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19.02.2013
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Weißrussland

Jugendliche sollen Ferien in Arbeitslagern verbringen

DPA

Präsident Lukaschenko: Europas letzter Diktator

Auf die weißrussischen Jugendlichen kommen offenbar schwere Zeiten zu. Die autoritäre Ex-Sowjetrepublik von Präsident Lukaschenko will Teenager künftig in den Sommerferien in Arbeitslager schicken - um ihre "konsumorientierte Einstellung" zu ändern.

Minsk - Kinder und Jugendliche in der autoritären Ex-Sowjetrepublik Weißrussland sollen in den Ferien künftig in "Lagern für Arbeit und Erholung" erzogen werden. Ziel sei es, die "konsumorientierte Einstellung" feiernder Heranwachsender zu ändern, berichteten Medien in Minsk am Dienstag nach Behördenangaben. Eine entsprechende Entschließung für die "Sommer-Arbeitslager" für 14- bis 18-Jährige habe Regierungschef Michail Mjasnikowitsch unterzeichnet.

Bau, Umweltarbeit und Landwirtschaft seien als Arbeitsgebiete für die Kinder und Jugendlichen vorgesehen, heißt es. "Die Kinder sollten selbst verdienen, damit sie in sich weniger eine Verbraucherhaltung heranbilden", zitierte die unabhängige Agentur Belapan den Direktor für die staatlichen Erholungsstätten, Nikolai Masur. Täglich seien einige Stunden Arbeit vorgesehen.

Die landesweit geplanten Lager, die es schon zu kommunistischer Zeit gab, stehen wegen des Eingriffs des Staats in die Erziehung von Kindern sowie wegen ihrer Bezeichnung in der Kritik. Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko gilt als letzter Diktator Europas. Die EU und die USA haben das Land wegen anhaltender Menschenrechtsverstöße mit Sanktionen belegt.

ler/dpa

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