Schrift:
Ansicht Home:
Politik

US-Präsidentschaftswahlen 2020

Demokratin Gabbard will ins Weiße Haus

Sie kämpft für eine bessere Gesundheitsversorgung und das Klima: Die US-Demokratin Tulsi Gabbard will bei den Präsidentschaftswahlen 2020 kandidieren. Kritik trug ihr ein Treffen mit Syriens Machthaber Assad ein.

DPA

Tulsi Gabbard, Kongressabgeordnete der Demokraten aus Hawaii

Samstag, 12.01.2019   11:51 Uhr

Die US-Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard, die vor zwei Jahren durch ein Treffen mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad Schlagzeilen machte, will 2020 Präsidentin der Vereinigten Staaten werden. Das sagte die Demokratin aus Hawaii dem Fernsehsender CNN. Formell ankündigen werde sie ihren Entschluss in der kommenden Woche. Als zentrale politische Anliegen nannte die 37-Jährige den Zugang zu Gesundheitsversorgung, eine Reform des Strafrechts und Klimafragen.

Die 1981 in Amerikanisch-Samoa geborene US-Demokratin war 2004 im Irak in einer Sanitätseinheit im Einsatz. 2012 wurde sie das erste hinduistische Mitglied des US-Kongresses. Im US-Wahlkampf 2016 unterstützte sie bei den Demokraten Bernie Sanders in seiner Kandidatur gegen Hillary Clinton. Die Politikerin wäre im Falle eines Wahlerfolgs das jüngste Staatsoberhaupt in der US-Geschichte.

Obwohl Gabbard Militärinterventionen ablehnend gegenübersteht, hatte sie Assad im Januar 2017 getroffen, als sie sich für eine Woche in Syrien und dem Libanon aufhielt. "Ursprünglich hatte ich nicht die Absicht, mich mit Assad zu treffen, aber als ich die Gelegenheit bekam, erschien es mir wichtig, sie zu ergreifen", erklärte sie damals. "Ich denke, wir sollten uns mit jedem treffen, wenn es eine Chance gibt, dass es dazu beitragen kann, diesen Krieg zu beenden, der dem syrischen Volk so viel Leid zufügt." Für das Treffen mit dem international geächteten Präsidenten wurde Gabbard von vielen kritisiert.

Weitere Kandidaten

Bis zur nächsten US-Präsidentschaftswahl sind es noch fast zwei Jahre, aber schon jetzt deutet alles auf einen heißen Wahlkampf bei den Demokraten hin. Vor zwei Wochen brachte sich mit der linken Senatorin Elizabeth Warren eine scharfe Kritikerin von Präsident Donald Trump in Stellung. Die 69-Jährige aus dem Bundesstaat Massachusetts gründete ein Komitee, das ihre Chancen im Fall einer Kandidatur ausloten soll. Sie war die erste prominente Vertreterin der Partei, die ihre Ambitionen mit einem solchen Schritt öffentlich machte.

Fotostrecke

Demokraten gegen Trump: Wer tritt 2020 an?

Ebenfalls als möglicher Bewerber gilt der frühere Vizepräsident Joe Biden. Viele Umfragen zeigen, dass er unter den Demokraten besonders beliebt ist. Allerdings wäre Biden bei der Wahl 2020 bereits 77 Jahre alt. Auf Platz zwei der Liste der Favoriten liegt der parteilose Bernie Sanders, der 2016 im Vorwahlkampf gegen Hillary Clinton gescheitert war. Viele Demokraten wünschen sich auch Michelle Obama, obwohl sie nicht kandidieren will. Dasselbe gilt für die Moderatorin Oprah Winfrey.

hei/dpa/AFP

insgesamt 16 Beiträge
medienskeptiker 12.01.2019
1. na endlich findet sich eine gute Kanditatin bei den dems
Tulsi würde den USA extrem gut tun. Eine Sanders Unterstützerin-gegen US regime change Politik -gegen den monströsen Waffendeal mit Suadi Arabien etc etc etc .gregen den uralten Machtzirkel des DNC wird sie aber kaum Chancen [...]
Tulsi würde den USA extrem gut tun. Eine Sanders Unterstützerin-gegen US regime change Politik -gegen den monströsen Waffendeal mit Suadi Arabien etc etc etc .gregen den uralten Machtzirkel des DNC wird sie aber kaum Chancen hben und auch kaum Geld uftreiben---aber who knows--auch in den USA ändert sich einiges.
friedrich_eckard 12.01.2019
2.
Das müsste doch eigentlich eine Kandidatin sein, hinter die Bernie Sanders sich stellen könnte - dagegen, dass er es selbst noch einmal versucht, spricht ja doch nur ein einziges, aber schwerwiegendes Argument, und das ist sein [...]
Das müsste doch eigentlich eine Kandidatin sein, hinter die Bernie Sanders sich stellen könnte - dagegen, dass er es selbst noch einmal versucht, spricht ja doch nur ein einziges, aber schwerwiegendes Argument, und das ist sein Geburtsdatum. Natürlich werden aber die "Seahomer" in demokratischen Reihen ihre Kandidatur mit allen Mitteln zu hintertreiben und irgendein/e Wallstreet-Protegée durchzusetzen suchen, wobei sie billigend in Kauf nehmen werden, Herrn Tronald Dumpf zur Wiederwahl zu verhelfen. Tout comme chez nous... jedenfalls jemand, dem unsereins wohl guten Gewissens Glück und Erfolg wünschen kann. Und nun dürften uns ja wohl die Vertreter der DerFeindstehtlinks- und Liebertotalsrot-Fraktion erklären, dass eine junge Linke - links jedenfalls nach US-Maßstäben - natürlich niemals nie nicht Aussicht haben wird, Präsidentin der USA zu werden.
Sportzigarette 12.01.2019
3.
..jaja, dieses Denken in alten Feindbildern ist doch eher typisch für die Altlinken, die immer noch nicht einsehen wollen, dass die Menschen den Kapitalismus eben nicht ablehnen. "Seahomer "bei den Demokraten? [...]
Zitat von friedrich_eckardDas müsste doch eigentlich eine Kandidatin sein, hinter die Bernie Sanders sich stellen könnte - dagegen, dass er es selbst noch einmal versucht, spricht ja doch nur ein einziges, aber schwerwiegendes Argument, und das ist sein Geburtsdatum. Natürlich werden aber die "Seahomer" in demokratischen Reihen ihre Kandidatur mit allen Mitteln zu hintertreiben und irgendein/e Wallstreet-Protegée durchzusetzen suchen, wobei sie billigend in Kauf nehmen werden, Herrn Tronald Dumpf zur Wiederwahl zu verhelfen. Tout comme chez nous... jedenfalls jemand, dem unsereins wohl guten Gewissens Glück und Erfolg wünschen kann. Und nun dürften uns ja wohl die Vertreter der DerFeindstehtlinks- und Liebertotalsrot-Fraktion erklären, dass eine junge Linke - links jedenfalls nach US-Maßstäben - natürlich niemals nie nicht Aussicht haben wird, Präsidentin der USA zu werden.
..jaja, dieses Denken in alten Feindbildern ist doch eher typisch für die Altlinken, die immer noch nicht einsehen wollen, dass die Menschen den Kapitalismus eben nicht ablehnen. "Seahomer "bei den Demokraten? Wahrscheinlich spielen Sie auf Menschen wir mich an, die den Seeheimern Nahe stehen. Schröder? Sicher Ihr Feindbild wie Hillary:-) Nur, dass Schröder mehr erreicht hat als Corbyn je erreichen wird und Clinton mehr als Sanders. Ja ich bin Schröder und Clintonfan und die Jahre unter Schröder waren gute Jahre, Deutschland profitiert heute noch davon. Das könne Sie gern alles anders sehen, aber glauben Sie wirklich, dass man links Wahlen gewinnt, wenn es der Mehrheit gut geht? Wahlen werden in der Mitte gewonnen! Ich denke E.Warren wird das Rennen machen.
macarthur996 12.01.2019
4. Präsidentschaftswahl in den USA
junge intelligente Leute sollen gegen Trump kandidieren. Keine Hillary Clinton, kein Joe Biden die zusammen mit Obama an der Ukraine Krise gearbeitet haben. einen Sohn von Joe Biden hat man in einem ukrainischen Unternehmen [...]
junge intelligente Leute sollen gegen Trump kandidieren. Keine Hillary Clinton, kein Joe Biden die zusammen mit Obama an der Ukraine Krise gearbeitet haben. einen Sohn von Joe Biden hat man in einem ukrainischen Unternehmen platziert. Leute wie Bernie Sanders odef Octavia-Cortez sind gut für die USA und damit auch für uns.
citi2010 12.01.2019
5. Schon 2016....
...habe ich RUN TULSI RUN unterstützt! Sie wäre eine Topkandidatin. Sie wird sich aufjedenfall jetzt ins Rampenlicht bringen und wenn nicht als Kandidat, dann vielleicht als VP oder sonst in einem Kabinett Es ist höchste [...]
...habe ich RUN TULSI RUN unterstützt! Sie wäre eine Topkandidatin. Sie wird sich aufjedenfall jetzt ins Rampenlicht bringen und wenn nicht als Kandidat, dann vielleicht als VP oder sonst in einem Kabinett Es ist höchste Zeit, dass die Generation JÜNGER ALS OBAMA nicht die ÄLTER ALS OBAMA endlich das Sagen kriegt. Das sage ich als jemand der fast genauso alt wie OBAMA ist.

Verwandte Artikel

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP