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Politik

Memoiren der ehemaligen First Lady

Michelle Obama rechnet mit Trump ab

Rassismus, Eheprobleme - und deutliche Kritik an Donald Trump: Die ehemalige First Lady Michelle Obama hat ihre Memoiren geschrieben, nun werden erste Auszüge bekannt.

DPA
Freitag, 09.11.2018   04:15 Uhr

Es ist ein Buch, dessen Veröffentlichung mit Höchstspannung erwartet wird: Michelle Obama, die ehemalige First Lady der USA, hat ihre Memoiren geschrieben. Das Werk trägt den Titel "Becoming" und wird offiziell am kommenden Dienstag erscheinen. Begleitet wird das von einer groß angelegten PR-Tournee. Tickets für die Auftaktveranstaltung in Chicago kosten zwischen knapp 30 und mehreren Tausend Dollar, moderiert wird sie von Oprah Winfrey, es werden Zehntausende Besucher erwartet. Für andere Veranstaltungen im Land werden unter anderem Gäste wie Reese Witherspoon und Sarah Jessica Parker erwartet.

Vor der offiziellen Veröffentlichung zitiert nun unter anderem die Nachrichtenagentur AP aus "Becoming", ihr liegt bereits ein Exemplar vor. Demnach sind Michelle Obamas Memoiren auch eine Abrechnung mit Donald Trump.

Trumps Botschaft lautet nach Ansicht von Obama: "Ich kann dich verletzen und komme damit durch."

Trump ist aber nicht das einzige Thema, mit dem sich Michelle Obama in dem Buch befasst. Sie schreibt auch über ihre Kindheit und Jugend in Chicago, über den Rassismus, dem sie ausgesetzt war und über ihre Erfahrungen als erste schwarze First Lady.

Obama berichtet auch über Probleme zu Beginn ihrer Ehe. Damals habe Barack Obama gerade seine Politikkarriere gestartet und sei häufig unterwegs gewesen, zitiert AP aus "Becoming". Das Paar habe sich einige Male mit einem Eheberater getroffen. Sie habe gelernt, schreibt Obama, dass sie selbst ihr eigenes Glück mehr in der Hand habe, als sie zuvor gedacht habe.

"Sexy Bariton"

Die 54-Jährige beschreibt auch die positiven Seiten des Kennenlernens und der Ehe. So sei sie zu Beginn beispielsweise von seinem "vollen, gar sexy Bariton" beeindruckt gewesen und von seiner "seltsamen, mitreißenden Kombination" von Gelassenheit und Kraft.

AP/Crown

"Becoming"-Buchcover

"Becoming" ist Teil eines gemeinsamen Buchdeals der Obamas. Die Memoiren des ehemaligen Präsidenten werden im kommenden Jahr erwartet. Michelle und Barack Obama haben angekündigt, einen Teil der Einnahmen aus den verkauften Tickets und Büchern spenden zu wollen.

Michelle Obama hat mehrfach betont, selbst keine Karriere in der Politik anzustreben. Zuletzt war sie aber vor den Midterm-Wahlen mehrfach aufgetreten, um die Menschen zum Wählen zu motivieren.

aar/AP

insgesamt 63 Beiträge
chewie1802 09.11.2018
1. Diese Frau als Präsidentin der USA
... und die Welt würde wahrscheinlich wieder ein freundlicheres Antlitz bekommen. Jedenfalls 100%ig im direkten Vergleich zum Trumpeltier!
... und die Welt würde wahrscheinlich wieder ein freundlicheres Antlitz bekommen. Jedenfalls 100%ig im direkten Vergleich zum Trumpeltier!
Poli Tische 09.11.2018
2. Dieses Buch ....
...ist ein Beitrag von Michelle Obama, ohne erkennbaren Eigennutz, sich öffentlich gegen die derzeitige amerikanische Führung klar zu positionieren. Es wäre wünschenswert, wenn diesem Beispiel alle Amerikaner, die in Trump [...]
...ist ein Beitrag von Michelle Obama, ohne erkennbaren Eigennutz, sich öffentlich gegen die derzeitige amerikanische Führung klar zu positionieren. Es wäre wünschenswert, wenn diesem Beispiel alle Amerikaner, die in Trump eine Gefahr für ihr Land sehen, folgen würden. Als Vorbild sehe ich da Change.org.
io_gbg 09.11.2018
3.
Auch wenn sie nicht antritt (Hut ab!), so ist eines für mich klar: Michelle Obama ist weitaus mehr "presidential material" als die Präsidenten der letzten 50 Jahre (mindestens).
Auch wenn sie nicht antritt (Hut ab!), so ist eines für mich klar: Michelle Obama ist weitaus mehr "presidential material" als die Präsidenten der letzten 50 Jahre (mindestens).
master-of-davinci 09.11.2018
4. Memoiren about what?
Ich mag Michelle Obama, sie war eine gute First Lady, ich mag ihr Engagement für Kinder, Frauen etc. Aber sind das Memoirenwürdige Verdienste? Auch nicht falsch verstehen, ich finde es begrüßenswert die Weltpolitik, das White [...]
Ich mag Michelle Obama, sie war eine gute First Lady, ich mag ihr Engagement für Kinder, Frauen etc. Aber sind das Memoirenwürdige Verdienste? Auch nicht falsch verstehen, ich finde es begrüßenswert die Weltpolitik, das White House etc aus ihrer Perspektive kennen zu lernen - mich stört dies Memoiren zu nennen. Memoiren sind (eigtl.) Rückschauen von Menschen die am Ende ihres aktiven Lebens sind und auf ihr Schaffenswerk zurück blicken. Mrs. Obama kann noch viel in ihrem Leben schaffen. Wie gesagt, mich stört der inflationäre Memoiren Schreibwahn. Es gibt Memoiren von 20 Jährigen.. Sorry, aber das nervt. Ein Buch mit Tatsachenerzählungen muss man nicht gleich als ultimative Memoiren bezeichnen, die sollte es nur einmal geben.
s.l.bln 09.11.2018
5. Ähh...
... Ich bin nicht sicher wie breit der Begriff Frieden zu fassen ist, aber eine Präsidenten als Friedenspräsident zu bezeichnen, der angesichts von ein paar friedlich in Richtung USA wandernden Asylbewerber von [...]
... Ich bin nicht sicher wie breit der Begriff Frieden zu fassen ist, aber eine Präsidenten als Friedenspräsident zu bezeichnen, der angesichts von ein paar friedlich in Richtung USA wandernden Asylbewerber von Schießbefehlen schwafelt, anderen Ländern mit kompletter Vernichtung droht und(zum Glück erfolglos) versucht, sein Militär zu gezielten Attentaten zu drängen, fiele mir nicht auf Anhieb ein. Daß Trump TTIP verhindert hat, ist hingegen kompletter Unfug. Das hat der Widerstand der Europäer geschafft, lange vor Trump. Was Trump sich im Zusammenhang mit Europas Außenhandel so alles vorstellt, dürfte TTIP noch als Luxusabkommen für uns erscheinen lassen. Aber jubeln Sie ihm ruhig weiter zu.

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