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Politik

Syrienkrieg

US-Militär soll russische Kämpfer getötet haben

Bei einem Bombenangriff in Syrien will die US-Luftwaffe etwa 100 Kämpfer des Assad-Regimes getötet haben. Doch unter den Opfern sind laut Medienberichten auch mehrere Russen.

BADRA/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Zerstörte Häuser in Syrien

Mittwoch, 14.02.2018   08:30 Uhr

Der Bürgerkrieg in Syrien könnte den Konflikt zwischen Russland und den USA verschärfen. Mindestens zwei russische Kämpfer seien vergangene Woche bei einem US-Luftangriff im Norden des Landes ums Leben gekommen, berichtet die britische BBC unter Berufung auf Angehörige.

Der US-Sender CNN hatte zuvor mindestens vier russische Opfer gemeldet, darunter einen 51-Jährigen, dessen ultranationalistische Kosakengruppe den Tod des Mannes "fürs Vaterland und den orthodoxen Glauben" gerühmt haben soll.

Die getöteten Russen sollen Söldner gewesen sein und den Berichten zufolge im Auftrag privater Militärfirmen gekämpft haben. Eine offizielle Bestätigung ihres Todes durch Russland steht laut BBC aber noch aus.

Bei dem Bombardement hatten Jets vergangene Woche US-Militärangaben zufolge einen Angriff auf regierungsnahe Kräfte in Syrien geflogen. Mit Machthaber Baschar al-Assad verbündete Truppen hätten zuvor ein Hauptquartier der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) angegriffen, welche von den USA unterstützt werden.

Rund 100 Kämpfer der Assad-treuen Truppen seien durch den US-Schlag getötet worden. Der Angriff hatte sich im mittleren Euphrattal in der Provinz Deir al-Sor ereignet.

Die USA beteuern stets, sie würden sich aus dem syrischen Bürgerkrieg heraushalten und nur gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) kämpfen. Schon im vergangenen Jahr griffen die Amerikaner aber in mehreren Fällen regierungsnahe Milizen an und bezeichneten dies jeweils als Verteidigungsmaßnahme.

Das US-Militär arbeitet bei seinem Kampf gegen den IS mit dem Bündnis der Syrischen Demokratischen Kräfte zusammen, das von der Kurdenmiliz YPG geführt wird.

SPIEGEL TV: Putin und der Syrien-Krieg

Foto: Rossija 24

apr/dpa/AP

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