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22.11.2012
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Thanksgiving-Tradition

Obama begnadigt Cobbler und Gobbler

Gnade fürs Geflügel: Der Tradition folgend hat Barack Obama zum Thanksgiving-Fest zwei Truthähne vor Schlachterbeil und Bratröhre bewahrt. Die Vögel hätten eine zweite Chance verdient, befand der US-Präsident.

Washington - Es ist eine der schöneren Amtshandlungen des US-Präsidenten: Am Vorabend des Thanksgiving-Fests hat Barack Obama am Mittwoch zwei Truthähne begnadigt. "Cobbler" (übersetzt: Schuhmacher) und "Gobbler" (Truthahn) erhielten das präsidiale Pardon im Rosengarten des Weißen Hauses. "Zweite Chancen gehören zum Leben dazu", sagte ein sichtlich vergnügter Obama an der Seite seiner Töchter Sasha, 11, und Malia, 14.

Gemäß der Tradition bleibt den rund 20 Kilogramm schweren Federtieren das Schlachterbeil erspart. Die beiden 19 Wochen alten, drallen Vögel landen nicht auf dem Teller, sondern auf dem Landsitz des ersten US-Präsidenten, George Washington, in Mount Vernon (Virginia). Dort dürfen sie ihren Lebensabend verbringen. "Cobbler" wird das in Ehren tun. Die Amerikaner wählten ihn - erstmals per Abstimmung über die Facebook-Seite des Weißen Hauses - zum Nationalen Thanksgiving-Truthahn 2012. Die Menschen hätten entschieden, dass es für die Truthähne "vorwärts" gehen solle, sagte Obama in Anspielung auf seinen Wahlkampfslogan "Forward".

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Thanksgiving: Präsidiale Gnade fürs Geflügel
Das Truthahn-Essen ist für die Amerikaner der Höhepunkt ihres Dankfestes. 45 Millionen Gobbler landen am Thanksgiving-Tag in Amerikas Bratröhren. John F. Kennedy war der erste Präsident, der 1963 einen Truthahn begnadigte. Vor mehr als 20 Jahren führte der damalige Präsident George H. W. Bush die jährliche Zeremonie ein.

phw/dpa/dapd

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