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15.02.2013
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Fotos aus kubanischem Krankenhaus

Hugo Chávez zeigt sich erstmals nach Krebs-OP

AFP/ Twitter/ Ernesto Villegas

Im Krankenhaus auf Kuba, eingerahmt von seinen Töchtern: Zum ersten Mal seit mehr als zwei Monaten hat die Regierung Venezuelas wieder Fotos von Präsident Hugo Chávez veröffentlicht. Damit sollen Gerüchte über seinen kritischen Gesundheitszustand zerstreut werden.

Caracas - Ein blaues Kissen im Nacken, ein Lächeln auf den Lippen: Mehr als zwei Monate nach seiner Abreise nach Kuba und rund einen Monat nach der Absage seiner Vereidigung hat Venezuela wieder Fotos von Präsident Hugo Chávez veröffentlicht. Auf den Bildern ist das Staatsoberhaupt offenbar in einem Krankenhaus auf Kuba zu sehen, eingerahmt von seinen beiden Töchtern Maria und Rosa. In den Händen hält Chávez eine aktuelle Ausgabe der "Granma", der Parteizeitung der Kommunisten Kubas. Das Bild sei am Donnerstag in der kubanischen Hauptstadt Havanna aufgenommen worden, teilte die venezolanische Regierung mit.

Konkret wurden die Aufnahmen durch Chávez' Schwiegersohn und Wissenschaftsminister Jorge Arreaza im venezolanischen Fernsehen präsentiert. Offenbar will die Regierung mit der Veröffentlichung der Fotos Gerüchten über einen kritischen Zustand des Staatsoberhaupts entgegentreten. Am 10. Dezember hatte Hugo Chávez das Land Richtung Kuba verlassen, wo er sich einen Tag darauf seiner vierten Krebsbehandlung innerhalb von eineinhalb Jahren unterzog. Im Gegensatz zu früheren medizinischen Behandlungen hatte man seitdem keine Bilder des Präsidenten mehr gesehen.

Informationsminister Ernesto Villegas teilte mit, Chávez leide immer noch an einer Erkrankung der Atemwege. Er müsse mit Hilfe eines Trachea-Schlauches atmen, der ihm das Sprechen erschwere. Von einer Luftröhrenkanüle ist auf den Bildern jedoch nichts zu erkennen. Möglicherweise wurde die erst nach der Aufnahme gesetzt.

Vize-Präsident Nicolas Maduro hatte am Mittwoch erklärt, dass sich Chavez weiteren medizinischen Behandlungen unterziehen müsse. Diese seien kompliziert, sollten die Erkrankung aber beenden. An welcher Krebsart Chavez genau leidet, blieb weiterhin unklar. Wegen der Geheimniskrämerei der Behörden war zuletzt auch über einen möglicherweise baldigen Tod des sozialistischen Präsidenten spekuliert worden. Ein Rückkehrtermin des Staatschef nach Venezuela ist weiter völlig offen.

fdi/ler/Reuters/AP/dpa

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insgesamt 22 Beiträge
1. Der Präsident im Krankenhaus auf Kuba
derandersdenkende 15.02.2013
Ich meine, das ist vor allem auch ein Kompliment fürs kubanische Gesundheitswesen und das sollte man sich ohne jegliche ideologische Vorbehalte auch mal eingestehen. Er wählt Kuba und nicht die USA.
Zitat von sysopAFP/ Twitter/ Ernesto VillegasIm Krankenhaus auf Kuba, eingerahmt von seinen Töchtern: Zum ersten Mal seit mehr als zwei Monaten hat die Regierung Venezuelas wieder Fotos von Präsident Hugo Chávez veröffentlicht. Damit sollen Gerüchte über seinen kritischen Gesundheitszustand zerstreut werden. http://www.spiegel.de/politik/ausland/venezuela-regierung-veroeffentlicht-fotos-von-chavez-nach-krebs-op-a-883711.html
Ich meine, das ist vor allem auch ein Kompliment fürs kubanische Gesundheitswesen und das sollte man sich ohne jegliche ideologische Vorbehalte auch mal eingestehen. Er wählt Kuba und nicht die USA.
2. Geheimniskrämerei um Chavez Erkrankung
Centurio X 15.02.2013
Und genau deshalb sind ideologische Vorbehalte gerechtfertigt. Im Inland oder gar im Zentrums "des Imperiums" ist es nicht sicher, ob nicht doch Informationen über den wirklichen gesundheitlichen Zustand nach [...]
Zitat von derandersdenkendeIch meine, das ist vor allem auch ein Kompliment fürs kubanische Gesundheitswesen und das sollte man sich ohne jegliche ideologische Vorbehalte auch mal eingestehen. Er wählt Kuba und nicht die USA.
Und genau deshalb sind ideologische Vorbehalte gerechtfertigt. Im Inland oder gar im Zentrums "des Imperiums" ist es nicht sicher, ob nicht doch Informationen über den wirklichen gesundheitlichen Zustand nach außen dringen. Auf die Genossen in Cuba ist Verlass.
3.
ectoplasma5 15.02.2013
Ist auch kein Wunder nachdem die USA versucht haben ihn zu stürzen.
Ist auch kein Wunder nachdem die USA versucht haben ihn zu stürzen.
4.
garfield 15.02.2013
Nun ja, im Land der unbegrenzten Zahnlücken muss man selbst dann mit einem "Kunstfehler" oder "bedauerlichen Krankenhausunfall" rechnen, wenn man nicht Chavez heißt. Das weiß auch er. Da [...]
Zitat von derandersdenkendeIch meine, das ist vor allem auch ein Kompliment fürs kubanische Gesundheitswesen und das sollte man sich ohne jegliche ideologische Vorbehalte auch mal eingestehen. Er wählt Kuba und nicht die USA.
Nun ja, im Land der unbegrenzten Zahnlücken muss man selbst dann mit einem "Kunstfehler" oder "bedauerlichen Krankenhausunfall" rechnen, wenn man nicht Chavez heißt. Das weiß auch er. Da "riskiert" er lieber eine (auch für die Bevölkerung) kostenlose Behandlung.
5. wie
Sabi 15.02.2013
Wie naiv sind Sie mit Ihrer Aussage: Er wählt Kuba und nicht die USA. ??? Sie leben doch nicht auf dem Mond- und zwar Rückseite ! ? Welcher Dummkopf geht zur Behandlung zu seinem Feind ?
Zitat von derandersdenkendeIch meine, das ist vor allem auch ein Kompliment fürs kubanische Gesundheitswesen und das sollte man sich ohne jegliche ideologische Vorbehalte auch mal eingestehen. Er wählt Kuba und nicht die USA.
Wie naiv sind Sie mit Ihrer Aussage: Er wählt Kuba und nicht die USA. ??? Sie leben doch nicht auf dem Mond- und zwar Rückseite ! ? Welcher Dummkopf geht zur Behandlung zu seinem Feind ?

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