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28.11.2012
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Krieg in Syrien

Mehr als 60 Tote bei Anschlägen in Damaskus

Blutbad in einem Christenviertel von Damaskus: Bis zu 60 Menschen wurden nach Augenzeugenberichten am Morgen bei Anschlägen getötet. Die Sprengsätze waren nach Angaben von Gegnern des syrischen Regimes in Autos versteckt.

Damaskus - Ob es zwei Anschläge waren oder sogar vier Detonationen, ist unklar. Bei Terroranschlägen auf einen vorwiegend von Christen und Drusen bewohnten Stadtteil in Damaskus sind am Mittwoch nach Augenzeugenberichten bis zu 60 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 40 Menschen seien verletzt worden, sagten Anwohner.

Die Sprengsätze explodierten demnach am Morgen kurz hintereinander im Viertel Dscharamana im Osten von Damaskus. Zwei der Bomben waren in Autos versteckt. Die staatlichen Medien sprachen von 34 identifizierten Todesopfern. Außerdem seien die sterblichen Überreste von etwa zehn weiteren Menschen gefunden worden, die bislang nicht hätten zugeordnet werden können, meldete die Nachrichtenagentur Sana.

Zu den Anschlägen hat sich bislang noch niemand bekannt. In dem Stadtteil waren in den vergangenen Monaten mehrfach Bomben explodiert.

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Syrien: Anschläge in Damaskus
Im syrischen Bürgerkrieg versucht die sunnitisch geprägte Opposition Präsident Baschar al-Assad zu stürzen, der zu den Alaviten gehört. Die Aufständischen haben dabei wiederholt auch andere religiöse Minderheiten ins Visier genommen, denen sie Unterstützung der Assad-Regierung vorwerfen. Rebellen und Regierungstruppen kämpfen in Damaskus in mehreren Stadtteilen um die Vorherrschaft.

Mit überwältigender Mehrheit billigte derweil das Menschenrechtskomitee der Uno-Generalversammlung eine Resolution gegen Syrien. In der Entschließung werden die syrischen Behörden und die regierungsnahen Milizen wegen "schwerer Verstöße gegen die Menschenrechte und die Grundfreiheiten" scharf verurteilt und zur sofortigen Freilassung aller Häftlinge aufgerufen. Außerdem fordert die Resolution eine umgehende unabhängige internationale Untersuchung der Gewalt.

Das Komitee stimmte der Vorlage mit 130 zu zwölf Stimmen zu, es gab 35 Enthaltungen. Die Nein-Stimmen kamen unter anderem von Russland, China und Iran. Es gilt als nahezu sicher, dass die Resolution bei einer Abstimmung im Dezember von den Vereinten Nationen angenommen wird.

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insgesamt 18 Beiträge
1.
thinkrice 28.11.2012
Unsere friedliebenden Demokratoren! Im Artikel auf der Startseite wird noch die Etablierung eines Luftabwehrbatallions gefeiert und hier zeigt sich welches wahre Gesicht unsere geliebten Freiheitskämpfer tragen. Nachdem [...]
Zitat von sysopBlutbad in einem Christenviertel von Damaskus: Bis zu 60 Menschen wurden nach Augenzeugenberichten am Morgen bei Anschlägen getötet. Die Sprengsätze waren nach Angaben von Gegnern des syrischen Regimes in Autos versteckt. Syrien: Mehr als 60 Tote bei Anschlägen in Damaskus - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-mehr-als-60-tote-bei-anschlaegen-in-damaskus-a-869756.html)
Unsere friedliebenden Demokratoren! Im Artikel auf der Startseite wird noch die Etablierung eines Luftabwehrbatallions gefeiert und hier zeigt sich welches wahre Gesicht unsere geliebten Freiheitskämpfer tragen. Nachdem nahezu alle Christen aus dem Irak vertrieben wurden und viele von ihnen in Syrien Zuflucht gefunden haben, werden wir es auch garantiert hier schaffen das friedliche Zusammenleben der Konfessionen zu sabotieren und einem Genozid Vorschub zu leisten. Es ist in unserer Gesellschaft mittlerweile chic das Christentum zu verabscheuen und über die römisch-katholische Kirche herzuziehen. Die krankhaften Auswüchse des perversen Islams hingegen werden vom rot-grünen heuchlerischen Zeitgeist meist positiv bewertet und sollte jemand auf die mittelalterlichen Wertevorstellungen des Islams hinweisen wird er an die Vergangenheit Deutschlands erinnert oder als Rassist gebrandmarkt. Schöne neue Welt. Selbstverleugnung bis zum eigenen Untergang!
2. Wer profitiert davon?
dr-acula 28.11.2012
Wer profitiert am meisten wenn sich die Minderheiten vor den Rebellen fürchten und ihnen die Unterstützung verweigern. Bisher wurde noch kein einziger Beweis geliefert das die Rebellen die Bomben gelegt haben und nicht Assad! Die [...]
Wer profitiert am meisten wenn sich die Minderheiten vor den Rebellen fürchten und ihnen die Unterstützung verweigern. Bisher wurde noch kein einziger Beweis geliefert das die Rebellen die Bomben gelegt haben und nicht Assad! Die Vorteil aus den Bomben zieht jedenfalls das Assad-Regime!
3.
sagichned 28.11.2012
Schwarzgelb ist also auch rotgrün ja?
Zitat von thinkrice...vom rot-grünen heuchlerischen Zeitgeist meist positiv bewertet...
Schwarzgelb ist also auch rotgrün ja?
4.
Rodri 28.11.2012
Die gleichen Leute, die gleichen feigen Anschläge. die gleichen Ziele - nur im Irak werden die Terroristen gejagd, in Syrien werden sie vom Ausland gefeiert....
Die gleichen Leute, die gleichen feigen Anschläge. die gleichen Ziele - nur im Irak werden die Terroristen gejagd, in Syrien werden sie vom Ausland gefeiert....
5. Terror bleibt Terror! Auch wenn von der "Rebellenseite" ausgeht!
Blaufrosch 28.11.2012
"waren nach Angaben von Gegnern des syrischen Regimes in Autos versteckt".... aha und woher wissen die das denn? Da sieht man also mal wieder wie TERROR mit zweierlei Maß gemessen wird... woanders wäre das als [...]
Zitat von sysopBlutbad in einem Christenviertel von Damaskus: Bis zu 60 Menschen wurden nach Augenzeugenberichten am Morgen bei Anschlägen getötet. Die Sprengsätze waren nach Angaben von Gegnern des syrischen Regimes in Autos versteckt. Syrien: Mehr als 60 Tote bei Anschlägen in Damaskus - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-mehr-als-60-tote-bei-anschlaegen-in-damaskus-a-869756.html)
"waren nach Angaben von Gegnern des syrischen Regimes in Autos versteckt".... aha und woher wissen die das denn? Da sieht man also mal wieder wie TERROR mit zweierlei Maß gemessen wird... woanders wäre das als "Terroranschläge von Terroristen verübt" deklariert worden... hier tut man nun ahnnungslos und zitiert noch die wahrscheinlich Verantwortlichen als Nachrichtenquelle. Wenn Assad als Diktator fällt und danach so eine Mursi-Ausgabe folgt, dann kommen wir vom diktatorischen Regen in die fundamentalistisch-islamische Traufe! Vielen Dank, da behalten wir lieber Assad, der ist einfacher zu berechnen... wie man in Ägypten sieht, flippen die Muslimbrüder gleich aus.

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