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Syrienpolitik

Trump hört auf niemanden - nicht mal auf Trump

7. Teil: "Sieht aus, als müsste er einen Krieg oder riesigen Konflikt anzetteln"

HA/ POOL/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Donald Trump

Von
Montag, 16.04.2018   16:47 Uhr

"Sieht aus, als müsste er einen Krieg oder riesigen Konflikt anzetteln"

Diese Taktik ist unter Staatschefs beliebt: Bei innenpolitischen Konflikten eine außenpolitische Krise provozieren, die im Land für Rückhalt der Führung sorgt. Genau das könnte Obama tun, warnte Trump im Wahljahr 2012. Nun, da er selbst im Amt ist, könnte man Trump unterstellen, die Einmischung in den Krieg in Syrien zu benutzen, um vom Chaos im Weißen Haus und seinen Miseren abzulenken.

Trump sieht das natürlich nicht so. Seine Werte lägen in den Umfragen deutlich über jenen von Präsident Obama zum selben Zeitpunkt während dessen Amtszeit. Er spielt damit auf eine aktuelle Umfrage des Instituts Rasmussen an.

Doch Trump irrt: Obama verzeichnete am 13. April 2009 eine Zustimmungsrate von 55 Prozent beim gleichen Umfrageinstitut. Trump kommt derzeit auf 50 Prozent Zustimmungsrate. (Hier können Obamas Werte eingesehen werden, und hier die Zustimmungswerte von Präsident Trump). Hinzu kommt, das Rasmussen im Vergleich zu anderen Umfrageinstituten nur "likely voter" befragt - also Menschen, die angeben, zur Wahl gehen zu wollen. Die Plattform "538" mittelt alle Umfrageergebnisse zu Trumps Beliebtheit, darin kommt der derzeitige Präsident nur auf 40 Prozent Zustimmung.

Trump schreibt in seinem Tweet: "Habe gerade die 50-Prozent-Marke in der Rasmussen-Umfrage erreicht, viel höher als Obama zum selben Zeitpunkt. Mit all den falschen Meldungen und Fake News ist das schwer zu glauben! Danke Amerika, wir machen großartige Dinge."

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