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Politik

US-Wahl 2020

Demokratin Warren will gegen Trump antreten

Elizabeth Warren wagt sich vor: Die US-Senatorin bereitet nach eigenen Angaben ihre Kandidatur für den Vorwahlkampf der Demokraten vor. Damit hat Donald Trump inoffiziell eine erste Herausforderin.

Foto: AFP
Montag, 31.12.2018   15:24 Uhr

Es ist der erste Schritt in Richtung Kandidatur für die US-Präsidentschaft: Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren hat am Montagmorgen (Ortszeit) bekannt gegeben, ein Wahlkomitee einzurichten, das ihre offizielle Kandidatur vorbereiten soll.

Die 69-Jährige informierte ihre Anhänger per Mail von ihren Plänen und veröffentlichte zudem ein Video auf ihrer Homepage, in dem sie ihre politische Botschaft umriss: "Ich habe meine Karriere der Frage gewidmet, warum Amerikas Versprechen für manche Familien in Erfüllung gehen, andere aber, die genauso hart arbeiten, in Löcher und damit in die Katastrophe fallen", so die Juraprofessorin, die seit 2012 den Staat Massachusetts als Senatorin vertritt.

"Was ich herausgefunden habe: Es sind keine Löcher, in die Familien fallen, sondern es sind Fallen, in die sie tappen", sagt Warren in dem Video weiter. "Aber dieser dunkle Pfad muss nicht unsere Zukunft sein. Wir können es schaffen, dass unsere Demokratie allen zu Gute kommt. Wir können es schaffen, dass unsere Wirtschaft allen zu Gute kommt."

Progressive gegen Moderate?

Warren, die bekannt ist für ihre scharfe Kritik an Präsident Donald Trump, ist damit die erste hochrangige Politikerin aus den Reihen der Demokraten, die ihre Ambitionen auf das höchste Amt im Staat öffentlich macht. Bis zu den ersten Vorwahlen, die in 13 Monaten abgehalten werden, dürfte sich das Feld der Herausforderer von Trump noch deutlich erweitern.

Viele Beobachter gehen davon aus, dass sich der Kampf um die Nominierung der Demokraten langwierig gestalten wird und von politischen Grabenkämpfen zwischen Moderaten wie Beto O'Rourke und Progressiven wie Warren oder Bernie Sanders geprägt sein wird.

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Demokraten gegen Trump: Wer tritt 2020 an?

hpi/Reuters

insgesamt 106 Beiträge
hardeenetwork 31.12.2018
1. Sehr gut
Der erste Sargnagel für Trump wird gerade geschmiedet. Es ist noch ein wenig Zeit, aber der Anfang ist gemacht um die Schieflage wieder gerade zu rücken.
Der erste Sargnagel für Trump wird gerade geschmiedet. Es ist noch ein wenig Zeit, aber der Anfang ist gemacht um die Schieflage wieder gerade zu rücken.
Actionscript 31.12.2018
2. Warren, zu angreifbar
Sie hat sich mit ihrem dummen Gentest, der Verwandtschaft zu Indianern zeigen sollte, ins Fettnäpfchen gesetzt. Sie hat damit gezeigt, dass sie die Indianerkultur nicht versteht. Ich halte sie alleine deswegen schon zu arrogant [...]
Sie hat sich mit ihrem dummen Gentest, der Verwandtschaft zu Indianern zeigen sollte, ins Fettnäpfchen gesetzt. Sie hat damit gezeigt, dass sie die Indianerkultur nicht versteht. Ich halte sie alleine deswegen schon zu arrogant und ist hoechst angreifbar. Das wird ihr in einem Wahlkampf bis zum Ende hinterherlaufen. Auch könnte sie politisch für viele Wähler zu links sein.
jo-jo-2000 31.12.2018
3. Faktisch falsch
Richard Ojeda ist auch offiziell im Rennen um die demokratische Präsudentschaftsnominierung. Offiziell heißt, das er seine Kandidatur bei der Federal Election Commission angemeldet hat, und das schon am 11.11. Den sollte man [...]
Richard Ojeda ist auch offiziell im Rennen um die demokratische Präsudentschaftsnominierung. Offiziell heißt, das er seine Kandidatur bei der Federal Election Commission angemeldet hat, und das schon am 11.11. Den sollte man kennen. John Delaney hat auch am 28. Juli seine Kandidatur offiziell angemeldet. Dazu kommen 138 weitere, die aber noch nie ein Amt innehatten. Elisabeth Warren hat das noch nicht gemacht. Sie hat lediglich ein "exploratory committee" gegründet, das jetzt ihre Kandidatur vorbereitet. Das haben aber auch schon andere vor ihr gemacht, wie John Hickenlooper oder Marianne Williamson. All das steht auf Wikipedia.
Neandiausdemtal 31.12.2018
4. Egal wer für die Demokraten kandidiert....
Wer authentisch Auftritt und für die ganz normalen US-Wähler (mal die völlig verstörten Rednecks und Fundamentalchristen ausgenommen) glaubhaft Löungsansätze zeigt, der wird Trump wegfegen.
Wer authentisch Auftritt und für die ganz normalen US-Wähler (mal die völlig verstörten Rednecks und Fundamentalchristen ausgenommen) glaubhaft Löungsansätze zeigt, der wird Trump wegfegen.
clubmate 31.12.2018
5. Etwas verfrüht
Sollte sie sich nicht erst bei den Vorwahlen der Demokraten durchsetzen bevor man sie zur Herausfordererin Trumps stilisiert?
Sollte sie sich nicht erst bei den Vorwahlen der Demokraten durchsetzen bevor man sie zur Herausfordererin Trumps stilisiert?

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