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Politik

US-Präsidentschaftswahl

Bernie Sanders will erneut kandidieren

US-Senator Bernie Sanders will abermals für die Präsidentschaft kandidieren. Der 77-Jährige kündigte seine Bewerbung am Dienstag in einem Radiointerview an.

REUTERS

Bernie Sanders

Dienstag, 19.02.2019   17:46 Uhr

Er will es noch einmal wissen: Der amerikanische Altlinke Bernie Sanders hat seine erneute Kandidatur für das Amt des US-Präsidenten angekündigt. Dem Radiosender Vermont Public Radio sagte der Senator, er wollte 2020 Donald Trump herausfordern.

Der Amtsinhaber sei beschämend für die Vereinigten Staaten, begründete der 77-Jährige seinen Schritt. Trump sei ein Lügner, Rassist und Sexist. Der einzige Weg zum Erfolg sei eine starke Basisbewegung, die er mittragen wolle.

Sanders ist ein parteiloser Politiker, der mit den Demokraten stimmt. 2016 war er bei den Vorwahlen der Partei gegen Hillary Clinton gescheitert. Im Wahlkampf hatte er jedoch vor allem viele junge Leute mit seinen vergleichsweise linken Ideen begeistert.

Offiziell werde Sanders seine Kandidatur voraussichtlich noch am Dienstag bekannt geben, heißt es. Dem Sender Vermont Public Radio sagte er nun jedoch: "Ich wollte die Menschen im Staat von Vermont als erste darüber in Kenntnis setzen." Seit 2007 sitzt Sanders für den Bundesstaat im US-Senat. Zuvor war er jahrelang Mitglied des Repräsentantenhauses.

Auch kritische Stimmen bei den Demokraten

Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert aus einer E-Mail, die Sanders offenbar am Dienstag an seine Unterstützer versandte. In seiner Kampagne gehe es darum, schreibt Sanders, eine Regierung und eine Wirtschaft zu ermöglichen, die für "die vielen" da sei - und nicht für "die wenigen".

Allerdings gibt es in der Partei nun auch kritische Stimmen, die hinterfragen, ob die Demokraten wirklich mit einem weißen Mann in diesem Alter bei der nächsten Präsidentschaftswahl antreten sollten.

Sich selbst bezeichnet Sanders als demokratischen Sozialisten. Er tritt ein für mehr soziale Gerechtigkeit und präsentiert sich gerne als Kämpfer gegen die Macht von Großkonzernen, Banken und Lobbyisten. In den vergangenen Wochen hatten bereits eine ganze Reihe von Demokraten ihre Bewerbung für die Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl bekannt gegeben. Unter ihnen sind Kaliforniens Senatorin Kamala Harris, Elizabeth Warren, Cory Brooker und Kirsten Gillibrand.

kev/AFP/Reuters

insgesamt 50 Beiträge
peterpeterweise 19.02.2019
1. Jetzt noch Hillary und Trump hat seine 8 Jahre sicher
Wahrscheinlich sitzt Hillary auch schon in den Startlöchern. Dann können die Nachrichtenagenturen im Wahlkampf wieder die alten Artikel bringen, und auch am Wahlabend müssten keine neuen Texte geschrieben werden.
Wahrscheinlich sitzt Hillary auch schon in den Startlöchern. Dann können die Nachrichtenagenturen im Wahlkampf wieder die alten Artikel bringen, und auch am Wahlabend müssten keine neuen Texte geschrieben werden.
rudisresterampe 19.02.2019
2. Also wird Trump wieder Präsident....
...dank nicht wählbaren, gefühlt zu linken, wenig charismatischen Kandidaten. Und dass mir keiner mit Creepy Uncle Joe Biden kommt.....
...dank nicht wählbaren, gefühlt zu linken, wenig charismatischen Kandidaten. Und dass mir keiner mit Creepy Uncle Joe Biden kommt.....
behemoth 19.02.2019
3. Anti-Trump-
Lichtgestalt, nach Alexandria Ocasio-Cortez, Nancy Pelosi, u.v.a.m. jetzt die (gefühlt) 837ste.
Lichtgestalt, nach Alexandria Ocasio-Cortez, Nancy Pelosi, u.v.a.m. jetzt die (gefühlt) 837ste.
KingTut 19.02.2019
4. Moralische Instanz
Ich wünschte, Sanders und Biden wären noch ein paar Jahre jünger. Denn mit fast 80 Jahren einen Präsidentschaftswahlkampf gegen einen skrupellosen Amtsinhaber zu führen, das ist kein Zuckerschlecken. Beide sind jedoch [...]
Ich wünschte, Sanders und Biden wären noch ein paar Jahre jünger. Denn mit fast 80 Jahren einen Präsidentschaftswahlkampf gegen einen skrupellosen Amtsinhaber zu führen, das ist kein Zuckerschlecken. Beide sind jedoch Menschen mit Charakter und Anstand, die sich als Präsident für ihr ganzes Volk verantwortlich fühlen und mit ihren Alliierten respektvoll umgehen würden. Jeder von ihnen ist eine moralische Instanz, denen Trump nicht das Wasser reichen kann. Sollte Trump die zahlreichen gegen ihn und seine Organisationen/Firmen laufenden Verfahren sowie den Abschlussbericht von Robert Müller politisch überleben, dann muss sich sein demokratischer Herausforderer warm anziehen. Trump wird dann seine ganze präsidiale Macht ausschöpfen, um den Gegner niederzumachen. Ich hoffe jedoch inständig, dass das politische Schicksal Trumps schon früher besiegelt sein wird. Er ist eine Katastrophe für Amerika und den Rest der Welt. Die Geschichtsschreiber werden später entsetzt fragen: wie konnte so etwas passieren?
hileute 19.02.2019
5. Tolle Idee
spricht ja auch nichts dagegen nen 80 jährigen als Präsident zu haben. Aber mal im Ernst: Wenn der gute auch nur n fünkchen mehr verstand hat als der Trompeter muss er doch wissen das es absolut sinnvoller wäre den jüngeren [...]
spricht ja auch nichts dagegen nen 80 jährigen als Präsident zu haben. Aber mal im Ernst: Wenn der gute auch nur n fünkchen mehr verstand hat als der Trompeter muss er doch wissen das es absolut sinnvoller wäre den jüngeren Herrschaften der Demokraten den Vortritt zu lassen. Aber das trumpeltier ist ja bei seiner erneuten Kandidatur dann auch schon 75, scheint also kein Problem zu sein.....

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