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18.01.2013
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Islamistischer Terror

Mali-Flüchtlinge berichten von grausamen Verbrechen

AP

Flüchtlinge in Zentralmali: Brutale Übergriffe der Extremisten

Willkürliche Hinrichtungen, Vergewaltigungen, Abtrennen von Gliedmaßen - die Schilderungen aus dem von Islamisten besetzten Norden Malis sind erschreckend. Die Uno rechnet mit bis zu 700.000 Flüchtlingen in den nächsten Wochen und Monaten.

Genf/Bamako - Es sind furchtbare Erlebnisse, die Flüchtlinge aus Mali erzählen. Sie fliehen nicht nur vor den Gefechten zwischen den von Frankreich unterstützen Regierungstruppen und Islamisten, sondern auch aus Angst vor den brutalen Übergriffen der Extremisten im Norden von Mali.

Melissa Fleming, die Sprecherin des Uno-Flüchtlingshilfswerks, berichtet, dass Zeugen willkürliche Hinrichtungen der Islamisten schilderten. Außerdem hätten die selbsternannten Gotteskrieger zur Bestrafung Gliedmaßen von Flüchtlingen abgetrennt. Ihre Taten hätten sie mit der Scharia, der islamischen Rechtsprechung, begründet. Zudem werde den Menschen Geld angeboten, wenn sie an der Seite der Islamisten kämpfen, auch Kinder sollen mittlerweile unter den Aufständischen sein.

Fleming sagte, die Schilderungen stammten von Flüchtlingen, die in den vergangenen Tagen nach Burkina Faso gekommen seien. Insgesamt sollen es 265 Malier sein.

Schüler als "menschliche Schutzschilde" missbraucht

Angesichts der grausamen Verbrechen an der Zivilbevölkerung und der andauernden Kämpfe rechnet die Uno mit einem großen Flüchtlingsstrom. Mehr als 700.000 Menschen könnten sich in nächster Zeit zur Flucht innerhalb Malis sowie über die Grenzen in benachbarte Länder gezwungen sehen, schätzt das Flüchtlingshilfswerk. Damit würde die Gesamtzahl der seit Beginn des Konflikts im Frühjahr 2012 geflohenen Malier innerhalb und außerhalb des Landes auf mehr als eine Million ansteigen.

Zahlreiche Vorwürfe gegen die Islamisten werden auch in einem Bericht des Uno-Menschenrechtsrats zur Lage in Mali dokumentiert. Die Extremisten sollen im vergangenen Jahr zahlreiche Schüler als "menschliche Schutzschilde" vor Angriffen der Armee missbraucht haben. Zudem hätten sie in einem Fall 94 von 153 bereits entwaffneten Soldaten umgebracht. Die Armee habe ihrerseits aus Rache gefangene Tuareg-Rebellen willkürlich getötet.

Vergewaltigungen als Einschüchterung

Viele Frauen seien im Norden Malis Opfer von Vergewaltigungen geworden, heißt es in dem Expertenbericht weiter, der auch der Uno-Vollversammlung in New York übergeben wurde. Vergewaltigten oder sexuell belästigten Frauen sei teils vorgeworfen worden, sie hätten ihre Körper nicht ausreichend verhüllt oder es gewagt, Motorrad zu fahren. Vergewaltigungen vor den Augen von Familienmitgliedern seien oft bei Angehörige bestimmter ethnischer Gruppen begangen worden - gezielt als Mittel zur Einschüchterung.

Außerdem seien Mädchen von erst zwölf Jahren mit islamistischen Kämpfern zwangsverheiratet worden, so der Report des Uno-Menschenrechtsrats. Alle dort dokumentierten Fälle beziehen sich auf das zurückliegende Jahr.

Die Uno arbeitet derzeit intensiv daran, seine Nothilfe-Kapazitäten in Algerien, Guinea, Mauretanien, Burkina Faso, Niger und Togo auszubauen. Uno-Flüchtlingskommissar António Guterres hatte Europa am Donnerstag aufgerufen, die Unterstützung der Nachbarländer Malis bei der Versorgung von Flüchtlingen zu verstärken.

Malis Soldaten erobern Konna zurück

Regierungsverbände eroberten mit massiver französischer Unterstützung am Freitag die strategisch wie symbolisch wichtige Stadt Konna in der Landesmitte zurück. Die Erstürmung Konnas durch Islamisten hatte vergangene Woche die Furcht vor einer Eroberung ganz Malis durch die Dschihadisten ausgelöst und Frankreich bewogen, militärisch einzugreifen.

"Wir haben Konna völlig unter Kontrolle, nachdem wir dem Feind schwere Verluste zugefügt haben", erklärten Malis Streitkräfte. In den Reisfeldern im Umland der Stadt wurde aber offenbar weiter gekämpft. Unabhängige Berichte von vor Ort gab es nicht. Die teilweise mit Waffen aus geplünderten libyschen Beständen ausgerüsteten Islamisten zeigten sich bislang besser gewappnet als erwartet. Französische nicht genannte Diplomaten gaben zu, dass sie die Extremisten unterschätzt hätten.

Die Bundeswehr brachte zwei Transall-Maschinen auf den Weg, um afrikanische Truppen nach Mali fliegen zu können. Die Maschinen sollen an diesem Samstag in Bamako Sanitätsmaterial entladen und danach nach Senegal weiterfliegen. Kampftruppen stellt Deutschland nicht. Allerdings musste die Bundeswehr eine der Maschinen austauschen, da sie wegen Technikproblemen nicht starten konnte.

heb/dpa/AP/Reuters

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insgesamt 64 Beiträge
1. Dies ist die
somasemapsyches 18.01.2013
widerlichste Art von Gotteslästerung. Hier wird die Religion übelst missbraucht. Man sollte auch hier dem scheinbar fundemental religiösen Mob die Stirn bieten und sie wie das behandeln, was sie sind: Chaoten, [...]
Zitat von sysopWillkürliche Hinrichtungen, Vergewaltigungen, Abtrennen von Gliedmaßen - die Schilderungen aus dem von Islamisten besetzten Norden Malis sind erschreckend. Die Uno rechnet mit bis zu 700.000 Flüchtlingen in den nächsten Wochen und Monaten. Mali: Uno prangert grausame Verbrechen der Islamisten an - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/mali-uno-prangert-grausame-verbrechen-der-islamisten-an-a-878394.html)
widerlichste Art von Gotteslästerung. Hier wird die Religion übelst missbraucht. Man sollte auch hier dem scheinbar fundemental religiösen Mob die Stirn bieten und sie wie das behandeln, was sie sind: Chaoten, Menschenfeinde, Terroristen. Sie als Gläubige zu bezeichnen ist eine Verhöhnung jeglicher Religion. Würden wir Mörder mit dem Kreuz auf der Stirn als Christen, als streng Gläubige bezeichnen??
2.
ewspapst 18.01.2013
Das kann doch gar nicht sein, es sind doch die gleichen Kämpfer für Recht und Freiheit, die sich schon in Lybien und Syrien so hervorragend für die Menschen dort eingesetzt haben, wie man uns immer wieder sagte. Jetzt habe [...]
Zitat von sysopWillkürliche Hinrichtungen, Vergewaltigungen, Abtrennen von Gliedmaßen - die Schilderungen aus dem von Islamisten besetzten Norden Malis sind erschreckend. Die Uno rechnet mit bis zu 700.000 Flüchtlingen in den nächsten Wochen und Monaten. Mali: Uno prangert grausame Verbrechen der Islamisten an - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/mali-uno-prangert-grausame-verbrechen-der-islamisten-an-a-878394.html)
Das kann doch gar nicht sein, es sind doch die gleichen Kämpfer für Recht und Freiheit, die sich schon in Lybien und Syrien so hervorragend für die Menschen dort eingesetzt haben, wie man uns immer wieder sagte. Jetzt habe ich den schrecklichen Verdacht, das alles gar nicht zutreffend war und wir die ganze Zeit belogen wurden, geht Ihnen das das auch so?
3. Welches Jahr schreiben wir?
britneyspierss 18.01.2013
Beim Lesen dieses Artikels überkommt mich das Gefühl in einer Zeitmaschine zu sitzen und das Jahr 1468 in der Wüste Sahara mitzuerleben wo Menschen anderen Menschen diese Grausamkeiten zufuegen und glauben im Recht zu sein.Ach ja [...]
Beim Lesen dieses Artikels überkommt mich das Gefühl in einer Zeitmaschine zu sitzen und das Jahr 1468 in der Wüste Sahara mitzuerleben wo Menschen anderen Menschen diese Grausamkeiten zufuegen und glauben im Recht zu sein.Ach ja sorry,richtig es handelt sich bei der Scharia um die Rechtsprechung der Religion der Barmherzigkeit und Friedens wie wir von Islamgelehrten ja bekanntlich wissen.
4. Ich...
virtuose79 18.01.2013
...hoffe, die Franzosen bleiben nicht allein mit ihrer Aktion, ein paar akrikanische Anrainerstaaten Mali`s werden ja kommende Woche ihre Truppenteile zur Verfügung stellen und hoffentlich schliessen sich andere Staaten an. [...]
Zitat von sysopWillkürliche Hinrichtungen, Vergewaltigungen, Abtrennen von Gliedmaßen - die Schilderungen aus dem von Islamisten besetzten Norden Malis sind erschreckend. Die Uno rechnet mit bis zu 700.000 Flüchtlingen in den nächsten Wochen und Monaten. Mali: Uno prangert grausame Verbrechen der Islamisten an - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/mali-uno-prangert-grausame-verbrechen-der-islamisten-an-a-878394.html)
...hoffe, die Franzosen bleiben nicht allein mit ihrer Aktion, ein paar akrikanische Anrainerstaaten Mali`s werden ja kommende Woche ihre Truppenteile zur Verfügung stellen und hoffentlich schliessen sich andere Staaten an. Die Welt sollte aus Darfur gelernt haben und hier sind es ja nichtmal die muslimischen Touareg (also Malier), die das Land zu überrennen versuchen...
5. Mittelalter
nervmann 18.01.2013
Irgend wie erinnert mich das an das 14.-16. Jahrhundert in Mitteleuropa. Da waren sie auch losgezogen, um fleischmordend das Wort Gottes zu verkünden anstatt das "Fleisch gewordene Wort Gottes". Altersmäßig scheint [...]
Zitat von sysopWillkürliche Hinrichtungen, Vergewaltigungen, Abtrennen von Gliedmaßen - die Schilderungen aus dem von Islamisten besetzten Norden Malis sind erschreckend. Die Uno rechnet mit bis zu 700.000 Flüchtlingen in den nächsten Wochen und Monaten. Mali: Uno prangert grausame Verbrechen der Islamisten an - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/mali-uno-prangert-grausame-verbrechen-der-islamisten-an-a-878394.html)
Irgend wie erinnert mich das an das 14.-16. Jahrhundert in Mitteleuropa. Da waren sie auch losgezogen, um fleischmordend das Wort Gottes zu verkünden anstatt das "Fleisch gewordene Wort Gottes". Altersmäßig scheint der Islam gerade in einer vergleichbaren Zeit zu sein; verbunden mit sozialen Problemen in diesen Regionen; alles wie damals zu Luthers Zeiten. In den 20er-30er Jahren war es in DE nicht unähnlich, als sie mit dem Morden anfingen. Auch da ging es um krause Ideologien........ Da wird einem nicht fröhlich bei den Aussichten.

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