Schrift:
Ansicht Home:
Politik

"Stormy Daniels"

Trump-Anwalt räumt Zahlung an Pornostar ein

Pornodarstellerin "Stormy Daniels" soll eine Affäre mit Donald Trump gehabt haben. Sein Anwalt zahlte ihr danach viel Geld, wie er nun der "New York Times" bestätigt. Trump selbst war angeblich nicht involviert.

AFP

Pornostar Stephanie Clifford alias "Stormy Daniels" (Archiv)

Mittwoch, 14.02.2018   11:28 Uhr

Im Zusammenhang mit einem Bericht über eine angebliche Affäre Donald Trumps mit einer Pornodarstellerin hat dessen Anwalt einer US-Zeitung die Zahlung von 130.000 Dollar bestätigt. Die Summe habe er aus eigener Tasche bezahlt, teilte der Anwalt Michael Cohen der "New York Times" mit.

Das Geld für die als "Stormy Daniels" bekannte Pornodarstellerin Stephanie Clifford sei ihm aber nicht erstattet worden, hieß es. "Weder die Trump-Organisation noch das Trump-Wahlkampfteam waren an der Transaktion für Frau Clifford beteiligt", zitiert das Blatt Cohen. "Die Zahlung an Frau Clifford war legal und weder ein Beitrag zum Wahlkampf, noch eine Wahlkampfzahlung von irgendjemandem."

Warum der Anwalt der 38-Jährigen das Geld zahlte, teilte der Anwalt der Zeitung zufolge nicht mit. Womöglich sollte mit dem Geld aber das Schweigen der Frau erkauft werden. Trump und Clifford sollen sich laut privaten Erzählungen des Pornostars 2006 bei einem Golfturnier getroffen haben - zu dem Zeitpunkt war der Immobilienmilliardär bereits ein Jahr mit seiner Frau Melania verheiratet.

Das "Wall Street Journal" hatte vor der Präsidentschaftswahl im November 2016 berichtet, Clifford stehe in Gesprächen mit dem US-Sender ABC über eine mögliche Veröffentlichung ihrer Geschichte. Daraufhin sei ein Schweigedeal zwischen Cohen und Cliffords Anwalt ausgehandelt worden, hatte das "Wall Street Journal" berichtet. Das Weiße Haus wies den Bericht damals zurück.

Während der Wahlkampagne war ein Mitschnitt aus dem Jahr 2005 an die Öffentlichkeit gelangt, in dem Trump sich damit rühmt, er könne sich bei Frauen alles erlauben, weil er ein Star sei - sogar ihnen in den Schritt zu greifen. Mehrere Frauen waren daraufhin an die Öffentlichkeit gegangen und hatten Trump sexueller Übergriffe beschuldigt.

apr/AFP

insgesamt 84 Beiträge
westerinen1967 14.02.2018
1. Zumindest beim Anwalt eine gute Wahl getroffen
Offensichtlich zeigt Hr. Trump großes Geschick bei der Auswahl seiner Anwälte. Wer würde sich nicht auch so einen Anwalt wünschen, der solch Kleinigkeiten mit einem Griff in die Portokasse aus dem Weg räumt und danach seinem [...]
Offensichtlich zeigt Hr. Trump großes Geschick bei der Auswahl seiner Anwälte. Wer würde sich nicht auch so einen Anwalt wünschen, der solch Kleinigkeiten mit einem Griff in die Portokasse aus dem Weg räumt und danach seinem Mandanten gegenüber weder ein Wort darüber verliert noch eine Rechnung dafür stellt?
Papazaca 14.02.2018
2. Klar, Trump's Anwalt zahlt einem Pornostar grundlos 130 000 ...
Dollar. Diese Erklärung mußte er übrigens hochoffiziell abgeben. Er mußte damit Vorwürfe entkräften, das Geld wäre "zweckentfremdet" aus der Wahlkampfkasse von Trump gekommen. Warum er 130 000 Dollar zahlte, sagte [...]
Dollar. Diese Erklärung mußte er übrigens hochoffiziell abgeben. Er mußte damit Vorwürfe entkräften, das Geld wäre "zweckentfremdet" aus der Wahlkampfkasse von Trump gekommen. Warum er 130 000 Dollar zahlte, sagte er nicht. Da der Pornostar sich vorher damit brüstete, mit Trump eine Affäre gehabt zu haben, jetzt aber dementiert, braucht man nicht viel Fantasie. Trump kann machen, was er will. Auch mit einem Pornostar. Nur dazu stehen will er nicht. Pikant ist, das von den vielen Evangelikalen nichts zu hören ist. Da fällt mir das Wort Heuchler ein.
wasistdalos 14.02.2018
3. Trump müßte den Anwalt doch verklagen
So könnte doch der Eindruck entstehen, er hätte doch selbst etwas damit zu tun. Eine Frage in die Runde: Kennt jemand einen Anwalt, der freiwillig Geld verschenkt?
So könnte doch der Eindruck entstehen, er hätte doch selbst etwas damit zu tun. Eine Frage in die Runde: Kennt jemand einen Anwalt, der freiwillig Geld verschenkt?
mhuz 14.02.2018
4.
Die Frau hatte nichts zum Anziehen und Hunger, da muß man als guter Anwalt einfach helfen. Das würde doch jeder Anwalt machen
Die Frau hatte nichts zum Anziehen und Hunger, da muß man als guter Anwalt einfach helfen. Das würde doch jeder Anwalt machen
die-metapha 14.02.2018
5.
Nicht doch - das ist bestimmt wieder eine dieser von den Demokraten oder H.Clinton erfundene Geschichte um Trump zu diskreditieren.
Zitat von PapazacaDollar. Diese Erklärung mußte er übrigens hochoffiziell abgeben. Er mußte damit Vorwürfe entkräften, das Geld wäre "zweckentfremdet" aus der Wahlkampfkasse von Trump gekommen. Warum er 130 000 Dollar zahlte, sagte er nicht. Da der Pornostar sich vorher damit brüstete, mit Trump eine Affäre gehabt zu haben, jetzt aber dementiert, braucht man nicht viel Fantasie. Trump kann machen, was er will. Auch mit einem Pornostar. Nur dazu stehen will er nicht. Pikant ist, das von den vielen Evangelikalen nichts zu hören ist. Da fällt mir das Wort Heuchler ein.
Nicht doch - das ist bestimmt wieder eine dieser von den Demokraten oder H.Clinton erfundene Geschichte um Trump zu diskreditieren.
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!

Verwandte Artikel

Mehr im Internet

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
TOP