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Politik

Osten der Ukraine

Hunderttausende Kinder durch Minen in Gefahr

Die tödliche Gefahr lauert auf Spielplätzen oder dem Schulweg: In der Ostukraine sind nach Angaben der Uno rund 220.000 Kinder durch Landminen bedroht.

DPA

Soldaten im Osten der Ukraine

Donnerstag, 21.12.2017   06:44 Uhr

Die Unicef schlägt Alarm: Im Osten der Ukraine besteht für Hunderttausende Kinder die Gefahr, Opfer von Landminen zu werden. Rund 220.000 Jungen und Mädchen in der Region leben, spielen und gehen in durch Landminen und andere explosive Gegenstände verseuchten Gebieten zur Schule. Die Region gehöre zu den am stärksten durch Minen belasteten Gebieten der Erde, heißt es in einem Bericht der Kinderhilfsorganisation der Uno.

Es sei "nicht akzeptabel", dass Orte, an denen Kindern noch vor weniger als vier Jahren unbesorgt spielen konnten, nun von Explosivstoffen übersät seien, kritisierte die Unicef-Beauftragte für die Ukraine, Giovanna Barberis. Alle Konfliktparteien müssten den Einsatz derartiger Waffen umgehend einstellen.

Laut Unicef wurde zwischen Januar und November im Schnitt jede Woche ein Kind in der Ostukraine verletzt oder getötet. Hauptverantwortlich dafür seien Landminen oder Blindgänger.

Animation

Im Osten der Ukraine kämpfen seit mehr als drei Jahren Regierungstruppen und prorussischen Separatisten. Dabei wurden bislang mehr als 10.000 Menschen getötet. Die ukrainische Regierung, die EU und die USA werfen Russland vor, die Separatisten militärisch zu unterstützen. Moskau weist die Vorwürfe zurück.

als/AFP

insgesamt 12 Beiträge
hdwinkel 21.12.2017
1. Unendlich traurig
Es ist wie immer unendlich traurig, wenn Unschuldige in militärische Konflikte geraten. Aber die einzige Möglichkeit hier für Besserung zu sorgen ist, diesen militärischen Konflikt zu beenden. Dafür gibt es sogar ein [...]
Es ist wie immer unendlich traurig, wenn Unschuldige in militärische Konflikte geraten. Aber die einzige Möglichkeit hier für Besserung zu sorgen ist, diesen militärischen Konflikt zu beenden. Dafür gibt es sogar ein definiertes Format: Das Minsker Abkommen. Beide Konfliktparteien verstoßen permanent gegen das Abkommen und beide Seiten haben offensichtlich kein Interesse an einer friedlichen Einigung unter Aufgabe der jeweils eigenen Positionen, hin zu einem Kompromiß. Nur ist es nicht sonderlich hilfreich, wenn nur auf eine der Konfliktparteien Druck mittels Sanktionen ausgeübt wird.
HeisseLuft 21.12.2017
2. Da bin ich anderer Meinung
Und ich finde es hingegen außerordentlich hilfreich, wenn auf die Seite Druck ausgeübt wird, die Terroristen wie Girkin entsandt haben. Terroristen, die ab dem 12. April 2014 im Donbass aktiv wurden. Etwa zu selben Zeit, wo [...]
Zitat von hdwinkelEs ist wie immer unendlich traurig, wenn Unschuldige in militärische Konflikte geraten. Aber die einzige Möglichkeit hier für Besserung zu sorgen ist, diesen militärischen Konflikt zu beenden. Dafür gibt es sogar ein definiertes Format: Das Minsker Abkommen. Beide Konfliktparteien verstoßen permanent gegen das Abkommen und beide Seiten haben offensichtlich kein Interesse an einer friedlichen Einigung unter Aufgabe der jeweils eigenen Positionen, hin zu einem Kompromiß. Nur ist es nicht sonderlich hilfreich, wenn nur auf eine der Konfliktparteien Druck mittels Sanktionen ausgeübt wird.
Und ich finde es hingegen außerordentlich hilfreich, wenn auf die Seite Druck ausgeübt wird, die Terroristen wie Girkin entsandt haben. Terroristen, die ab dem 12. April 2014 im Donbass aktiv wurden. Etwa zu selben Zeit, wo ein uns allseits bekannter Pate, äh, Präsident von "Novorossija" geschwafelt hat - und von einer Neuordnung der Staatlichkeit. Im Nachbarland natürlich. Und wenn die EU nicht erst im Sommer 2014 per Sanktionen richtig Druck gemacht hätte, sondern gleich nach der russischen Intervention auf der Krim, dann könnten heute viele Menschen noch leben. Russische Truppen stehen in der Ukraine, nicht umgekehrt.
rabkauhala 21.12.2017
3. Den Versuch, den Konflikt
durch internationale Vermittlung zu lösen finde ich richtig und gut. Das kämpfen und töten muss aufhören, je eher ja besser. Aber das kann der Zar nicht wollen, denn spätestens, wenn die Waffen schweigen und unabhängige [...]
durch internationale Vermittlung zu lösen finde ich richtig und gut. Das kämpfen und töten muss aufhören, je eher ja besser. Aber das kann der Zar nicht wollen, denn spätestens, wenn die Waffen schweigen und unabhängige Beobachter die besetzten Gebiete begehen und in Ruhe untersuchen können wird offenbar, das der zweifache Überfall (Krim und Donezkregion) auf die Ukraine sowie der Abschuss einer niederländischen Verkehrsmaschine mit viel zu vielen zivilen Opfern durch die russische Führung veranlasst wurde. Ohne die grünen Männchen und urlaubende, russische Soldaten hätte es keinen Krieg gegeben und die Ukraine hätte sich entwickeln können. Soviel Leid und tot nur durch den verletzten Stolz und die Eitelkeit des Zaren. Aber das war meistens der Grund für die nationalistischen Führer. Leiden muss darunter der arme Teil der Bevölkerung.
Fuscipes 21.12.2017
4.
Vor 20 Jahren einigte man sich auf das Verbot auf Landminen. 161 Staaten hatten dieses Stand 2012 unterzeichnet. Nicht unterzeichnet haben die USA und China, und Russland. Die Ukraine verfügt Schätzungen zufolge immer noch [...]
Vor 20 Jahren einigte man sich auf das Verbot auf Landminen. 161 Staaten hatten dieses Stand 2012 unterzeichnet. Nicht unterzeichnet haben die USA und China, und Russland. Die Ukraine verfügt Schätzungen zufolge immer noch über mehr als fünf Millionen und setzt diese ein. Ich denke mal China ist von denen am wenigsten in der Ukraine involviert, der Rest schon. Aber was nutzen Verträge, wenn diese nicht unterzeichnet werden, und sich die "Großen" nicht daran halten?
spon-facebook-10000122439 21.12.2017
5.
Das sie mit den rechtsradikalen Kräften in Kiev sympathisieren ist ja nun wirklich nichts Neues , wenn Poroshenko aufhören würde, die eigene Bevölkerung zu beschiessen , würden viele Menschen noch leben , so sieht die [...]
Zitat von HeisseLuftUnd ich finde es hingegen außerordentlich hilfreich, wenn auf die Seite Druck ausgeübt wird, die Terroristen wie Girkin entsandt haben. Terroristen, die ab dem 12. April 2014 im Donbass aktiv wurden. Etwa zu selben Zeit, wo ein uns allseits bekannter Pate, äh, Präsident von "Novorossija" geschwafelt hat - und von einer Neuordnung der Staatlichkeit. Im Nachbarland natürlich. Und wenn die EU nicht erst im Sommer 2014 per Sanktionen richtig Druck gemacht hätte, sondern gleich nach der russischen Intervention auf der Krim, dann könnten heute viele Menschen noch leben. Russische Truppen stehen in der Ukraine, nicht umgekehrt.
Das sie mit den rechtsradikalen Kräften in Kiev sympathisieren ist ja nun wirklich nichts Neues , wenn Poroshenko aufhören würde, die eigene Bevölkerung zu beschiessen , würden viele Menschen noch leben , so sieht die Wahrheit aus. Guten Tag.
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