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31.12.2012
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Neue Komplikationen

Chávez Gesundheitszustand "heikel"

AFP

Porträt des Präsidenten bei einer Andachtsmesse: Chávez geht es wieder schlechter

Der Zustand von Venezuelas Staatschef Hugo Chávez hat sich erneut verschlechtert. Nach einer OP wegen einer Krebserkrankung erlitt der Präsident eine Atemwegsinfektion. Diese zieht nun offenbar Komplikationen nach sich. Sein Zustand sei heikel, sagte Vizepräsident Maduro.

Caracas - Es ist ein schwerer Rückschlag für den kranken venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez: Als Folge einer Atemwegsinfektion seien bei dem Staatschef nach seiner Krebsoperation "neue Komplikationen" aufgetreten, erklärte Vizepräsident Nicolas Maduro am Sonntagabend (Ortszeit) in einer Fernsehansprache aus Kuba. Chávez' Zustand sei heikel, die Behandlung sei nicht ohne Risiken, sagte sein Stellvertreter.

Weitere Einzelheiten nannte Maduro nicht. Er war am Samstag unerwartet nach Havanna aufgebrochen, um den 58 Jahre alten Chávez zu besuchen, der in der kubanischen Hauptstadt behandelt wird. Vor seinem Abflug hatte der Vizepräsident erklärt, Energieminister Hector Navarro führe in der Zwischenzeit die Regierungsgeschäfte.

"Vor ein paar Minuten waren wir mit dem Präsidenten zusammen", sagte Maduro in seiner TV-Ansprache. Neben ihm saßen Chávez' älteste Tochter Rosa, Schwiegersohn Jorge Arreaza sowie Generalstaatsanwältin Cilia Flores. Chávez sei von selbst auf seine Komplikationen zu sprechen gekommen und habe angeordnet, das venezolanische Volk über seinen derzeitigen Gesundheitszustand zu informieren. Der Präsident werde noch "für die kommenden Stunden" in Havanna bleiben. Wie lange sein Aufenthalt in Kuba genau dauern wird, sagte Maduro allerdings nicht.

"Die Lage ist ernst"

Experten gehen davon aus, dass es nicht gut um die Gesundheit des Staatschefs steht. "Zweimal in einer landesweit ausgestrahlten Rede zu erwähnen, dass es neue Komplikationen gegeben hat, verstärkt nur den Eindruck, dass die Lage ernst ist", sagte David Smilde vom US-Politikinstitut Washington Office on Latin America.

Der erst kürzlich wiedergewählte Chávez hatte sich am 11. Dezember in Kuba seiner vierten Krebsoperation seit Juni 2011 unterziehen müssen. Um welche Krebsart es sich handelt, wurde nicht bekannt. Wenige Tage nach dem Eingriff erlitt er bei einer Untersuchung Blutungen, von denen er sich jedoch mittlerweile weitgehend erholt haben soll.

So hatte Maduro noch am vergangenen Montag erklärt, dass Chávez wieder laufen könne und Reha-Übungen mache. Seit seiner letzten Operation hat sich der venezolanische Staatschef aber nicht in der Öffentlichkeit gezeigt. Seine jüngsten Komplikationen dürften die Spekulationen befeuern, ob der im Oktober als Präsident wiedergewählte Chávez zu seiner geplanten Amtseinführung am 10. Januar wieder fit sein wird.

cib/dapd

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insgesamt 38 Beiträge
1. ...
Mathesar 31.12.2012
...nun, besser für das Volk ist sicherlich, wenn er sich ganz seiner Gesundheit widmet und die Präsidentschaft sein lässt...
Zitat von sysopAFPDer Zustand von Venezuelas Staatschef Hugo Chávez hat sich erneut verschlechtert. Nach einer OP wegen einer Krebserkrankung erlitt der Präsident eine Atemwegsinfektion. Diese zieht nun offenbar Komplikationen nach sich. Sein Zustand sei heikel, sagte Vizepräsident Maduro. http://www.spiegel.de/politik/ausland/hugo-chavez-gesundheitszustand-nach-komplikationen-heikel-a-875207.html
...nun, besser für das Volk ist sicherlich, wenn er sich ganz seiner Gesundheit widmet und die Präsidentschaft sein lässt...
2. Alles Quatsch
seoul 31.12.2012
Das Chavez Regime hält das Volk für blöd. Ähnlich den Kommunisten meinen die Dunstkreis Politiker , das Volk vertrage die Wahrheit nicht. Aber das.Volk ist viel schlauer und erkennt die Dummheiten dieser Menschen sehr [...]
Das Chavez Regime hält das Volk für blöd. Ähnlich den Kommunisten meinen die Dunstkreis Politiker , das Volk vertrage die Wahrheit nicht. Aber das.Volk ist viel schlauer und erkennt die Dummheiten dieser Menschen sehr deutlich. China, Russland , Iran , Cuba etc. Erlauben sich noch immer, sein Volk für doof zu erklären. Deshalb funktioniert der Sozialismus auch nie.
3. naja
Afrojüdischer_Sozi-Sinti 31.12.2012
Der Kapitalismus fällt vielerorts auch nicht positiv dadurch auf, das Volk in wirtschaftliche und politische Entscheidungsprozesse einzubinden. Es ist nur eine Frage der Zeit bis man in China, Iran, Cuba, etc. bemerkt hat das [...]
Zitat von seoulDas Chavez Regime hält das Volk für blöd. Ähnlich den Kommunisten meinen die Dunstkreis Politiker , das Volk vertrage die Wahrheit nicht. Aber das.Volk ist viel schlauer und erkennt die Dummheiten dieser Menschen sehr deutlich. China, Russland , Iran , Cuba etc. Erlauben sich noch immer, sein Volk für doof zu erklären. Deshalb funktioniert der Sozialismus auch nie.
Der Kapitalismus fällt vielerorts auch nicht positiv dadurch auf, das Volk in wirtschaftliche und politische Entscheidungsprozesse einzubinden. Es ist nur eine Frage der Zeit bis man in China, Iran, Cuba, etc. bemerkt hat das ein roboterartiger Haufen von Fachidioten der nur mit sich selbst beschäftigt ist, auf dauer leichter zu beherrschen und auszubeuten ist als ein Volk das so offensichtlich an der kurzen Leine gehalten wird. Übrigens funktionieren die "Sozialismen" in denen von ihnen genannten Ländern, trotz des internationalen Drucks, schon viel zu lange. Gut, der Kapitalismus "funktioniert" auch. Aber wenn das schlaue Volk bei den unbestreitbar immer wiederkehrenden Verteilungsproblemen dieses Systems jedes mal vor lauter Frust mit Heil in den Krieg zieht oder getrieben wird erscheint mir das ganze auch nicht sonderlich Zukunftsfähig oder? Aber es soll ja Leute geben für die nur der Name des Systems oder die Farbe der Fahne in deren Namen das Volk verarscht wird ausschlaggebend ist. Hoffnungslose Fälle.
4. an seoul
reggen 31.12.2012
dass Chavez zum wiederholten Mal an der Urne vom venezolanischen Volk gewählt wurde, und somit - nach westl. Demokratieverständnis - einer der bestlegitimiertesten bestlegitimiertesten Präsidenten ist, ist das auch Quatsch. [...]
dass Chavez zum wiederholten Mal an der Urne vom venezolanischen Volk gewählt wurde, und somit - nach westl. Demokratieverständnis - einer der bestlegitimiertesten bestlegitimiertesten Präsidenten ist, ist das auch Quatsch. das Volk ist offenbar so schlau, um den Unterschied von Chavez zu den früheren Abzocker-Präsidenten zu erkennen, die sich mit dem Erdöl nur persönlich bereichert hatten. Nja, immerhin hatten diese auch noch den Erdöl Multis wie Exxon und BP einige Milliarden überlassen. Aber wie du sagst, das Volk ist nicht dumm - früher höchstens wehrlos gegen die Gewalt diverser Regimes - und hat deshalb Chaves gewählt. Warst du schon mal in Venezuela? Geh mal selbst hin.
5. Na
dondon71 31.12.2012
...wenn da mal nicht die Amis nachgeholfen haben...:-)
Zitat von sysopAFPDer Zustand von Venezuelas Staatschef Hugo Chávez hat sich erneut verschlechtert. Nach einer OP wegen einer Krebserkrankung erlitt der Präsident eine Atemwegsinfektion. Diese zieht nun offenbar Komplikationen nach sich. Sein Zustand sei heikel, sagte Vizepräsident Maduro. http://www.spiegel.de/politik/ausland/hugo-chavez-gesundheitszustand-nach-komplikationen-heikel-a-875207.html
...wenn da mal nicht die Amis nachgeholfen haben...:-)

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