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25.02.2013
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Türkei-Besuch

Erdogan drängt Merkel zu Hilfe bei EU-Beitritt

DPA

Premier Erdogan mit Kanzlerin Merkel: "Ergebnisoffene Verhandlungen"

Die Türkei will der EU beitreten - die Kanzlerin bleibt bei ihrem Besuch in Ankara skeptisch, will aber weitere Gespräche führen. Der türkische Premier Erdogan insistiert: Er habe Angela Merkel persönlich um ihre Unterstützung bei den Verhandlungen gebeten.

Ankara - Fünf Millionen Türken leben in Europa, es gibt viele Verträge zwischen EU und Ankara. Die Türkei fühle sich daher "ohnehin so gut wie ein Mitglied" der Europäischen Union, sagte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Montag bei einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel.

Soll die Türkei EU-Mitglied werden? Darüber streitet Europa, auch das deutsche Kabinett ist sich uneins. Außenminister Guido Westerwelle drängt auf Tempo bei den Verhandlungen, Merkel hat weiter Vorbehalte und plädiert stattdessen für eine "privilegierte Partnerschaft" der Türkei. Dennoch erklärte sie am Montag, sie sei bereit, den Prozess zwischen Ankara und Brüssel einen Schritt voranzubringen und in die schwierigen Verhandlungen neuen Schwung zu bringen. Deshalb wolle sie, dass ein weiteres Verhandlungskapitel eröffnet werde - die Gespräche müssten aber "ergebnisoffen" geführt werden.

Erdogan zählt auf Merkel: Er erwarte mehr Unterstützung für die Bemühungen seines Landes und habe die Bundeskanzlerin persönlich um ihre Hilfe gebeten, so der türkische Ministerpräsident. Dabei verwies er auf die engen wirtschaftlichen Beziehungen beider Staaten. In der Türkei seien inzwischen etwa 5000 deutsche Firmen vertreten, die mehr als 350.000 Menschen beschäftigten.

Die Kanzlerin und Erdogan wollten am Abend mit deutschen und türkischen Unternehmern zusammenkommen sowie ein Gespräch mit Vertretern verschiedener Religionen führen.

Vor dem Treffen mit Erdogan war Merkel von dem türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül empfangen worden. Am Morgen hatte die Kanzlerin in der zentralanatolischen Landschaft Kappadokien eine Reihe von mittelalterlichen Höhlenkirchen besichtigt. Merkel begann ihre zweitägige Visite in der Türkei am Sonntag mit einem Besuch beim Patriot-Kontingent der Bundeswehr im südostanatolischen Kahramanmaras.

kgp/AFP/dpa

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insgesamt 24 Beiträge
1. Ist doch prima, was wollen wir noch mehr ?
prontissimo 25.02.2013
Wenn die Türkei sich nach Erdogan´s Worten sowieso als Mitglied der EU fühlt, haben wir den förmlichen Beitritt gespart. Das kost dann auch nix. So soll es sein. Herzlich willkommen.
Zitat von sysopDie Türkei will der EU beitreten - die Kanzlerin bleibt bei ihrem Besuch in Ankara skeptisch, will aber weitere Gespräche führen. Der türkische Premier Erdogan insistiert: Er habe Angela Merkel persönlich um ihre Unterstützung bei den Verhandlungen gebeten. Kanzlerin Merkel in der Türkei: Erdogan macht Druck bei EU-Beitritt - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/kanzlerin-merkel-in-der-tuerkei-erdogan-macht-druck-bei-eu-beitritt-a-885430.html)
Wenn die Türkei sich nach Erdogan´s Worten sowieso als Mitglied der EU fühlt, haben wir den förmlichen Beitritt gespart. Das kost dann auch nix. So soll es sein. Herzlich willkommen.
2. richtig
ali123 25.02.2013
der eu beitritt ist längst überfällig, dafür aber griechenland , zypern und die anderen pleitegeier rausschmeissen, die nur geld kosten undnparasitär sind. ich könnte mir auch vorstellen, das nur der westliche teil der türkei [...]
Zitat von sysopDie Türkei will der EU beitreten - die Kanzlerin bleibt bei ihrem Besuch in Ankara skeptisch, will aber weitere Gespräche führen. Der türkische Premier Erdogan insistiert: Er habe Angela Merkel persönlich um ihre Unterstützung bei den Verhandlungen gebeten. Kanzlerin Merkel in der Türkei: Erdogan macht Druck bei EU-Beitritt - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/kanzlerin-merkel-in-der-tuerkei-erdogan-macht-druck-bei-eu-beitritt-a-885430.html)
der eu beitritt ist längst überfällig, dafür aber griechenland , zypern und die anderen pleitegeier rausschmeissen, die nur geld kosten undnparasitär sind. ich könnte mir auch vorstellen, das nur der westliche teil der türkei beitritt :-).
3. Ach so,
atticusfinch 25.02.2013
er "erwartet Unterstützung" von Frau Merkel. Drohen tut er aber (noch) nicht. Warum fällt mir gerade seine Kölner Rede ein? Wenn ein asiatisches, angeblich demokratisches Land in die EU kommt, steht einem Eintritt von [...]
er "erwartet Unterstützung" von Frau Merkel. Drohen tut er aber (noch) nicht. Warum fällt mir gerade seine Kölner Rede ein? Wenn ein asiatisches, angeblich demokratisches Land in die EU kommt, steht einem Eintritt von Iran, Saudi-Arabien, Libyen und weiteren asiatischen Ländern, mit denen wir gute wirtschaftliche Beziehungen haben, nichts mehr im Wege. Wen interessieren schon die Menschenrechte dort?
4. profit
ali123 25.02.2013
5.000 deutsche firmen, mit 350.000 beschäftigten !, deutschland wird von einer eu mitgliedschaft der türkei nur profitieren, weil junges durchschnitsalter, konsummarkt ist noch nicht gesättigt, günstige fertigung von produkten, [...]
5.000 deutsche firmen, mit 350.000 beschäftigten !, deutschland wird von einer eu mitgliedschaft der türkei nur profitieren, weil junges durchschnitsalter, konsummarkt ist noch nicht gesättigt, günstige fertigung von produkten, räumlich nah zur eu. er (erdogan) könnte aber auch drohen, in art von ich habe fertig, wozu warscheinlich auch nicht mehr alzuviel fehlt. bei der wirtschaftliche erschliessung des arabischen wie auch des kaukasischen raums könnte die türkei nicht unerhebliche hilfestellung leisten, aber auch willentlich verdammt viel blockieren.
5. ...............
lupenrein 25.02.2013
Ob die Türkei Mitglied der EU wird, das wird mit Sicherheit nicht in der BRD entschieden.....
Ob die Türkei Mitglied der EU wird, das wird mit Sicherheit nicht in der BRD entschieden.....

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