Lade Daten...
28.01.2013
Schrift:
-
+

Propagandakonferenz in Teheran

Ahmadinedschad erklärt den Hollywoodismus

Von Kian Badrnejad
Warner Bros. Pictures

"Teuflische Gedanken" aus den USA: Mahmud Ahmadinedschad lädt zu einer seiner berüchtigten Propaganda-Konferenzen nach Teheran. Es soll über Klischees im US-Film debattiert werden und über das Lieblingsthema des iranischen Präsidenten - den Einfluss der "Zionisten" auf das Kino.

Teheran - Auf den ersten Blick klingt alles nach einer linksalternativen Diskussionsrunde, die auch in einem beliebigen Kulturzentrum irgendwo zwischen Hamburg und München stattfinden könnte: Eine Konferenz am Rande eines Filmfestivals, es soll um den internationalen Einfluss Hollywoods gehen. Auf der Tagesordnung stehen die materialistische Ideologie der Filmfabrik, ihr einseitiges Frauenbild und ihre oft militaristischen Botschaften, auf die "Occupy"-Bewegung blickt man mit Sympathie.

Doch die Teilnehmer reisen nicht in Mitfahrgelegenheiten an und sie übernachten auch nicht bei Freunden und Mitaktivisten auf dem Sofa. Die meisten werden wohl komfortabel mit dem Flugzeug auf Teherans Imam-Khomeini-Airport landen. Als Unterkunft ist das luxuriöse Fünf-Sterne-Hotel Parsian Azadi vorgesehen, das schon zu Schah-Zeiten, als es noch Hyatt hieß, die angesagte Herberge für prominente Gäste aus dem Ausland war. Denn vom 3. bis zum 6. Februar richtet das Ministerium für Islamische Führung und Kultur - das pikanterweise auch für die Zensur zuständig ist - in Irans Hauptstadt die "Dritte Internationale Konferenz über Hollywoodismus" aus.

Seit 2011 findet die Tagung regelmäßig am Rande des Fajr-Filmfestivals statt, dem wichtigsten Forum für Irans gar nicht so kleine Filmindustrie. Die Preisträger erhalten den "Kristall-Simorgh", benannt nach einem mythischen Vogel aus Irans vorislamischer Vergangenheit. Viele international anerkannte Produktionen wurden hier zuerst ausgezeichnet. Auch "Nader und Simin - eine Trennung" von Regisseur Asghar Farhadi, der erste iranische Film, der einen Oscar erhielt, räumte vorher beim Fajr-Festival mehrere Preise ab.

Ahmadinedschad nutzt das Fajr-Festival für Propaganda

Dieses Umfeld nutzt das Regime in Teheran jedes Jahr, um eine seiner berüchtigten Propagandakonferenzen abzuhalten. Solche Veranstaltungen sind eine Spezialität der PR-Manager von Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Kurz nach dessen Wahl 2005 gab es eine Tagung zum Thema "Eine Welt ohne Zionismus". Dort machte er seine berüchtigte Bemerkung über Israel - "Dieses Besatzerregime muss von den Seiten der Geschichte verschwinden" -, die nicht unerheblich dazu beiträgt, dass er auf internationalem Parkett bis heute als Pariah gilt.

Im folgenden Jahr lud Teheran erneut ein, das Thema dieses Mal: die "Untersuchung des weltweiten Blicks auf den Holocaust". Damals gingen Bilder um die Welt, auf denen Präsident Ahmadinedschad den österreichischen Rabbi Moshe Friedman umarmt und küsst, der einer exotischen Richtung des Judentums angehört, die den Staat Israel ablehnt. Aus Deutschland reiste unter anderem der Kölner Rechtsextremist Benedikt Frings an.

Ziel der Konferenz war es, den Umgang des Westens mit dem Holocaust zu analysieren und so zu zeigen, dass auch dort der Meinungsfreiheit Grenzen gesetzt sind. Über ihre Verurteilungen jammernde Holocaustleugner dienten als Kronzeugen.

Kritik an klischeehafter Darstellung von Muslimen

Das Programm der aktuellen "Hollywoodismus"-Konferenz dagegen, das man auf der englischsprachigen Internetseite der Organisatoren findet, sieht auf den ersten Blick eher harmlos aus. Gesprochen wird über "Hollywood und menschliche Werte", den "Einfluss des Independent-Kinos auf das weltweite Erwachen" oder "Die Hollywood-Wirtschaft". Einige Themen wären sogar durchaus einer Diskussion würdig. So soll Hollywoods einseitiges Frauenbild besprochen werden, und auch die klischeehafte Darstellung von Muslimen, die nach dem Ende des Kalten Krieges die Russen als Standard-Bösewichte in amerikanischen Streifen abgelöst haben, wird kritisiert.

Dieses Jahr sind die Schwerpunkte der "Hollywoodismus"-Konferenz:

Bei einem Blick in die persischsprachige News-Rubrik der Website zeigt sich aber, dass auch hier Ahmadinedschads Lieblingsthema nicht ausgelassen wird. Schon der erste Artikel mahnt: "Der Kampf gegen den Zionismus ist die Pflicht jedes freien Menschen", ein anderer beklagt den bedrohlichen "Schatten des Zionismus über Hollywood". Es geht um angebliche Geldflüsse reicher Juden an die Hollywoodstudios und darum, wie Filme missbraucht werden, um "teuflische Gedanken" in die Hirne junger Menschen zu pflanzen.

Der große Provokateur tritt ab

Diese Zweigleisigkeit, relevante Themen neben Propaganda, scheint sich auszuzahlen, letztes Jahr standen durchaus auch seriöse Redner am Pult. So waren Leslie Thomas Pollard, Soziologe an der National University in Kalifornien, und der mehrfach ausgezeichnete amerikanische Dokumentarfilmer, Journalist und Blogger Danny Schechter zu Gast. Aber auch dubiose Gestalten wie der Verschwörungstheoretiker Webster Tarpley bekamen Gelegenheit, ihre kruden Ansichten zu verbreiten. Arnold Cohen, ein ultraorthodoxer Rabbi und Antizionist aus den USA, durfte den Anwesenden den Unterschied zwischen Zionismus und Judentum erklären. Aus Deutschland waren keine Redner angereist.

Wer dieses Jahr sprechen wird, ist noch unbekannt. Als Unterstützer wird aber der umstrittene Publizist Jürgen Elsässer genannt, der 2009 das Buch"Iran - Fakten gegen westliche Propaganda" herausgab, das unter anderem "die Lüge von der Fälschung der Präsidentschaftswahlen im Juni 2009" behandelt.

Präsident Ahmadinedschad wird sich Anfang Februar sicherlich wieder von seiner besten Seite präsentieren und fleißig Hände schütteln. Doch es dürfte einer seiner letzten Auftritte dieser Art werden: Im Juni wird ein neuer Präsident gewählt, und nach zwei Amtszeiten darf Irans großer Provokateur laut Verfassung nicht wieder antreten. Da er sich inzwischen mit seinem ehemaligen Unterstützer, Revolutionsführer Ali Chamenei, zerstritten hat, wird er wohl keine aktive Rolle in Irans Politik mehr spielen.

Vielleicht erbarmt sich ja einer seiner Gäste und lädt in Zukunft ihn als Redner ein.

Forum

Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 19 Beiträge
1.
spatenheimer 28.01.2013
Wird auch hier im Forum wieder Begeisterungsstürme bei all jenen auslösen, die zwar "Den bösen Westen" abgrundtief hassen, ihn aber aufgrund des guten Sozialversicherungssystems nicht verlassen wollen.
Zitat von sysopWarner Bros. Pictures"Teuflische Gedanken" aus den USA: Mahmud Ahmadinedschad lädt zu einer seiner berüchtigten Propaganda-Konferenzen nach Teheran. Es soll über Klischees im US-Film debattiert werden und über das Lieblingsthema des iranischen Präsidenten - den Einfluss der "Zionisten" auf das Kino. Iran: Ahmadinedschads Propaganda gegen Hollywood - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/iran-ahmadinedschads-propaganda-gegen-hollywood-a-879262.html)
Wird auch hier im Forum wieder Begeisterungsstürme bei all jenen auslösen, die zwar "Den bösen Westen" abgrundtief hassen, ihn aber aufgrund des guten Sozialversicherungssystems nicht verlassen wollen.
2. Meine Zeit :-(
kanzlerkandidat 28.01.2013
Niemand hat gewusst was diese Ahmadinejad dort vor hat, und die Leute, die er eingeladen hat, sind sicher allesamt uns unbekannten. Aber hier muss Spon sowas schreiben und wir fallen rein, ich werde ab jetzt zu vermeiden wissen [...]
Niemand hat gewusst was diese Ahmadinejad dort vor hat, und die Leute, die er eingeladen hat, sind sicher allesamt uns unbekannten. Aber hier muss Spon sowas schreiben und wir fallen rein, ich werde ab jetzt zu vermeiden wissen jedes Artikel in Spon zu lesen.
3.
vindex_sine_nomine 28.01.2013
Das Frauenbild Hollywoods ist sehr mannigfaltig und in seinen positivsten Momenten sehr fantasievoll, positiv und gleichberechtigend, wenn in Scifi-, Action-, ...-Filmen Frauen ihren Mann stehen und dabei immer noch gut aussehen, [...]
Das Frauenbild Hollywoods ist sehr mannigfaltig und in seinen positivsten Momenten sehr fantasievoll, positiv und gleichberechtigend, wenn in Scifi-, Action-, ...-Filmen Frauen ihren Mann stehen und dabei immer noch gut aussehen, oder Dinge in Scharen erreichen, die ihnen in der Realität schwerer fallen, etwa der Dienst in Spezial-einheiten eines Militärs. Böse Muslime gab es doch auch schon lange vor dem Ende des kalten Kriegs in Filmen und der Islam als Feindbild ist auch erst seit dem 11.9.2001 populär. Wobei man bin Laden durchaus unterstellen darf, daß das auch so gewollt war, immerhin macht es keinen Spaß gegen jemanden zu hetzen und Krieg zu spielen, wenn der nicht im vollen Rahmen seiner Möglichkeiten zurückschießt und zurückhaßpredigt. Diese ganze Radikalisierung im Westen, was das Gefasel über christlich Leitkultur, Kreuze und anderen Hokuspokus angeht, ist bin Laden geschuldet und ein deutliches Zeichen, daß bin Laden seit dem 11.9.2001 den Westen mehr prägt, als es viel für möglich halten wollten. Statt eines Westens, der für seine Ideale einsteht, haben wir einen Aufstieg von Rechtspopulisten, christlicher Haßprediger und anderer finsterer Kreaturen im Westen und damit eine starke Annäherung im Geiste an Islamisten und anderes.
4. Hat er Recht
cgjung 28.01.2013
Das große Böse ist immer der Russe und der kleine Terrorist immer einer aus dem nahen Osten. Seit Jahren amüsieren wir Bürger uns darüber. Indoktrinierung funktioniert nicht :(
Das große Böse ist immer der Russe und der kleine Terrorist immer einer aus dem nahen Osten. Seit Jahren amüsieren wir Bürger uns darüber. Indoktrinierung funktioniert nicht :(
5. SPON kriegt das doch sicher hin...
quengelbengel 28.01.2013
...eine wertfreie Nachlese in Form eines Fernsehbeitrages oder Videos bei Youtube anzuschubsen? Würd gern die ungeschnittenenen Originalbeiträge mit zwei persischen Freunden anschauen. Beim Übersetzen passieren sonst ja gerne [...]
...eine wertfreie Nachlese in Form eines Fernsehbeitrages oder Videos bei Youtube anzuschubsen? Würd gern die ungeschnittenenen Originalbeiträge mit zwei persischen Freunden anschauen. Beim Übersetzen passieren sonst ja gerne Fehler...
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!

Verwandte Themen

Republik Iran

Land
REUTERS

Die Islamische Republik Iran ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratkilometern fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land besitzt nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt, beim Erdöl steht Iran auf Platz drei und ist derzeit nach Saudi-Arabien der größte Produzent innerhalb der Opec.
Politik
dpa

Seit der Islamischen Revolution von 1979 haben der Revolutionsführer, aktuell Ajatollah Ali Chamenei (Bild), und der Wächterrat die größte Macht im Staat. Der Wächterrat kontrolliert die Kandidaten für Wahlen. Der Regierungschef ist der gewählte Präsident - seit August 2013 Hassan Rohani.
Leute
Corbis

Iran hat rund 75 Millionen Einwohner. Auf dem Uno-Index menschlicher Entwicklung (HDI) für 179 Staaten belegt Iran Platz 76 (Deutschland ist auf Platz 5). Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 73 Jahren (zum Vergleich: Die Lebenserwartung in Deutschland liegt bei 80 Jahren).
Wirtschaft
REUTERS

Die Wirtschaftsleistung pro Kopf betrug 2008 laut einer Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) rund 5200 Dollar. Begünstigt vom hohen Ölpreis wuchs die Wirtschaft zuletzt um etwa sechs Prozent. Neben der Arbeitslosenquote, die laut inoffiziellen Schätzungen bei etwa 30 Prozent liegt, ist die Inflation eines der größten wirtschaftlichen Probleme. 2008 soll sie bei fast 30 Prozent gelegen haben, für 2009 rechnet der IWF mit 25 Prozent. Im Jahr 2005 machten Teherans Ausgaben für das Militär laut Uno-Statistiken 5,8 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung aus (Deutschland: 1,4 Prozent).
Menschenrechte
REUTERS

Nach China ist Iran das Land, in dem die meisten Todesurteile vollstreckt werden. Laut Amnesty International wurden 2009 mindestens 388 Menschen hingerichtet, das waren 42 Hinrichtungen mehr als im Vorjahr. Der Uno zufolge saßen 2007 pro 100.000 Einwohner 214 Menschen im Gefängnis (in Deutschland sind es 95). Korruption ist in Iran weit verbreitet. Auf dem weltweiten Index von Transparency International nimmt Iran 2009 bei 180 beobachteten Staaten den 168. Rang ein (Deutschland: 14).

Chronik

Aufstieg von Mohammed Resa
AFP

Im Zweiten Weltkrieg gilt der monarchische Staat Iran als Freund der Achsenmächte. Britische und sowjetische Truppen besetzen daher 1941 das Land. Resa Schah muss abdanken. Die Alliierten inthronisieren seinen Sohn Mohammed Resa . Wegen seiner proamerikanischen Reformpolitik gerät der Schah erstmals 1963 in die Kritik von Ajatollah Ruhollah Chomeini, einem damals hochrangigen religiösen Führer, den die Regierung ein Jahr später in die Türkei abschiebt. Chomeini geht schließlich in den Irak. Dort bleibt er 13 Jahre und entwickelt er das Staatsmodell des islamischen Staates. Mit seiner repressiven Politik und seinem dekadenten Herrschaftsstil bringt der Schah eine wachsende Opposition aus sehr unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Schichten gegen sich auf.
Ajatollah Chomeini und die islamische Revolution
Getty Images

1978 mobilisieren Liberale und Konservative, Säkulare und Religiöse, Linke und Rechte Massenproteste gegen den Schah. Zur Leitfigur des Protests wird Ajatollah Chomeini. Den landesweiten Streiks und Massendemonstrationen in Teheran schließen sich Hunderttausende an. Armee und Polizei gehen teilweise brutal gegen die Demonstranten vor. Dennoch enden die Proteste mit dem Sturz des Schahs am 16. Januar 1979. Nach Chomeinis Rückkehr aus dem Exil in Frankreich, wohin er 1978 gedrängt worden war, spricht sich die Bevölkerung in einem Referendum für die Islamische Republik aus, deren oberster Führer der Großajatollah selbst wird.

Die Außenpolitik Chomeinis wendet sich vor allem gegen die USA und Israel. Am 4. November 1979 besetzen islamische Kräfte die amerikanische Botschaft und nehmen mehr als 50 Geiseln, die erst nach 444 Tagen wieder freikommen. Chomeini billigt die Aktion. Die Beziehungen zu den USA erreichen ihren Tiefpunkt. Unterstützt von den USA überfällt der Nachbarstaat Irak am 22. September 1980 Iran. In dem folgenden acht Jahre langen Krieg zwischen den beiden Ländern sterben etwa eine Million Menschen.
Phase der Islamisierung
REUTERS

Im Laufe des Kriegs treibt die Regierung die Islamisierung des Landes voran. Für Frauen gilt eine strenge Kleiderordnung, in öffentlichen Verkehrsmitteln die Geschlechtertrennung. Chomeini lässt linksgerichtete politische Häftlinge ermorden, vor allem Anhänger der Volksmudschahidin, die noch während der Revolution auf Seiten Chomeinis standen.

1989 stirbt der religiöse Führer. Der Expertenrat, ein Gremium aus höchsten religiösen Sachverständigen, ernennt Ajatollah Ali Chamenei zum Nachfolger. In den Folgejahren hat Iran stark unter zunehmender Korruption zu leiden. Die Liberalisierung der Wirtschaft bleibt weitgehend wirkungslos. Bereits 1995 verhängen die USA erste wirtschaftliche Sanktionen, weil Iran nach US-Auffassung den internationalen Terrorismus unterstützt.
Vom Reformer Chatami zum Hardliner Ahmadinedschad
AFP

Der als liberaler Geistlicher geltende Mohammed Chatami gewinnt 1997 die Präsidentschaftswahl. Seine innenpolitischen Reformbemühungen geraten allerdings ins Stocken, da er versucht, zu viele politische Lager zusammenzubringen, und die nach wie vor einflussreichen konservativen Hardliner erheblichen Widerstand leisten. Im Juni 2005 erobert der frühere Bürgermeister Teherans und konservative Hardliner Mahmud Ahmadinedschad das Amt des Präsidenten. Außenpolitisch sorgt er vor allem durch Vorantreiben eines Atomprogramms und harsche verbale Angriffe gegen Israel für Ärger.

Die Sanktionen der Uno gegen Iran im Wortlaut

The resolution imposes a series of new sanctions that will increase the cost to Iran's leaders of their current irresponsible policies. These measures include:
1. Ban on Iranian certain nuclear and missile investment abroad
Iran is prohibited from investing in sensitive nuclear activities abroad, like uranium enrichment and reprocessing activities, where it could acquire nuclear technology and know-how, as well as activities involving ballistic missiles capable of delivering nuclear weapons. The ban also applies to investment in uranium mining.
2. Conventional arms ban
States are prohibited from selling or in any way transferring to Iran eight broad categories of heavy weapons (battle tanks, armored combat vehicles, large caliber artillery systems, combat aircraft, attack helicopters, warships, missiles or missile systems). States are similarly prohibited from providing technical or financial assistance for such systems, or spare parts. States are also to exercise vigilance and restraint in supplying any other arms or related materiel to Iran.
3. Ban on ballistic missile activities
Iran is prohibited from undertaking any activity related to ballistic missiles capable of carrying nuclear weapons and States are required to take all necessary measure to prevent the transfer of related technology or technical assistance.
4. Additional items banned for transfer
The resolution updates and adds to the list of technical items related to nuclear and missile proliferation that are banned for transfer to and from Iran.
5. New cargo inspection framework
Iran is subject to a new regime for inspection of suspicious cargo to detect and stop Iran's smuggling. States should inspect any vessel on their territory suspected of carrying prohibited cargo, including banned conventional arms or sensitive nuclear or missile items. States are also expected to cooperate in such inspections on the high seas.
6. New procedures to deal with contraband items
Once prohibited items are found, States are now obligated to seize and dispose of the items.
7. Ban on bunkering services
States are required not to provide critical support services (e.g., fuel, water) to ships suspected of carrying prohibited cargo.
8. Measures to restrict the Islamic Republic of Iran Shipping Lines (IRISL) and Iran Air's cargo division
States must require their nationals to exercise vigilance over IRISL, a known sanctions violator. Three IRISL-related companies will have their assets frozen. States are requested to report any information on activities by IRISL and Iran's Air's cargo division to evade sanctions, including by renaming vessels.
9. New tools to block proliferation finance
States are called upon to prevent any financial service -- including insurance or reinsurance -- and freeze any asset that could contribute to Iran's proliferation. This broad language will help states take action when there are suspected financial links to Iran's banned nuclear activities.
10. Vigilance over all Iran's companies
States are required to ensure their nationals exercise vigilance when doing business with any Iranian firm, including IRGC and IRISL, to make sure such business does not contribute to Iran's proliferation.
11. New banking measures
States are called upon to prohibit on their territories new banking relationships with Iran, including the opening of any new branches of Iranian banks, joint ventures and correspondent banking relationships, if there is a suspected link to proliferation. States also should prohibit their own financial institutions from opening branches in Iran if there is a suspected link to proliferation.
12. New measures to limit the role of the Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC)
The resolution highlights the IRGC's role in proliferation and requires states to mandate that businesses exercise vigilance over all transactions involving the IRGC. Fifteen IRGC-related companies linked to proliferation will have their assets frozen.
13. Targeted sanctions on specific individuals and entities
Forty Iranian companies and one individual will be subject to an asset freeze. The individual -- the head of a critical nuclear research program -- will also be subject to a travel ban. Thirty-five additional individuals previously subject to "travel vigilance" will now be subject to a travel ban.
14. Appointment of a UN sanctions monitoring panel
A UN "Panel of Experts" will be established to monitor states' implementation of the sanctions, report on sanctions violations and recommend ways to continually improve enforcement.

Artikel

News verfolgen

Lassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
Twitter RSS
alles zum Thema Iran
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2014 Alle Rechte vorbehalten