Schrift:
Ansicht Home:
Politik

Rumänien

Tausende Menschen protestieren erneut gegen Regierung

Zum wiederholten Mal sind in Rumänien Tausende Menschen gegen Korruption auf die Straße gegangen. Vor dem Regierungssitz in Bukarest forderten sie den Rücktritt ihrer Regierung.

AFP

Demonstrationen in Bukarest

Sonntag, 12.08.2018   23:55 Uhr

Mehr als 10.000 Menschen sind in Rumänien erneut auf die Straße gegangen und haben den Rücktritt der aus ihrer Sicht korrupten sozialliberalen Regierung gefordert. Vor dem Regierungssitz in Bukarest kamen rund 10.000 Demonstranten zusammen, wie die Nachrichtenagentur Agerpres berichtete. In Cluj-Napoca hätten 2000, in Sibiu 1000 und in Iasi 700 Menschen an Kundgebungen teilgenommen, meldete die Agentur Mediafax.

Die Demonstrantenzahlen blieben damit unter denen der Vortage, als in Bukarest jeweils mehrere Zehntausend Menschen gegen die von den Sozialdemokraten (PSD) geführte Regierung protestiert hatten. Am Freitag war es am Rande der Proteste in Bukarest zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen, mehr als 400 Menschen mussten medizinisch versorgt werden.

Video: Proteste in Bukarest

Foto: AP

Die Proteste, die erstmals Anfang 2017 aufgeflammt waren, richten sich gegen mehrere Justizreformen, die die Regierung auf den Weg gebracht hat. Die meisten Vorhaben sind allerdings noch nicht umgesetzt.

Im Kern geht es der rumänischen Regierung Kritikern zufolge darum, die Strafverfolgungsbehörden bei der Bekämpfung der Korruption zu behindern. Davon profitieren vor allem prominente Politiker.

ans/dpa

insgesamt 1 Beitrag
Idinger 13.08.2018
1. Es wird Zeit
dass die EU und/oder einzelne Mitgliedstaaten sich deutlicher als bisher gegen die Absichten der rumänischen Regierung wenden: Immerhin wird Rumänien ab Januar die Ratspräsidentschaft in der EU übernehmen und damit nicht mehr [...]
dass die EU und/oder einzelne Mitgliedstaaten sich deutlicher als bisher gegen die Absichten der rumänischen Regierung wenden: Immerhin wird Rumänien ab Januar die Ratspräsidentschaft in der EU übernehmen und damit nicht mehr nur für das eigene Land verantwortlich sein.

Verwandte Artikel

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
TOP