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Politik

Proteste

Französische Polizei nimmt 700 Schüler vorübergehend fest

Auch an vielen Schulen in Frankreich herrscht gerade der Ausnahmezustand: Jugendliche protestieren gegen Kürzungen beim Lehrpersonal, härtere Aufnahmeprüfungen an Hochschulen. Vielerorts eskalierte die Situation.

DPA

Schülerproteste in Frankreich, Bayonne

Donnerstag, 06.12.2018   21:55 Uhr

Mehr als 700 Schüler sind am Donnerstag bei den landesweiten Protesten in Frankreich vorübergehend festgenommen worden. Durch die Demonstrationen sei in fast 280 Schulen der Betrieb gestört worden, 45 davon seien vollständig blockiert worden, verlautete aus dem Innenministerium in Paris. Dies berichten die Nachrichtenagentur AFP und die Zeitung "Le Monde".

An den Schülerprotesten gegen härtere Auswahlkriterien beim Hochschulzugang und befürchtete Kürzungen beim Lehrpersonal beteiligten sich Tausende Gymnasiasten und Mittelschüler. Vielerorts kam es zu Gewalt: In Städten wie Marseille und Bordeaux zündeten Demonstranten Mülltonnen und Autos an und lieferten sich Zusammenstöße mit der Polizei. Bildungsminister Jean-Michel Blanquer übte scharfe Kritik an den Ausschreitungen.

Die Schülerproteste halten seit Wochenbeginn an. Dabei werden wie bei den "Gelbwesten"-Demonstrationen immer wieder Rufe nach einem Rücktritt von Präsident Emmanuel Macron laut. (Lesen Sie hier eine ausführliche Analyse über die Proteste.) Inzwischen haben sich viele Schüler den Forderungen der Aktivisten angeschlossen, darunter niedrigere Lebenshaltungskosten.

tin/AFP

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