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Politik

Streit mit Griechenland

Mazedonien streicht Alexander den Großen

Im Namensstreit zwischen Griechenland und Mazedonien gibt es einen Durchbruch. Die Regierung in Skopje verzichtet an zwei prominenten Stellen auf Alexander den Großen, Athen zeigt sich erfreut.

Getty Images

Alexander der Große (Mosaik aus Pompeji)

Dienstag, 06.02.2018   22:48 Uhr

Im Streit der Regierungen in Athen und Skopje gibt es Entspannung. Griechenland empört sich seit Jahren über den Namen des nördlichen Nachbarlandes, der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien. Nun hat das Athener Außenministerium die Umbenennung des Flughafens der mazedonischen Hauptstadt Skopje und der Nord-Süd-Autobahn in dem Land begrüßt.

Der Name des Airports wurde von "Alexander der Große" in "Internationaler Flughafen von Skopje" geändert, der Name der Autobahn von "Alexander der Mazedonier" in "Straße der Freundschaft".

Dies sei ein positiver Schritt, erklärte das griechische Außenministerium. "Wir hoffen, dass das ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen unseren Staaten und Völkern einleiten wird."

Wenige Stunden zuvor hatte der mazedonische Regierungschef Zoran Zaev die Umbenennungen angekündigt. Seit einigen Wochen suchen die beiden Nachbarstaaten unter Uno-Vermittlung und in direkten Kontakten ihrer Regierungschefs Wege, den Konflikt um den Namen zu beenden.

Der Streit dauert seit 1991 an. (Mehr dazu lesen Sie hier.) Griechenland möchte nicht, dass das Nachbarland so heißt wie die eigene Nordprovinz Mazedonien. Dies verberge Gebietsansprüche und sei ein Versuch, die griechisch-mazedonische Kultur zu fälschen, meint Athen und blockiert daher seit 2005 den Beginn von EU-Beitrittsgesprächen und die Nato-Mitgliedschaft des Nachbarn.

Ein Uno-Vermittler hat die Umbenennung Mazedoniens in Neu-Mazedonien, Ober- oder Nord-Mazedonien vorgeschlagen.

wal/dpa

insgesamt 5 Beiträge
sametime 06.02.2018
1. Was für ein Kindergarten.
Alexander der Große lebt seit über 2000 Jahren nicht mehr und die beiden Länder machen so ein Gedöns davon? Haben die keine anderen Sorgen? Warum nennt sich Mazedonien nicht einfach "Wir sind keine Griechen und wollen es [...]
Alexander der Große lebt seit über 2000 Jahren nicht mehr und die beiden Länder machen so ein Gedöns davon? Haben die keine anderen Sorgen? Warum nennt sich Mazedonien nicht einfach "Wir sind keine Griechen und wollen es auch nicht sein"? Bisschen sperriger Landesname, aber dem dummen Streit sehr angemessen.
aurichter 06.02.2018
2. Was für eine Kinderkacke
da von den Griechen künstlich zum Nachbarschaftsstreit hochgepusht wird. Scheinbar haben die Griechen wirklich keine anderen, tiefgreifenden Probleme. Mit dieser Inbrunst sollte man die ganzen Demonstranten dazu auffordern, etwas [...]
da von den Griechen künstlich zum Nachbarschaftsstreit hochgepusht wird. Scheinbar haben die Griechen wirklich keine anderen, tiefgreifenden Probleme. Mit dieser Inbrunst sollte man die ganzen Demonstranten dazu auffordern, etwas produktives für das Land zu machen, denn da haben Einige scheinbar zuviel Freizeit. Daher kommt scheinbar auch das ständige Wehklagen. Die Hellenen verhalten sich, als hätten sie die sauberste Weste in der Region. Damit verspielt man sich auch viele Sympathien.
sven2016 07.02.2018
3.
Die Griechen mit ihrer nationalistischen Grundeinstellung sollten sich lieber nicht in der EU aufhalten, sondern besser im russischen Bereich. Die UN muss vermitteln? Weil sich die EU heraushält? Das besagt schon viel. Wir [...]
Die Griechen mit ihrer nationalistischen Grundeinstellung sollten sich lieber nicht in der EU aufhalten, sondern besser im russischen Bereich. Die UN muss vermitteln? Weil sich die EU heraushält? Das besagt schon viel. Wir sind in mancher Hinsicht wieder im 19. Jahrhundert. Abgesehen davon, dass Alexander nun wirklich kein "richtiger Grieche" war.
satissa 07.02.2018
4. Lächerlich
Griechenland soll seine Energie zur Lösung seiner eigenen Probleme aufwenden, anstatt in absurde Namenstreitereien zu gehen. Wie kann ein Land territoriale Ansprüche stellen wenn es selbst nicht weiß, welches Grundstück wem [...]
Griechenland soll seine Energie zur Lösung seiner eigenen Probleme aufwenden, anstatt in absurde Namenstreitereien zu gehen. Wie kann ein Land territoriale Ansprüche stellen wenn es selbst nicht weiß, welches Grundstück wem gehört, da es bis heute immer noch kein Katasteramt hat.
crazy_swayze 07.02.2018
5.
Das ist ja nur eine Konzessionsentscheidung, keine Einsicht. Sonst hätte man die Verfassung ebenfalls geändert.
Das ist ja nur eine Konzessionsentscheidung, keine Einsicht. Sonst hätte man die Verfassung ebenfalls geändert.
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