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26.11.2012
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Krieg in Syrien

Viele Kinder sterben bei Luftangriff des Militärs

Syrische Regierungsstreitkräfte haben ein Dorf in der Nähe von Damaskus unter schweren Beschuss genommen. Nach Angaben der Opposition wurden bei dem Angriff mindestens zehn Kinder getötet.

Beirut - Der Angriff erfolgte aus der Luft: Das Militär von Syriens Machthaber Baschar al-Assad hat beim Beschuss eines Dorfes nahe der Hauptstadt Damaskus mindestens zehn Kinder getötet - dies berichteten Vertreter der Opposition.

Auf Amateurvideos waren zwei tote Mädchen zu sehen, die auf der Straße lagen. Mehrere Kinder seien bei dem Angriff zudem verwundet worden, hieß es.

Das Dorf Deir al-Asafir liegt in der Nähe einiger Vororte von Damaskus, in denen es in den vergangenen Monaten zu Auseinandersetzungen zwischen Aufständischen und Regierungstruppen kam.

Syrische Rebellen eroberten am Sonntag einen Militärstützpunkt der Regierungstruppen nahe Damaskus. Bei den Kämpfen seien mindestens 15 Rebellen und acht Regierungssoldaten getötet worden, sagte Rami Abdel Rahman, der Leiter der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Rebellen zerstörten demnach auf dem Stützpunkt Mardsch al-Sultan zwei Hubschrauber und erbeuteten einen Panzer. Anschließend zogen sie sich wieder zurück.

Die Aufständischen nahmen nach eigenen Angaben am Sonntag auch ein Trainingslager der palästinensischen Organisation Generalkommando der Volksfront für die Befreiung Palästinas ein. In dem Lager wurden seit 30 Jahren Kämpfer für Aktionen gegen Israel ausgebildet. Das Generalkommando unterstützt das Regime von Präsident Baschar al-Assad.

Der Krieg in Syrien, wo Aufständische für den Sturz der Regierung von Präsident Assad kämpfen, hat seit März 2011 nach Schätzungen von Aktivisten mehr als 40.000 Menschen das Leben gekostet.

hen/dapd

Forum

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insgesamt 35 Beiträge
1. Ach so!
hxk 26.11.2012
Richtig, da ist ja auch noch Krieg und er fordert pro Tag mehr Opfer als andere in einer Woche. Sonderbar, dass es so lange keine Nachrichten davon gab.
Zitat von sysopSyrische Regierungsstreitkräfte haben ein Dorf in der Nähe von Damaskus unter schweren Beschuss genommen. Nach Angaben der Opposition wurden bei dem Angriff mindestens acht Kinder getötet. Syrien: Viele Kinder sterben bei Luftangriff des Militärs - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-viele-kinder-sterben-bei-luftangriff-des-militaers-a-869254.html)
Richtig, da ist ja auch noch Krieg und er fordert pro Tag mehr Opfer als andere in einer Woche. Sonderbar, dass es so lange keine Nachrichten davon gab.
2. Wo bleibt der Inhalt
Freedem Fighters 26.11.2012
Geht es dem Spiegel auch schon so schlecht, das es seine Informationen bei Youtube bezieht? Wir wissen doch alle ,wie diese Videos produziert werden , was damit auch den Wahrheitsgehalt betrifft. Der NDR hat da besser [...]
Zitat von sysop;11427962Auf Amateurvideos waren zwei tote Mädchen zu sehen, die auf der Straße lagen. Mehrere Kinder seien bei dem Angriff zudem verwundet worden, hieß es. [url=http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-viele-kinder-sterben-bei-luftangriff-des-militaers-a-869254.htmlSyrien: Viele Kinder sterben bei Luftangriff des Militärs - SPIEGEL ONLINE[/url]
Geht es dem Spiegel auch schon so schlecht, das es seine Informationen bei Youtube bezieht? Wir wissen doch alle ,wie diese Videos produziert werden , was damit auch den Wahrheitsgehalt betrifft. Der NDR hat da besser recherchiert. Ich erwarte vom Spiegel ,das er mal sachliche Informationen über diesen Konflikt bringt. Warum gibt es keinen Artikel , der sich mit dem neu gegründeten Rebellenrat befasst und dessen gewählten Vorsitzenden Sheikh Ahmad Moaz Al-Khatib? Dann wüsste man , wer dort seine schmutzige Politik betreibt. Hier kann man nachlesen wer dieser Mann ist The many faces of Sheikh Ahmad Moaz Al-Khatib | A lobbyist for Shell at the head of the Syrian National Coalition (http://www.voltairenet.org/a176707)
3. Höchste Zeit für Realpolitik
g.raymond 26.11.2012
Angesichts der Tatsache, dass Assads Regime das Militär kontrolliert und immer noch einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung hinter sich weiss, ist es ein Verbrechen auf Teufel komm raus den Sturz Assads zu betreiben, weil dieser [...]
Angesichts der Tatsache, dass Assads Regime das Militär kontrolliert und immer noch einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung hinter sich weiss, ist es ein Verbrechen auf Teufel komm raus den Sturz Assads zu betreiben, weil dieser offensichtlich nur mit entsetzlichem Blutvergiessen und totaler Zerstörung zu erreichen wäre. Auch Revolutionäre sollten intelligent und realpolitisch sein, nicht nur aus Idealismus, Verzweiflung, religiösem Wahn und Machotum handeln. Aber der Westen spielt ein übles Spiel, indem er, wie man an der Rede vom englischen Aussenminister Hague zu der neuen Oppostion erkennen kann (BBC), ein idealistisches, scheinhumanitäres Gegenbild eines anderen Syriens zu verkaufen sucht, das ohne vorherige Zerstörung des jetzigen keine reale Chance hat. Realpolitiker müssen her, die eine Kompromisslösung herbeiführen.
4. Höchste Zeit für eine friedliche Lösung !
topodoro 26.11.2012
Nun ist ja wohl auch dem Letzten klar, dass man gegen die Mehrheit der syrischen Bevölkerung keinen gewaltsamen Umsturz inzenieren kann. Es wird höchste Zeit, dass sich die deutschen Politiker für eine friedliche Lösung [...]
Zitat von g.raymondAngesichts der Tatsache, dass Assads Regime das Militär kontrolliert und immer noch einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung hinter sich weiss, ist es ein Verbrechen auf Teufel komm raus den Sturz Assads zu betreiben, weil dieser offensichtlich nur mit entsetzlichem Blutvergiessen und totaler Zerstörung zu erreichen wäre. Auch Revolutionäre sollten intelligent und realpolitisch sein, nicht nur aus Idealismus, Verzweiflung, religiösem Wahn und Machotum handeln. Aber der Westen spielt ein übles Spiel, indem er, wie man an der Rede vom englischen Aussenminister Hague zu der neuen Oppostion erkennen kann (BBC), ein idealistisches, scheinhumanitäres Gegenbild eines anderen Syriens zu verkaufen sucht, das ohne vorherige Zerstörung des jetzigen keine reale Chance hat. Realpolitiker müssen her, die eine Kompromisslösung herbeiführen.
Nun ist ja wohl auch dem Letzten klar, dass man gegen die Mehrheit der syrischen Bevölkerung keinen gewaltsamen Umsturz inzenieren kann. Es wird höchste Zeit, dass sich die deutschen Politiker für eine friedliche Lösung einsetzen. Wir Deutsche haben doch erlebt, wie die KSZE, mit ihren vertrauensbildenden Maßnahmen und die friedlichen Proteste der Montagsdemonstrationen zuerst den Ost-West Konflikt auflösten und dann die deutsche Teilung friedlich (sic!) überwanden. Eine Art KSZE für den Nahen Osten, also eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen Osten, könnte in Deutschland stattfinden, an der alle Beteiligten teilnehmen könnten. Wenn eine Partei am Anfang nicht teilnehmen will, mag sie ja später dazu kommen. Wer jetzt noch die "Aktivisten" mit Waffen und Geld bei ihren Gewalt-Taten unterstützt, Übernimmt auch Verantwortung für Leid und den Tötungen. Die Türkei könnte z.B. sofort ihre Grenzen für bewaffnete "Aktivisten" schliessen. Dann wäre innerhalb einer Woche Frieden ! Dann würde sich auch in Deutschland zeigen, wer da Frieden will, oder wer da andere Interessen hat.
5. Wahre Hintergründe
g.raymond 26.11.2012
Ein sehr guter Hinweis auf einen wichtigen Hintergrund. Dieser Artikel sollte Pflichtlektüre für Journalisten und Politiker sein. Mal sehen, ob etwas davon in den nationalen Diskurs über Syrien Eingang findet.
Zitat von Freedem FightersWarum gibt es keinen Artikel , der sich mit dem neu gegründeten Rebellenrat befasst und dessen gewählten Vorsitzenden Sheikh Ahmad Moaz Al-Khatib? Dann wüsste man , wer dort seine schmutzige Politik betreibt. Hier kann man nachlesen wer dieser Mann ist The many faces of Sheikh Ahmad Moaz Al-Khatib | A lobbyist for Shell at the head of the Syrian National Coalition (http://www.voltairenet.org/a176707)
Ein sehr guter Hinweis auf einen wichtigen Hintergrund. Dieser Artikel sollte Pflichtlektüre für Journalisten und Politiker sein. Mal sehen, ob etwas davon in den nationalen Diskurs über Syrien Eingang findet.

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