Schrift:
Ansicht Home:
Politik

Nahostpolitik

USA geben Konsulat in Ost-Jerusalem de facto auf

Drastischer diplomatischer Schritt: US-Präsident Trump gliedert die US-Vertretung bei den Palästinensern in Ost-Jerusalem aus. Sie zieht in die Botschaft im israelisch geprägten West-Jerusalem.

DPA

Jerusalem

Donnerstag, 18.10.2018   17:15 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat vor fast einem Jahr die arabische Welt in Aufruhr versetzt, als er ankündigte, die Botschaft der Vereinigten Staaten in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Das ist im Mai bereits geschehen.

Nun gab Washington bekannt, dass bislang in Ostjerusalem bestehende und von vielen Palästinensern frequentierte Generalkonsulat in die neue Botschaft in Westjerusalem einzugliedern.

Wie US-Außenminister Mike Pompeo mitteilte, wird das bislang für die Beziehungen zu den Palästinensern zuständige Konsulat durch eine neue Abteilung für palästinensische Angelegenheiten in der Botschaft in Jerusalem ersetzt. Dieses solle die volle Dienstleistungspalette aufrechterhalten. Botschafter David Friedman sei mit der Fusion von Konsulat und Botschaft beauftragt worden.

Grundlage der Entscheidung sei der Versuch, die Effizienz der US-Operationen im Ausland zu steigern, heißt es in der Mitteilung des Außenministeriums. Die Entscheidung sei kein Hinweis auf eine Änderung der US-Politik in den Palästinensergebieten oder in der Jerusalem-Frage. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat bereits seit Monaten die diplomatischen Beziehungen zu den Palästinensern herabgestuft.

dop/AFP/dpa

Verwandte Artikel

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP