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Politik

Gazakonflikt

Drei Palästinenser an Grenze getötet

Bei Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten sind an der Gaza-Grenze offenbar drei Palästinenser erschossen worden, 248 weitere wurden verletzt, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit.

REUTERS

Auseinandersetzungen an der Gaza-Grenze

Freitag, 14.09.2018   20:37 Uhr

An der Grenze zum Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben drei Menschen erschossen worden. So teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit, dass ein 14-Jähriger in den Kopf getroffen wurde. 248 weitere Palästinenser seien verletzt worden, 80 von ihnen durch Schüsse.

Die israelische Armee gab an, dass sich rund 13.000 Palästinenser an verschiedenen Punkten am Grenzzaun versammelt hätten. Sie hätten Reifen verbrannt und Steine und Brandbomben auf israelische Soldaten sowie zwei Granaten auf ein Militärfahrzeug geworfen. Die israelische Luftwaffe habe daraufhin zwei Stützpunkte der radikalislamischen Hamas angegriffen. Ein Soldat sei leicht verletzt worden.

Seit Ende März sind bei Protesten und Zusammenstößen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza 177 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet worden. Ein israelischer Soldat wurde erschossen.

Die Palästinenser fordern ein Ende der Blockade des Gazastreifens durch Israel und ein Recht auf Rückkehr in ihre frühere Heimat oder die ihrer Eltern und Großeltern. Sie beziehen sich dabei auf die Flucht und Vertreibung Hunderttausender Menschen im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948. Israel lehnt die Forderungen ab. Die im Gazastreifen herrschende Hamas wird von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahne geschrieben.

mal/dpa

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