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10.02.2013
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Deal mit Lürssen-Werft

Saudi-Arabien will deutsche Militärschiffe kaufen

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DPA

Die deutsche Rüstungsindustrie plant ein neues Milliardengeschäft mit Saudi-Arabien. Laut "Bild am Sonntag" will das Königreich Patrouillenboote für insgesamt 1,5 Milliarden Euro von der Werftgruppe Lürssen kaufen. Die SPD kritisiert den Deal scharf.

Berlin - Der deutschen Rüstungswirtschaft winkt ein weiterer Milliardenauftrag aus Saudi-Arabien. Das Königreich will laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" Patrouillenboote für umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro von der Werftengruppe Lürssen kaufen. Das Bremer Familienunternehmen ist auf Yachten und Militärschiffe spezialisiert.

Die Grenzschutzboote zum Stückpreis zwischen 10 und 25 Millionen Euro sollen innerhalb von zwei Jahren nach Vertragsunterzeichnung an Saudi-Arabien übergeben werden. Eine Voranfrage der Lürssen-Werft an den Bundessicherheitsrat wurde laut dem Bericht positiv beschieden. Das geheim tagende Gremium, dem Kanzlerin Angela Merkel und acht Bundesminister angehören, muss deutschen Rüstungsexporten zustimmen. Die Kanzlerin hatte bereits im Sommer 2011 den Export von Patrouillenbooten der Lürssen-Werft nach Angola ausdrücklich befürwortet.

Im vergangenen Jahr hatte der SPIEGEL geplante Panzergeschäfte deutscher Unternehmen mit Saudi-Arabien öffentlich gemacht. Ende November beriet der Bundessicherheitsrat über eine Anfrage des Königreichs, bei der es um mehrere hundert Radpanzer vom Typ "Boxer" ging. Die Entscheidung wurde aber vertagt. Kritiker warnen, dass deutsche Kriegsgüter in politisch sensiblen Regionen dafür missbraucht werden könnten, soziale Aufstände zu bekämpfen. Die Opposition fordert ein parlamentarisches Kontrollgremium. Das lehnt die Regierung aber ab - unter Berufung auf die Geheimhaltungspflicht.

Kritik von der SPD

Auch das nun geplante Geschäft mit den Patrouillenbooten stößt auf Proteste in der Opposition. "Die Bundesregierung will offenbar Saudi-Arabien total hochrüsten und hat aus den öffentlichen Protesten gegen Waffenlieferungen in dieses Land nichts gelernt", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, der "Bild am Sonntag".

Die Lürssen-Werft könnte für den Großauftrag aus dem Nahen Osten neben seinen bisher sechs Standorten ab Mai auch die Kapazität der Peene-Werft in Wolgast nutzen. Lürssen hatte die ehemals größte Militärwerft der DDR im Dezember für rund 17 Millionen Euro aus der insolventen Werftengruppe P+S herausgekauft.

Die Lürssen-Werft wollte sich zu dem Geschäft mit Saudi-Arabien nicht äußern. Auch das zuständige Bundeswirtschaftsministerium lehnt eine Stellungnahme ab "aufgrund des Schutzes von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen".

cte

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insgesamt 129 Beiträge
1. Wahnsinnig
frowin 10.02.2013
diese Regierung ist wahnsinnig, wie kann man nur so ein Regime unterstützen...unsere Regierung unterstützt Mörder und Unterdrücker, aber in der halben Welt spielt sie den Friedensbringer....und dann wundert man sich noch das der [...]
diese Regierung ist wahnsinnig, wie kann man nur so ein Regime unterstützen...unsere Regierung unterstützt Mörder und Unterdrücker, aber in der halben Welt spielt sie den Friedensbringer....und dann wundert man sich noch das der Westen von vielen Menschen dort drüben gehasst wird.
2. nein!
jacko2013 10.02.2013
keine deutsche Waffen für Islamisten! daran haengt meine stimmt für die CDU!
keine deutsche Waffen für Islamisten! daran haengt meine stimmt für die CDU!
3. Blöde Frage
wohlmein 10.02.2013
"Das geheim tagende Gremium, dem Kanzlerin Angela Merkel und acht Bundesminister angehören, muss deutschen Rüstungsexporten zustimmen." Blöde Frage: Wenn sie sowieso keine andere Wahl haben, als zuzustimmen, [...]
Zitat von sysopDie deutsche Rüstungsindustrie plant ein neues Milliardengeschäft mit Saudi-Arabien. Laut "Bild am Sonntag" will das Königreich Patrouillenboote für insgesamt 1,5 Milliarden Euro kaufen. Die SPD kritisiert den geplanten Deal scharf: "Die Bundesregierung will offenbar Saudi-Arabien total hochrüsten." Saudi-Arabien will deutsche Patrouillenboote kaufen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/saudi-arabien-will-deutsche-patrouillenboote-kaufen-a-882445.html)
"Das geheim tagende Gremium, dem Kanzlerin Angela Merkel und acht Bundesminister angehören, muss deutschen Rüstungsexporten zustimmen." Blöde Frage: Wenn sie sowieso keine andere Wahl haben, als zuzustimmen, dürfen sie dann wenigstens reihum ihren Lieblingskuchen aussuchen?
4. Man kann alles treiben und übertreiben !
Gerdtrader50 10.02.2013
Zweifellos gehört Saudi Arabien mit seiner Monarchie und den im Schnitt 3000 Prinzen sowie der streng ausgelegten Scharia zu den gewöhnungsbedürftigen Staaten im westlichen Sinne. Unabhängig innerländisch zugehender Rechtsordnung, [...]
Zweifellos gehört Saudi Arabien mit seiner Monarchie und den im Schnitt 3000 Prinzen sowie der streng ausgelegten Scharia zu den gewöhnungsbedürftigen Staaten im westlichen Sinne. Unabhängig innerländisch zugehender Rechtsordnung, Religiionspolizei und ähnlichen Institutionen, 20 Hiebe auf die Fußsohlen bei geringen Vergehen, relativ rasch ausgesprochenen Todesstrafen für im westlichen Sinne geringfügige Vergehen wie Ehebruch, Beischlaf ohne Ehestand, etc, p.p. ist der Staat ja aber doch ein Staat. Und welches Friedenstäubchen aus der rot/grünen Ecke hat denn jetzt wieder schon was gegen den Kauf von Patrouilenbooten ? Die könnte der saudische Staat auch bei anderen Ländern kaufen, Japan, Korea, USA, etc., p.p. Die Friedenstäubchen haben doch damals schon im Balkan bomben lassen, so friedlich sind die. Im übrigen zahlt Saudi meist pünktlich und zuverlässig, davon mal abgesehen.
5. Wieder neue Gefahr für Israel
Artist.A 10.02.2013
Waffen an diese Muster-Theokratie und brutales Diktatur werden früher oder später in die Hände der Muslim-Anarchisten fallen, die diese Waffen gegen Israel zielen werden.
Waffen an diese Muster-Theokratie und brutales Diktatur werden früher oder später in die Hände der Muslim-Anarchisten fallen, die diese Waffen gegen Israel zielen werden.

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