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Politik

Nato

Bündnispartner geben mehr Geld für Verteidigung aus

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg rechnet damit, dass in diesem Jahr acht Bündnispartner das Zwei-Prozent-Ziel verwirklichen werden. Deutschland wird es wohl auch 2024 nicht erreichen.

DPA

Jens Stoltenberg

Dienstag, 13.02.2018   16:32 Uhr

Die USA fordert von ihren Nato-Partnern seit Langem ihre Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) aufzustocken. Augenscheinlich mit immer mehr Erfolg. "Wir gehen davon aus, dass mindestens acht Bündnispartner das Ziel in diesem Jahr erreichen werden", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel.

Bis 2024 würden mindestens 15 der insgesamt 29 Nato-Staaten das Zwei-Prozent-Ziel erreichen. Noch 2014 seien es lediglich drei Länder gewesen.

Deutschland wird etwa 1,24 Prozent des BIP für Verteidigung ausgeben

US-Präsident Donald Trump verlangt, dass alle Bündnispartner bis spätestens 2024 mindestens zwei Prozent ihres BIP für Verteidigung ausgeben. Das sieht die Bundesregierung anders: Das Zwei-Prozent-Ziel sei lediglich ein Richtwert.

Deutschland gehört auch nicht zu den Ländern, die in Aussicht gestellt haben, das Zwei-Prozent-Ziel bis 2024 zu erreichen. Trotz geplanter Budgeterhöhungen wird die Bundesrepublik wohl deutlich unter der Marke liegen. Das liegt vor allem daran, dass das BIP voraussichtlich weiter steigen wird. Im laufenden Jahr wird Deutschland vermutlich 1,24 Prozent des BIP für Verteidigung ausgeben - nach 1,22 Prozent im vergangenen Jahr.

höh/dpa

insgesamt 41 Beiträge
moistvonlipwik 13.02.2018
1.
Die Haushaltszahlen sind nicht vergleichbar. In den U.S.A. wird die Coast Guard unter "Streitkräfte" geführt, in Frankreich und zahlreichen anderen Staaten Polizeien (Gendarmerie, Carabinieri, Guardia Civil, [...]
Die Haushaltszahlen sind nicht vergleichbar. In den U.S.A. wird die Coast Guard unter "Streitkräfte" geführt, in Frankreich und zahlreichen anderen Staaten Polizeien (Gendarmerie, Carabinieri, Guardia Civil, Koninklijke Marechaussee, etc.). Umgekehrt gibt es viele zivile Dienste, die überwiegend oder auch ausschließlich für das Militär arbeiten, deren Kosten nicht eingerechnet werden. Daher ist der Etat als Kriterium unbrauchbar.
MiguelD.Muriana 13.02.2018
2. Wer hat das beschlossen?
Die Regeln der NATO, ebenso wie die der EU, werden von den Regierungen der Mitgliedsländer beschlossen und fallen nicht plötzlich vom Himmel. Hatte eine Bundesregierung den 2% zugestimmt? Und wenn ja, welche und warum? Damit [...]
Die Regeln der NATO, ebenso wie die der EU, werden von den Regierungen der Mitgliedsländer beschlossen und fallen nicht plötzlich vom Himmel. Hatte eine Bundesregierung den 2% zugestimmt? Und wenn ja, welche und warum? Damit Sie ein Argument mehr für die Waffenlobby und somit gegen den gemeinen Steuerzahler hat: Die NATO will das so! Es war und ist schon interessant, wenn sich Parteimitglieder regierender Parteien über solche Eskapaden der NATO oder der EU aufregen...
peter.teubner 13.02.2018
3. Wir sollten
ehrlich sein und sagen für Waffen. Denn das ist es. Verteidigung klingt so nobel aber wer wollte denn die mit Abstand bestgerüstete Militärmacht der Welt angreifen wollen?
ehrlich sein und sagen für Waffen. Denn das ist es. Verteidigung klingt so nobel aber wer wollte denn die mit Abstand bestgerüstete Militärmacht der Welt angreifen wollen?
gersois 13.02.2018
4. Frankreich
Macron will ab 2019 auf 6 Jahre ca. 295 Mio. Euro in die Verteidigung, Waffe etc. investieren. Mal sehen, woher er das Geld nimmt.
Macron will ab 2019 auf 6 Jahre ca. 295 Mio. Euro in die Verteidigung, Waffe etc. investieren. Mal sehen, woher er das Geld nimmt.
Bernhard.R 13.02.2018
5. Vergeudung wertvoller Ressourcen
Die Vorräte an Erzen und Energieträgern auf unserer Erde sind begrenzt. Es ist unverantwortlich, sie für Waffensyteme zu verbrauchen. Einige Jahre lang nach dem Ende des kalten Krieges hatte es den Anschein, als hätte die [...]
Die Vorräte an Erzen und Energieträgern auf unserer Erde sind begrenzt. Es ist unverantwortlich, sie für Waffensyteme zu verbrauchen. Einige Jahre lang nach dem Ende des kalten Krieges hatte es den Anschein, als hätte die Menschheit das begriffen. Mit der Lüge von der Bedrohung aus dem Osten wird diese positive Entwicklung nun zurückgedreht. Obwohl alle wissen, daß seit Napoleon die Gefahr immer aus dem Westen kam.

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