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Politik

Syrien

Viele Tote bei IS-Anschlag auf Flüchtlingslager

Der IS ist in Syrien noch immer nicht besiegt. Bei einem Bombenanschlag der Terrormiliz auf ein Flüchtlingslager wurden mindestens 20 Menschen getötet.

AFP

Syrische Stadt Deir al-Sor (Archivaufnahme)

Freitag, 17.11.2017   19:30 Uhr

Der Tatort lag in einem Gebiet, das von der Armee der syrischen Regierung kontrolliert wird: Bei einem Bombenanschlag der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) auf ein Flüchtlingslager südlich der Stadt Deir al-Sor kamen rund 20 Menschen ums Leben. 30 weitere wurden verletzt, als in der Region im Osten von Syrien eine Autobombe detonierte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete.

Die Armee von Diktator Baschar al-Assad hatte vor rund einer Woche die letzte IS-Hochburg Albu Kamal eingenommen und den IS danach für besiegt erklärt. Geflohene Extremisten kämpfen im Untergrund aber weiter.

Der Irak teilte derweil am Freitag mit, das Militär habe alle ehemals vom IS kontrollierten Gebiete befreit. Die Kleinstadt Rawa im Euphrat-Tal an der syrischen Grenze war demnach die letzte Stadt im Land, die noch in der Hand der Dschihadisten war. Die irakische Armee hatte im Morgengrauen eine Offensive zur Rückeroberung der Stadt gestartet.

Die IS-Miliz hatte im Juni 2014 ein "Kalifat" in großen Teilen Syriens und des Irak ausgerufen, nachdem sie in einer Blitzoffensive die irakische Armee und die kurdischen Truppen bis vor Erbil und Bagdad zurückgedrängt hatte. Seit 2015 sind die Dschihadisten aber auf dem Rückzug, zuletzt wurden sie aus einer nach der anderen Stadt vertrieben.

als/Reuters/AFP

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