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Politik

Nato-Partner

Bulgarien will moderne Militärtechnik in Milliardenhöhe anschaffen

US-Präsident Trump fordert von den Nato-Partnern, mehr in Verteidigung zu investieren. Nun kündigt der bulgarische Regierungschef an, bis zu zwei Milliarden Euro für die Umrüstung der Streitkräfte auszugeben.

DPA

Boyko Borisov

Freitag, 10.08.2018   00:27 Uhr

Das Nato-Mitglied Bulgarien will für seine größtenteils mit russischer Technik ausgestatteten Streitkräfte moderne Ausrüstung kaufen. "Wir haben beschlossen, drei bis vier Milliarden Lewa in der Umrüstung (der Streitkräfte) zu investieren, obwohl es viele andere bedürftige Sektoren gibt", sagte Regierungschef Boiko Borissow nach einem Bericht der privaten bulgarischen Nachrichtenagentur Focus. Das sind umgerechnet rund 1,5 bis 2 Milliarden Euro.

Bulgarien ist das ärmste EU-Land und seit 2004 Mitglied der Nato. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums vom Juni gibt Bulgarien rund 1,4 Prozent des Bruttosozialproduktes für Verteidigung aus.

US-Präsident Donald Trump hatte die Verbündeten beim Nato-Gipfel in Brüssel massiv bedrängt, rasch mehr in Verteidigung zu investieren und das Nato-Ausgabenziel von zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erfüllen.

Noch immer viel russische Technik

Dabei handele es sich um Projekte für neue Schiffe, Landmaschinen und Kampfflugzeugen. Die neue Ausrüstung solle effektiv, preisgünstig und kompatibel mit der der Nato-Partner sein, sagte Borissow. Konkrete Hersteller nannte er nicht. Das frühere Ostblockland hat noch immer viel Militärtechnik russischer Bauart.

Borissow sprach zum Abschluss einer internationalen Militärübung "Platinum Lion-2018" auf dem ostbulgarischen Stützpunkt Nowo selo. Daran beteiligten sich neben den USA auch Albanien, Georgien, Moldau, Rumänien, Serbien, Montenegro und das Gastgeberland Bulgarien.

tin/dpa

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