03.02.2013
Streit in der US-Regierung
Clinton wollte syrische Rebellen bewaffnen
Washington - Das US-Präsidialamt hat einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Sommer Pläne der damaligen Außenministerin Hillary Clinton und Ex-CIA-Chef David Petraeus zur Bewaffnung und Ausbildung syrischer Rebellen abgelehnt.
Grund für die Entscheidung seien Sorgen gewesen, die USA könnten in den Konflikt hineingezogen werden, berichtete die "New York Times" am Samstag. Außerdem sei befürchtet worden, dass die Waffen in die falschen Hände geraten könnten. Die USA unterstützen in Syrien humanitäre Hilfe, lehnen die Lieferung von Waffen an die Rebellen aber ab.
Endgültig sei der Plan begraben worden, als Petraeus wegen einer außerehelichen Affäre sein Amt aufgeben und Clinton aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten musste, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Der scheidende Verteidigungsminister Leon Panetta habe Regierungsvertretern zufolge der Idee positiv gegenübergestanden. Petraeus und Panetta lehnten dem Blatt zufolge eine Stellungnahme ab.
Clinton hatte sich vor kurzem in einem "Times"-Interview nicht zu der Frage äußern wollen. Sie hatte ihr Amt am Freitag an John Kerry abgegeben.
bim/Reuters