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Politik

US-Präsident Trump

"Ich vermisse mein altes Leben"

Rund hundert Tage ist Donald Trump im Amt und hat in dieser Zeit etwas festgestellt: Das Leben als US-Präsident ist anstrengend. "Ich dachte, es wäre leichter", sagt er.

REUTERS

Donald Trump

Freitag, 28.04.2017   14:30 Uhr

Früher war er Immobilien-Mogul und TV-Star, jetzt muss sich Donald Trump mit Gesetzestexten, Gerichten, Medien und der Opposition herumschlagen. Man nimmt ihm deshalb sofort ab, was der Republikaner nun öffentlich festgestellt hat: Die neue Aufgabe ist ziemlich anstrengend.

Nach rund hundert Tagen im Amt sagte Trump nun der Nachrichtenagentur Reuters: "Ich vermisse mein altes Leben", er habe es geliebt. Nach seinem Wahlsieg hatte Trump die Führung seines Unternehmens offiziell an seine Söhne abgegeben.

Über seine Vergangenheit, in der er unter anderem Gesicht der Fernsehsendung "The Apprentice" war, sagte er: "Ich habe so viele verschiedene Dinge gemacht." Als Präsident arbeite er nun mehr als früher. "Ich dachte, es wäre leichter."

Trump, der bereits über zu wenig Raum für Privatleben in der Zeit vor seiner politischen Karriere geklagt hatte, zeigte sich überrascht, wie wenig Spielraum das Amt an der Spitze der Supermacht USA lässt. Er müsse sich immer noch an seinen Personenschutz rund um die Uhr und andere Einschränkungen gewöhnen. "Du lebst wirklich in deinem eigenen, kleinen Kokon. Die Sicherheitsmaßnahmen sind so massiv, dass du wirklich nirgendwo hingehen kannst", sagte Trump.

Wenn er das Weiße Haus verlässt, wird er in einem SUV oder einer Limousine gefahren. Er vermisse es, selber hinter dem Steuer zu sitzen. "Ich liebe es zu fahren", sagt der Präsident. "Jetzt kann ich nicht mehr selbst fahren."

kev/Reuters

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