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Politik

Polizeigewalt in Frankreich

Türkischer Präsident Erdogan rügt "exzessive Gewalt" gegen Demonstranten

Recep Tayyip Erdogan geht selbst ruppig mit politischen Gegnern um. Nun aber hat der türkische Präsident die Polizei in Frankreich scharf für ihr Vorgehen gegen protestierende "Gelbwesten" kritisiert.

REUTERS

Recep Tayyip Erdogan in Istanbul

Samstag, 08.12.2018   20:39 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich über das Vorgehen der Polizei gegen "Gelbwesten"-Proteste in Europa geäußert. Er sei gegen eine "exzessive Gewalt" gegen die Demonstranten, sagte Erdogan nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa am Samstag am Rand einer Veranstaltung in Istanbul.

"Die, die unsere Polizei der Unterdrückung bezichtigt haben, sollten sehen, was ihre Polizisten jetzt tun", sagte Erdogan. In Paris und anderswo gehe die Polizei gerade "auf die härteste Art vor". Die aktuellen "Chaos-Szenen" in Paris, Brüssel und anderen Städten zeigten, dass Europa beim "Test auf Demokratie, Menschenrechte und Freiheit" durchgefallen sei.

In Frankreich und Belgien protestierten am Samstag erneut Tausende Menschen in gelben Sicherheitswesten und forderten unter anderen Steuersenkungen. In beiden Ländern kam es zu Ausschreitungen und hunderten Festnahmen.

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"Gelbwesten": Wasserwerfer und Tränengas

In der Türkei stehen Ende März 2019 Kommunalwahlen an. Bereits in den vergangenen Wochen hatte Erdogan seine Rhetorik gegen die Opposition und seine Kritiker verschärft, denen er unterstellt, unter dem Einfluss "ausländischer Mächte" auch aus Europa zu stehen.

lov/dpa

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