie in solchen Fällen immer, die Mossad dafür verantwortlich machen. Muss gar nicht stimmen - Arafat hat die für das Volk bestimmten Zahlungen von EU und USA in Milliarden-Höhe unterschlagen. Dafür wird sich aus den eigenen Reihen jemand an ihm gerächt haben, denn Palästinenser hatten immer gute Beziehungen zu den Russen. Wo jemand gegen den Westen opponiert, wird er automatisch deren Freund.
4.
heinzundkeinz 18.11.2012
Und selbst wenn, Jassir Arafat ist und bleibt einer der schlimmsten Terroristen aller Zeiten und seine Reinwaschung als Politiker bleibt für Opfer seiner Anschläge der blanke Hohn. Als der mit dem "Freidensnobelpreis" [...]
Und selbst wenn, Jassir Arafat ist und bleibt einer der schlimmsten Terroristen aller Zeiten und seine Reinwaschung als Politiker bleibt für Opfer seiner Anschläge der blanke Hohn. Als der mit dem "Freidensnobelpreis" ausgezeichnet wurde, hat für mich dieser Preis jede Berechtigung verloren. Und ich danke "Roßtäuscher", denn das wird auch oft genug unterschlagen, dass er Millionenbeträge veruntreut und zu seiner Frau nach Paris geschafft hat. Aber für manche passt es halt immer den Mossad zu beschuldigen, da dürfte dann der dümmste verstehen welches Interesse dahinter steckt.
5. Die Israelis
tecdetai 18.11.2012
- sind mit Sicherheit die einzigen die es nicht waren, das hätten sie in den letzten 50 Jahre an jedem Ort und zu jeder Zeit machen können. Außerdem was würde Ihnen die Ermordung eines 75 jährigen aidskranken alten [...]
Zitat von NiameyWird, wenn an den Vermutungen etwas dran sein sollte, der vermeintliche Mörder vor das UN Tribunal gezerrt? Oder wird das Land dann international geächtet werde? Nein, denn Israel, und das sind die Einzigen die ein Interesse an seinem Ableben hatten, fasst genauso wenig jemand hart an wie China! Die UNO ist eine feige Truppe der Absahner und Lügner! Und die Kosten unsere Steuergelder!
- sind mit Sicherheit die einzigen die es nicht waren, das hätten sie in den letzten 50 Jahre an jedem Ort und zu jeder Zeit machen können. Außerdem was würde Ihnen die Ermordung eines 75 jährigen aidskranken alten Mannes bringen? Nichts mehr. Da dürfte doch die Ankündigung Arafats kurz vor seinem Tod. - sein gesamtes Zig millionenschweres Vermächtnis dem notleidenden palästinensischem Volk zurück zu geben- bei Suha Arafat und ihrer Sippe doch zu einiger Nervosität geführt haben. Wäre vorbei mit dem üppigen Luxusleben in Paris und sonstwo. Vielleicht waren es ja die Kameraden die endlich auch mal an die üppigen Spendentöpfe wollte. Also Verschwörungsvermuter vorwärts. Wem nutzt der Tod eines 75 jährigen aidskranken alten Mannes der als Terrorist und Mörder neben dem Freiheitskampf zu Multimillionär wurde am meisten??

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