Lade Daten...
18.11.2012
Schrift:
-
+

Israels Luftoffensive

Die Geiseln von Gaza

Von der Grenze zum Gaza-Streifen berichtet
REUTERS

Israel verstärkt die Angriffe auf den Gaza-Streifen. Allerdings ist die Lage im bettelarmen Landstrich ohnehin dramatisch. Nun fehlt es am Nötigsten, selbst Krankenhäusern geht das Verbandsmaterial aus. Die Zivilisten sind Geiseln im Krieg zwischen der israelischen Armee und der Hamas.

Kaum jemand traut sich im Gaza-Streifen noch auf die Straße. Immer wieder erschüttern Explosionen das dicht besiedelte Gebiet. Bedrohlich fliegen die Kampfjets am Himmel. Den fünften Tag in Folge bombardiert die israelische Armee Hamas-Ziele aus der Luft und mittlerweile auch vom Meer aus mit Kriegsschiffen.

Viele Menschen in Gaza fürchten eine Ausweitung der Offensive. Die israelische Armee warnte am Sonntag im Radio auf den Frequenzen der im Gaza-Streifen herrschenden Hamas und der militanten Gruppe Islamischer Dschihad, die es offenbar gekapert hat. "An die Menschen in Gaza, Hamas spielt mit dem Feuer und mit eurem Schicksal. Die israelische Armee wird bald die zweite Phase ihrer Operation beginnen. Halten Sie sich zu Ihrer eigenen Sicherheit fern von Hamas-Infrastruktur und -Personal", hieß es in der arabischsprachigen Erklärung.

Das ist leichter gesagt als getan in einem Gebiet, das kleiner ist als das Bundesland Bremen, aber auf dem sich 1,6 Millionen Menschen drängen. Und aus dem es keinen Ausweg gibt, bis auf einen einzigen Grenzübergang, den Ägypten nun frisch geöffnet haben will. Auf palästinensischer Seite gab es bislang 72 Tote, etwa die Hälfte davon seien Zivilisten, teilte das Gesundheitsministerium der Hamas am Sonntag mit.

Bei einem Luftangriff am Sonntagnachmittag auf ein Haus in Gaza etwa starben elf Menschen. Das Hamas-Gesundheitsministerium teilte mit, unter den Toten seien auch fünf Kinder und zwei Frauen. Etwa 30 weitere Menschen seien bei dem Angriff auf das von einer Familie bewohnte Haus verletzt worden. Das mehrstöckige Gebäude stürzte nach Augenzeugenberichten nach dem Angriff ein. Am Sonntagabend kamen drei weitere Menschen ums Leben. Nach Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums handelte es sich um zwei militante Palästinenser und einen achtjährigen Jungen. Der Junge sei bei der Bombardierung eines Gebäudes der Hamas-Miliz im Norden des Gazastreifens getötet worden. Die Männer seien in Gaza auf einem Motorrad unterwegs gewesen, als sie von einer Rakete getroffen wurden.

Israelische Medien berichteten, der Angriff auf das Wohnhaus habe einem wichtigen Raketen-Kommandeur der Hamas gegolten. Der Mann, der ebenfalls bei dem Angriff ums Leben gekommen sei, trage die Verantwortung für viele Raketenangriffe der vergangenen Tage. Zunächst bestätigten weder die Hamas noch die israelische Armee den Tod des Mannes.

400 Verletzte, fast alle Zivilisten

In den Krankenhäusern von Gaza werden immer wieder blutüberströmte Menschen eingeliefert. Die Männer, Frauen und Kinder stauen sich auf den Gängen. Seit Mittwoch hat es über 400 Verletzte gegeben, fast alle Zivilisten. Es fehlt an allem - Krankenbetten, Strom, Verbandmaterial, Medikamenten, ja sogar Kochsalzlösung. "Vor Beginn des Konflikts waren die Gesundheitseinrichtungen schon stark überlastet aufgrund der Blockade von Gaza", warnt die Weltgesundheitsorganisation. Aber nun seien die Vorräte auf "Null", so das Gesundheitsministerium von Gaza.

Doch auch wenn die medizinische Versorgung zusammenzubrechen droht, macht die Hamas weiter. Immer wieder steigen die Kondensstreifen der Raketen in den Himmel, die sie auf Israel feuert. Im nur zehn Kilometer vom Gaza-Streifen entfernten israelischen Aschkelon flüchten die Menschen am Sonntag ein dutzendmal in den nächstgelegenen Schutzraum. Am Sonntag wurden fünf israelische Zivilisten verwundet.

Die Bewohner von Gaza leiden seit sechs Jahrzehnten unter einer Besatzung. Erst war die ägyptische Armee im Gaza-Streifen stationiert, dann die israelische. Die zog zwar 2005 ihre Soldaten ab, doch nach wie vor kontrolliert Israel einen Großteil der Landesgrenzen, die Seegrenze sowie den Luftraum.

Wer und was offiziell ein- oder ausreist, bestimmen noch immer Israel und Ägypten. Der Gaza-Streifen ist ein städtisches Gebiet, dass sich ohne Austausch mit dem Umland nicht halten kann - Wasser, Nahrung, Strom, ein Sanitätssystem, es mangelt an allem. Auf 225.000 Schüler kommen 245 Schulen. Bis 2020 könne man im Gaza-Streifen nicht mehr leben angesichts des Bevölkerungswachstums und der Blockade, warnte die Uno erst vor zwei Monaten.

"Auf der Schwelle zum Kollaps"

Mit Hilfe von Ägypten hält Israel eine Blockade aufrecht, die in den letzten Jahren zwar ein wenig gelockert wurde, aber noch immer den Alltag diktiert und jegliches Wirtschaftswachstum erstickt. Absichtlich. In einer US-Diplomatendepesche aus Tel Aviv 2008 zitierten amerikanische Diplomaten ihre israelischen Kollegen: "Wir halten die Wirtschaft von Gaza auf der Schwelle zum Kollaps", und "es gibt keinerlei Rechtfertigung für Forderungen, dass wir den Bewohnern von Gaza erlauben, normale Leben zu führen, wenn Raketen und Artillerie von ihren Straßen und Höfen aus abgefeuert werden."

Die kollektive Bestrafung der Menschen in Gaza hat die Hamas nicht geschwächt, im Gegenteil. Gaza hängt nun von einer Schattenwirtschaft durch Schmuggeltunnel ab, von der vor allem Hamas profitiert, so die Internationale Arbeitsorganisation.

Die Hamas hatte die Wahlen 2006 unter anderem deshalb gewonnen, weil ihre Konkurrenz zersplittert war und als korrupt galt. Der Sieg der Hamas hatte damals zu einer Spaltung des Gaza-Streifens und des Westjordanlands geführt, nachdem Europa und die USA sich weigerten, den Hamas-Wahlsieg anzuerkennen, weil die Partei und Miliz nicht bereit ist, mit Israel zu verhandeln.

Sicherheitsapparat der Hamas schüchtert Kritiker ein

Seitdem gab es keine Wahlen mehr im Gaza-Streifen. Die Hamas kontrolliert einen Großteil der Waffen und hat einen Sicherheitsapparat aufgebaut, der ihre Kritiker einschüchtern soll. Es werde systematisch gefoltert, so die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Angesichts der Not durch die israelische Blockade wäre es wohl nicht überraschend, wenn ein Großteil der Bevölkerung hinter der Hamas steht, die Israel kein Existenzrecht zugesteht.

Die israelische Armee scheint im vergleich zum Gaza-Krieg 2008 deutlich vorsichtiger vorzugehen. Damals starben während der dreiwöchigen Offensive inklusive Bodeninvasion rund 1000 Zivilisten. Rund 5000 wurden verletzt. International war Israel damals ein unverhältnismäßiger Einsatz von Gewalt vorgeworfen worden. Militärisch hatte Jerusalem zwar die Kampagne gewonnen. Doch politisch gesehen war sie ein Desaster.

Die Angst der Menschen in Gaza ist groß, dass es auch dieses Mal doch noch zu einer Bodeninvasion kommt. An den Grenzen zum Gaza-Streifen stehen Tausende israelische Soldaten bereit. Mit einem Einmarsch würde die Zahl der getöteten und verletzten palästinensischen Zivilisten noch einmal deutlich steigen.

mit Material von dpa und Reuters

Forum

Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 131 Beiträge
1. Hamas und Volk
B.Buchholz 18.11.2012
Gerüchten zufolge soll dieses Volk ja die Hamas und ihren Terrorkurs gewählt haben. Was dachte man, was geschähe? Ein rascher militärischer Sieg über Israel?
Zitat von sysopIsrael verstärkt die Angriffe auf den Gaza-Streifen. Allerdings ist die Lage im bettelarmen Landstrich ohnehin dramatisch. Nun fehlt es am Nötigsten, selbst Krankenhäusern geht das Verbandsmaterial aus. Die Zivilisten sind Geiseln im Krieg zwischen der israelischen Armee und der Hamas. Zivilisten im Gaza-Streifen leidet unter Luftangriffen Israels - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/zivilisten-im-gaza-streifen-leidet-unter-luftangriffen-israels-a-867933.html)
Gerüchten zufolge soll dieses Volk ja die Hamas und ihren Terrorkurs gewählt haben. Was dachte man, was geschähe? Ein rascher militärischer Sieg über Israel?
2. Die Zivilisten in Gaza: Geiseln?
WolfHai 18.11.2012
Ich dachte, dass die Zivilisten in Gaza die Hamas irgendwann einmal gewählt hat. Auch ist mir von Protesten der Bevölkerung gegen die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelische Zivilpersonen nichts bekannt. Ich [...]
Zitat von sysopDie Zivilisten sind Geiseln im Krieg zwischen der israelischen Armee und der Hamas.
Ich dachte, dass die Zivilisten in Gaza die Hamas irgendwann einmal gewählt hat. Auch ist mir von Protesten der Bevölkerung gegen die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelische Zivilpersonen nichts bekannt. Ich schließe daraus auf ein gewisses Einverständnis der Bevölkerung (natürlich nicht von jedem einzelnen) mit der Politik der Hamas. So ganz unschuldige Geiseln sind sie m.E. daher nicht.
3.
rakatak 18.11.2012
Israel ist wie immer maßlos in seiner Vergeltung. Vorgestern stand ein Reporter der ARD irgendwo am Strand, zeigte in Richtung Meer und sagte, dass dort "heute Morgen eine Rakete der Hamas ins Meer gefallen sei". [...]
Zitat von sysopIsrael verstärkt die Angriffe auf den Gaza-Streifen. Allerdings ist die Lage im bettelarmen Landstrich ohnehin dramatisch. Nun fehlt es am Nötigsten, selbst Krankenhäusern geht das Verbandsmaterial aus. Die Zivilisten sind Geiseln im Krieg zwischen der israelischen Armee und der Hamas. (...)
Israel ist wie immer maßlos in seiner Vergeltung. Vorgestern stand ein Reporter der ARD irgendwo am Strand, zeigte in Richtung Meer und sagte, dass dort "heute Morgen eine Rakete der Hamas ins Meer gefallen sei". Große Zerstörungen in Israel konnte er nicht zeigen, während in Gaza wieder alles platt ist und viele, viele Verletzte und Tote zu beklagen sind.
4.
thedoctor46 18.11.2012
Gerüchten sollte man wenig Bedeutung beimessen: Nahost schlittert in Richtung eines ungewollten Krieges - WEB.DE: So sieht es auch der frühere israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor. Die Hamas habe die Gewalt [...]
Zitat von B.BuchholzGerüchten zufolge soll dieses Volk ja die Hamas und ihren Terrorkurs gewählt haben. Was dachte man, was geschähe? Ein rascher militärischer Sieg über Israel?
Gerüchten sollte man wenig Bedeutung beimessen: Nahost schlittert in Richtung eines ungewollten Krieges - WEB.DE: So sieht es auch der frühere israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor. Die Hamas habe die Gewalt "nicht entfesselt", sagte er. Verantwortlich seien die "extremistischen fundamentalistischen Gruppierungen", die sich einen Machtkampf lieferten. Die Hamas aber und auch ihr am Mittwoch von Israel gezielt getöteter Militärchef Achmed al-Dschabari führten bis zuletzt offenbar noch Geheimverhandlungen mit Israel über einen langfristigen Waffenstillstand. (http://web.de/magazine/nachrichten/ausland/16670802-nahost-schlittert-richtung-ungewollten-krieges.html) Solange in beiden Lagern - insbesondere Israel - Extremisten: Benjamin Netanjahu (http://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Netanjahu) ... - Politik machen, wird das nix: Der Likud-Block: Likud: Den Palästinensern wird zugestanden, selbstbestimmt zu leben, allerdings nicht in einem unabhängigen Staat: "Thus, for example, in matters of foreign affairs, security, immigration and ecology, their activity shall be limited in accordance with imperatives of Israel's existence, security and national needs." ("Daher wird ihr Aufgabenbereich beispielsweise im Hinblick auf Außenpolitik, Sicherheit, Immigration und Ökologie in Übereinstimmung mit den Notwendigkeiten von Israels Existenz, Sicherheit und nationalen Bedürfnissen eingeschränkt.") Des Weiteren sei Jerusalem die ewige, unteilbare Hauptstadt Israels und die Regierung würde daran arbeiten, die Zahl jüdischer Wohnungen in Ostjerusalem zu erhöhen als auch das Wohlergehen und die Sicherheit der arabischen Bewohner sicherzustellen. (http://de.wikipedia.org/wiki/Likud) Ich frage mich - da unterscheidet sich Nethanjahu gewiß nicht von anderen Politikern - ob er sich jemals in die Armenviertel Jerusalems, Tel-Avivs oder - in die Palästinenser-Gebiete begeben hat.... . Es ist die traurige Gewißheit: Wenn Extremisten an der Regierung sind - gleich, in welchem Land der Welt - werden Konflikte nur noch verschärft statt gelöst.
5.
Battlemonk 18.11.2012
warum werden weibliche tote eigentlich immer gesondert gemeldet sind die schlimmer als männliche tote?
warum werden weibliche tote eigentlich immer gesondert gemeldet sind die schlimmer als männliche tote?
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!

MEHR AUF SPIEGEL ONLINE

MEHR IM INTERNET

Verwandte Themen

VIDEO

Video

Fotostrecke

Fotostrecke

Knackpunkte der Nahost-Gespräche

Sicherheit
DPA

Israel betont, es werde keinen Palästinenserstaat geben, solange die Sicherheit des jüdischen Staates nicht garantiert sei. Obwohl es in den vergangenen Jahren kaum noch Selbstmordanschläge palästinensischer Terroristen gibt, fühlen sich die Israelis bedroht.

Die israelischen Grenzstädte werden immer wieder von Raketen der radikalislamischen Hamas beschossen. Schlagen diese Geschosse auf israelischer Seite ein, kommt es regelmäßig zu Vergeltungsschlägen auf palästinensischem Gebiet. Die Palästinenser machen ihrerseits Angriffe durch das israelische Militär geltend.

Flüchtlinge
DPA

Als Folge der Kriege 1948/49 und 1967 gibt es in den palästinensischen Gebieten und Israels Nachbarländern 4,8 Millionen registrierte palästinensische Flüchtlinge und ihre Nachkommen.

Die Flüchtlinge beharren auf das Recht, in ihre Heimat im heutigen Israel zurückkehren zu dürfen, Israel verneint dieses Recht und will den Verzicht auf eine Rückkehr in einem Friedensvertrag festschreiben.

Grenzen
DPA

Nach dem Willen der Palästinenser soll ihr Staat die 1967 von Israel besetzten Gebiete Westjordanland, Gaza und Ost-Jerusalem umfassen. Israel beansprucht jedoch Teile dieses Territoriums – entgegen internationalem Recht – für sich. Israel hatte den Gaza-Streifen 2005 zwar geräumt, sein Embargo seit der Machtübernahme der Hamas 2007 aber verschärft.

Israel will zudem an Teilen des Westjordanlands festhalten. Dort gibt es rund 120 jüdische Siedlungen mit etwa 300.000 Israelis. In Ost-Jerusalem leben nach Angaben israelischer Menschenrechtler weitere 200.000. Nach internationalem Recht sind diese Siedlungen auf besetztem palästinensischen Gebiet illegal und müssen geräumt werden.

Jerusalem
AP

Der künftige Status der Stadt mit heiligen Stätten von Juden, Muslimen und Christen ist besonders umstritten. Israel beharrt auf dem ungeteilten Jerusalem als Hauptstadt. Die Palästinenser beanspruchen den Ostteil als Hauptstadt ihres künftigen Staates. Im Jahr 2000 scheiterte der Nahost-Gipfel an der Jerusalemfrage.
Golan
AP

Syrien dringt darauf, dass die 1967 besetzten Golanhöhen im Rahmen einer Friedenslösung zurückgegeben werden. Von der 1150 Quadratkilometer großen Hochebene hat Israels Armee einen guten Blick nach Syrien und in den Libanon. Umgekehrt könnten die Syrer vom Golan aus große Teile Israels überwachen. Heute leben in dem Gebiet neben rund 20.000 Syrern auch etwa 20.000 jüdische Einwohner.
Scheba-Farmen
DPA

Das 30 Quadratkilometer kleine Gebiet an der Grenze von Syrien, Libanon und Israel ist seit langem umstritten. Die Vereinten Nationen und die USA sind der Ansicht, dass das Territorium als Teil der Golanhöhen zu Syrien gehört. Der Libanon und Syrien haben ihre Ansprüche bislang nicht eindeutig formuliert und wollen den Grenzdisput nach einem israelischen Rückzug klären.
Wasser
REUTERS

Schon vor 20 Jahren wurde vor einem drohenden Nahost-Krieg um Wasserquellen gewarnt. Wegen des Bevölkerungswachstums und der oft rücksichtslosen Ausbeutung der Ressourcen werden die Süßwasservorräte immer knapper. Amnesty International wirft Israel vor, Palästinenser bei der Nutzung der gemeinsamen Ressourcen zu benachteiligen, was die Regierung zurückweist. Die Kontrolle des von Israel genutzten Wassers ist auch ein Streitpunkt im Ringen um die künftige israelisch-syrische Grenze auf den Golanhöhen.

Artikel

News verfolgen

Lassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
Twitter RSS
alles zum Thema Gaza-Streifen
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2014 Alle Rechte vorbehalten