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Politik

Flüchtlingszug gen USA

Tausende Mittelamerikaner beantragen Asyl in Mexiko

Zahlreiche Flüchtlinge aus Mittelamerika pausieren auf ihrem Weg in den Norden derzeit in Mexiko. Mehr als 3200 von ihnen haben bislang in dem Land Asyl beantragt und dürfen dort nun arbeiten.

REUTERS

Migranten in Tapanatepec

Mittwoch, 07.11.2018   07:52 Uhr

Tausende Mittelamerikaner aus den sogenannten Migrantenkarawanen haben in Mexiko um Asyl gebeten. Bislang seien 3230 entsprechende Anträge eingereicht worden, teilte das mexikanische Innenministerium am Dienstag mit. Ein Großteil der Antragsteller habe vorübergehende Papiere erhalten, mit denen sie arbeiten können.

Zuletzt waren zahlreiche Menschen aus Guatemala, Honduras und El Salvador vor der Armut und der Gewalt in ihren Heimatländern geflohen und hatten sich auf den Weg in die Vereinigten Staaten gemacht. US-Präsident Donald Trump sprach im Wahlkampf vor der wichtigen Kongresswahl von einer "Invasion" und behauptete, unter den Migranten seien Kriminelle und Menschen aus dem Nahen Osten. Trumps Gegner werfen ihm vor, mit solchen Äußerungen gesellschaftliche Gräben zu vergrößern und das politische Klima zu vergiften.

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Foto: SPIEGEL ONLINE

Zahlreiche Menschen auf dem Weg gen USA pausieren derzeit in einem Stadion in Mexiko-Stadt. Unterschiedlichen Schätzungen zufolge handelt es sich um 2000 bis 4000 Menschen aus Mittelamerika. Die Gruppe wartet noch auf die Ankunft weiterer Migranten und will dann über die nächsten Schritte beraten. Der nächstgelegene Grenzübergang in McAllen im US-Bundesstaat Texas ist etwa tausend Kilometer entfernt, bis nach Tijuana an der Grenze zu Kalifornien sind es rund 2900 Kilometer.

Eine zweite Flüchtlingsgruppe mit 1500 bis 2000 Menschen befindet sich gegenwärtig in Tapanatepec im Bundesstaat Oaxaca. Eine dritte Gruppe mit 2000 Salvadorianern ruht sich in Huixtla im Bundesstaat Chiapas im Süden aus und will ihre Reise am Mittwoch fortsetzen.

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Die Präsidenten von Honduras und Guatemala hatten jüngst angekündigt, gegen die Organisatoren der "Migrantenkarawanen" vorgehen zu wollen. "Guatemala, Honduras, El Salvador, Mexiko und die USA sollten mit Hochdruck gegen die Verantwortlichen ermitteln und die volle Härte des Gesetzes gegen jene anwenden, die diese Wanderungen mit politischen oder kriminellen Zielen organisieren und fördern", sagte Honduras' Präsident Juan Orlando Hernández nach einem Treffen mit seinem guatemaltekischen Kollegen Jimmy Morales.

aar/dpa

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