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18.01.2013
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Geiselnahme in Algerien

Entführer wollen Islamisten aus US-Haft freipressen

AP

Inhaftierter Islamistenführer Abd al-Rahman: Lebenslange Haft in den USA

Zwei Islamisten gegen zwei US-Geiseln: Die Entführer auf dem Gasfeld bei Ain Amenas fordern die Freilassung eines Ägypters und einer Pakistanerin aus amerikanischer Haft. Das Schicksal von mehr als 60 Geiseln ist nach wie vor unklar.

Algier/Hamburg - Das Geiseldrama in der algerischen Wüste geht weiter. Offenbar halten die Entführer noch immer Dutzende Ausländer in ihrer Gewalt. 65 ausländische Mitarbeiter habe die algerische Armee befreien können, doch das Schicksal einer ebenso großen Zahl ist noch immer nicht geklärt. Etwa 650 Geiseln habe das Militär befreien können, unter ihnen seien 573 Algerier, meldete die Nachrichtenagentur APS in Algier.

Am Freitagnachmittag stellte die Entführergruppe, die sich al-Muwaqiun bi-l Dam ("Die mit Blut unterschreiben") nennt, neue Forderungen. Sie besteht auf der Freilassung zweier Islamisten, die derzeit in US-Gefängnissen einsitzen. Sie sollen im Austausch gegen zwei US-Bürger auf freien Fuß gesetzt werden, die sich noch immer in den Händen der Entführer befinden. Diese Forderungen teilte das Kommando im Auftrag ihres Anführers Mokhtar Belmokhtar der mauretanischen Nachrichtenagentur Ani mit.

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Ain Amenas: Geiseldrama in der Wüste

Bei den beiden Personen, die die Terrorgruppe freipressen will, handelt es sich um Omar Abd al-Rahman und Aafia Siddiqui. Abd al-Rahman ist einer der schillerndsten ägyptischen Islamisten. Jahrelang führte er die militante Gamaa al-Islamija am Nil. In den achtziger Jahren ging der seit seiner Kindheit blinde Islamist nach Afghanistan und knüpfte dort Kontakte zu Osama Bin Laden. Anfang der Neunziger zog er in die Vereinigten Staaten. Weil er dort mehrfach zu Anschlägen aufrief und Geld für Terrororganisationen gesammelt haben soll, verurteilte ein Gericht den "blinden Scheich" 1996 zu lebenslanger Haft.

Aafia Siddiqui ist eine pakistanische Wissenschaftlerin, die in den neunziger Jahren in den USA studiert hatte. Weil sie Terroristen mit Nachtsichtgeräten und militärischen Handbüchern beliefert haben soll, geriet sie nach den Anschlägen vom 11. September ins Visier der US-Behörden. 2008 nahmen US-Einheiten Siddiqui in der afghanischen Stadt Ghazni fest. Bei einem Verhör soll sie ein Sturmgewehr ergriffen und Schüsse auf zwei US-Soldaten abgegeben haben. 2010 verurteilte ein Gericht in New York die Frau zu 86 Jahren Haft.

syd

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insgesamt 22 Beiträge
1. Risiko
Europa! 18.01.2013
Terroristen gefangen zu halten, ist immer ein großes Risiko.
Zitat von sysopAPZwei Islamisten gegen zwei US-Geiseln: Die Entführer auf dem Gasfeld bei Ain Amenas fordern die Freilassung eines Ägypters und einer Pakistanerin aus amerikanischer Haft. Das Schicksal von mehr als 60 Geiseln ist nach wie vor unklar. http://www.spiegel.de/politik/ausland/geiselnehmer-in-algerien-wollen-islamisten-aus-us-haft-freipressen-a-878400.html
Terroristen gefangen zu halten, ist immer ein großes Risiko.
2. Wird Obama hart bleiben?
inoodles 18.01.2013
Die "Lady Alqaeda" und Scheich Omar gegen wieviele US-Geiseln?
Zitat von sysopAPZwei Islamisten gegen zwei US-Geiseln: Die Entführer auf dem Gasfeld bei Ain Amenas fordern die Freilassung eines Ägypters und einer Pakistanerin aus amerikanischer Haft. Das Schicksal von mehr als 60 Geiseln ist nach wie vor unklar. http://www.spiegel.de/politik/ausland/geiselnehmer-in-algerien-wollen-islamisten-aus-us-haft-freipressen-a-878400.html
Die "Lady Alqaeda" und Scheich Omar gegen wieviele US-Geiseln?
3. Das nimmt kein Ende !
iffel1 18.01.2013
Nur nicht auf die Forderungen eingehen (so schlimm das für die Geiseln ist), aber das würde dann immer so weiter gehen. Allerdings kennt jeder sein Risiko auch, wenn er in Afrikas Krisenländer reist.
Nur nicht auf die Forderungen eingehen (so schlimm das für die Geiseln ist), aber das würde dann immer so weiter gehen. Allerdings kennt jeder sein Risiko auch, wenn er in Afrikas Krisenländer reist.
4. Da möchte man doch...
flüchtig 18.01.2013
am liebsten, die im Westen bereits inhaftierten Terroristen ebenfalls zu Geiseln umfunktionieren! Möglicherweise wäre die Freude dieser Terroristen darüber aber dann unermesslich weil.....da war doch was mit Jungfrauen (?!).
am liebsten, die im Westen bereits inhaftierten Terroristen ebenfalls zu Geiseln umfunktionieren! Möglicherweise wäre die Freude dieser Terroristen darüber aber dann unermesslich weil.....da war doch was mit Jungfrauen (?!).
5. Eigenlob...
fuchs008 18.01.2013
die 573 Algerier wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht durch das algerische militär befreit. Die wurden von den Islamisten einfach laufen gelassen. Die Algerier sind als Geiseln völlig uninteressant. Nur die Ausländer [...]
die 573 Algerier wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht durch das algerische militär befreit. Die wurden von den Islamisten einfach laufen gelassen. Die Algerier sind als Geiseln völlig uninteressant. Nur die Ausländer bieten den Islamisten etwas Schutz und Verhandlungspotential. Mich lässt der Gedanke nicht los, dass die französischen Militärs sich heimlich über die toten Amerikaner und Briten freuen. Damit steigen die Chancen, dass die USA und GB in den Mali-Krieg mit einsteigen. Allein hat Frankreich dort keine Chance.

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