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Politik

Mike Pompeo

US-Außenminister rechnet mit Abrüstung Nordkoreas bis 2021

Die Ergebnisse des Treffens von US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim lösten international viel Skepsis aus. US-Außenminister Pompeo glaubt dennoch an eine baldige Denuklearisierung der Halbinsel.

REUTERS

Mike Pompeo

Mittwoch, 13.06.2018   20:13 Uhr

"Wir hoffen, dass wir etwas in Richtung der nächsten zweieinhalb Jahre erreichen können": Die USA gehen nach Worten von Außenminister Mike Pompeo von einer maßgeblichen atomaren Abrüstung Nordkoreas bis zum Jahr 2020 oder 2021 aus. Das sagte er in Seoul vor Journalisten.

Pompeo war aus Singapur angereist, wo er am Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Machthaber Kim Jong Un teilgenommen hatte. Pompeo sagte, Nordkorea sei sich der Tatsache völlig bewusst, dass Abrüstungsschritte eingehend überprüft werden würden. Er sagte nicht, wie das in dem abgeriegelten Polizeistaat vonstatten gehen könnte.

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Trump und Kim in Singapur: Ein bisschen Frieden

Vor allem die Zusage Trumps an Kim, die als "Kriegsspiele" ("War Games") bezeichneten Übungen US-amerikanischer und südkoreanischer Militärs zu stoppen, hatte für Verwirrung gesorgt. Trumps eigenes Verteidigungsministerium reagierte zurückhaltend auf die Ankündigung des Präsidenten. Der Außenminister bestätigte nun, dass Trump gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea ausgesetzt sehen wolle, solange die Verhandlungen mit Pjöngjang "produktiv und in gutem Glauben" vorangingen. (Lesen Sie hier mehr über die Vereinbarung von Trump und Kim.)

Auf die Frage, ob er persönlich nach Singapur nun die nächsten Schritte anführen werde, sagte Pompeo, dies tue Trump selbst. Er fügte aber hinzu: "Ich werde derjenige sein, der den Prozess vorantreibt." Pompeo sagte, mit Nordkorea sei über sehr viel mehr verhandelt worden, als das die gemeinsame Abschlusserklärung spiegele.

Im Video: So feiern Nordkoreas Medien das Gipfeltreffen

Foto: REUTERS

mho/dpa

insgesamt 8 Beiträge
willibaldus 13.06.2018
1.
Das wäre toll, wenn wirklich mehr dabei heraus käme als all die vielen anderen Male.
Das wäre toll, wenn wirklich mehr dabei heraus käme als all die vielen anderen Male.
garfield53 13.06.2018
2. mmm
Es wäre aber für Nordkorea existenziell bedrohlich, wenn sie ihre Kernwaffen rausgeben. Die Existenz dieser Waffen garantieren Nordkora, das die USA und einige willige Handlanger dieses Land nicht überfallen. Wenn sich [...]
Es wäre aber für Nordkorea existenziell bedrohlich, wenn sie ihre Kernwaffen rausgeben. Die Existenz dieser Waffen garantieren Nordkora, das die USA und einige willige Handlanger dieses Land nicht überfallen. Wenn sich überhaupt etwas auf der Halbinsel ändern sollte, dann nur, wenn die heutige Generation der Regierenden beider Staaten unvoreingenommen auf einander zugehen. Das Ziel könnte eine förderale Union sein, wenn und das ist die größte reale Gefahr, sich die USA und China raushalten. Über Zeiträume zu sprechen, wäre vermessen, Hauckruck-Aktionen nicht den Koreanern sondern nur den Staaten im Hindergrund. Die größte miltärische Gefahr geht, wie immer in den letzten 70 Jahren, von den USA aus, welche nicht begreifen wollen, das unsere Erde nur auf der Basis einer gleichberechtigten Zusammenarbeit und breiten Verantwortung von Allen, überleben kann und das sehe trotz aller medialen und politischen Showeinlagen, vor allen seitens Trump, die realste Gefahr.
lgerlich 13.06.2018
3. wie angenehm
Dann muss man ja sich bis nach der nächsten Präsidentschaftswahl keine unangenehmen Fragen gefallen lassen. Warum nicht 2019? Kann es dem Dealmaker nicht immer nicht schnell genug gehen?
Dann muss man ja sich bis nach der nächsten Präsidentschaftswahl keine unangenehmen Fragen gefallen lassen. Warum nicht 2019? Kann es dem Dealmaker nicht immer nicht schnell genug gehen?
quark2@mailinator.com 13.06.2018
4.
Ich fände es auch toll, aber mit Verlaub - Welche vielen anderen Male ? Soweit ich weiß, hat sich bisher kein US-Präsident herablassen wollen, mit Nordkorea wirklich sachlich zu verhandeln. Das passiert nun erstmals und [...]
Zitat von willibaldusDas wäre toll, wenn wirklich mehr dabei heraus käme als all die vielen anderen Male.
Ich fände es auch toll, aber mit Verlaub - Welche vielen anderen Male ? Soweit ich weiß, hat sich bisher kein US-Präsident herablassen wollen, mit Nordkorea wirklich sachlich zu verhandeln. Das passiert nun erstmals und vermutlich auch nur, weil Nordkorea es eben geschafft hat, eine glaubhafte Bedrohung für die USA oder zumindest Japan herzustellen. Da kann man jetzt nicht mehr einfach Bedinungen stellen, bei denen von vornherein klar ist, daß sie nicht erfüllt werden können. Ich möchte nicht in Nordkorea leben, aber ich kenne diese Art von unsachlicher Politik mein ganzes Leben und es ist nachgerade zu verrückt, daß ausgerechnet jemand wie Trump sich dazu durchringen kann, mal halbwegs normal mit Nordkorea zu reden - naja, zumindest für paar Tage, denn davor hat man sich ja gepflegt gegenseitig beleidigt. Noch erwarte ich mir nicht allzuviel von dem Ganzen, aber vielleicht wird man ja positiv überrascht. Aber wenn die USA darauf beharren, daß erst komplett "denuklearisiert" wird und danach dann die Sanktionen fallen ... könnten ... hmmm.
w.diverso 14.06.2018
5. Es wäre wirklich schön,
wenn sich auf der koreanischen Halbinsel die Lage etwas beruhigen würde. Nur, wenn man schaut was Trump schon in der Vergangenheit alles behauptet hat, was dann ganz anders gemeint war, oder die bösen Medien anders interpretiert [...]
wenn sich auf der koreanischen Halbinsel die Lage etwas beruhigen würde. Nur, wenn man schaut was Trump schon in der Vergangenheit alles behauptet hat, was dann ganz anders gemeint war, oder die bösen Medien anders interpretiert haben, dann wird es schwierig diesmal an einen Erfolg zu glauben. Aber vielleicht gewöhnt sich die USA auch daran, dass NK nun auch Atomwaffen hat und fährt seine Propagandamaschine etwas herunter. Ohne Sanktionen könnte sich vielleicht auch die Lage der einfachen Nordkoreaner etwas bessern. Also hoffen wir das Beste!

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