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Politik

Ostukraine

Separatisten fordern Uno-Rückzug aus Luhansk

Die Separatisten haben der Uno in der Ostukraine ein Ultimatum gestellt. Mitarbeiter der Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen sollen bis Freitag Luhansk verlassen, so der Aufruf der prorussischen Kämpfer.

AFP

Uno-Nothilfekoordinator O'Brien: 16.000 Tonnen an Hilfsgütern nicht bei Bedürftigen

Freitag, 25.09.2015   11:33 Uhr

Uno-Mitarbeiter sind in Luhansk nicht mehr erwünscht. Separatisten in der Ostukraine haben den Vereinten Nationen eine Frist gesetzt: Mitarbeiter der Uno und internationaler Nichtregierungsorganisationen sollen das Gebiet verlassen, so die Aufforderung der prorussischen Kämpfer. Dies solle bis Freitag geschehen, teilte Uno-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien am Donnerstag in New York mit. Er sagte, die Entwicklung beunruhige ihn, er sei "besorgt".

Die Separatisten hätten bereits Anträge von Uno-Organisationen und internationalen Nichtregierungsorganisationen zurückgewiesen, in der Gegend tätig werden zu dürfen. Wegen der Blockadehaltung der Milizen seien rund 16.000 Tonnen an Hilfsgütern nicht bei Bedürftigen in der Region eingetroffen und örtliche Krankenhäuser könnten aus Mangel an Betäubungsmitteln nicht operieren, sagte O'Brien.

Offenbar in Anspielung auf Russland rief der Uno-Nothilfekoordinator in seiner Erklärung all diejenigen auf, "die Einfluss auf die de-facto-Behörden" in der Ostukraine hätten, für einen veränderten Umgang mit der Uno und anderen humanitären Helfern zu sorgen.

Die prorussischen Kämpfer hatten vergangene Woche den Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen (MSF) und Rotes Kreuz die illegale Lagerung psychoaktiver Medikamente vorgeworfen. Beide Organisationen wiesen die Vorwürfe zurück. Sie beklagten, dass ihre Arbeit seit Wochen unterbrochen sei, weil eine Erlaubnis der Separatisten fehle.

heb/dpa/AFP

insgesamt 105 Beiträge
Verändert 25.09.2015
1. Uno
Das sagt eine Menge aus über die völlige moralische Verkommenheit der Warlords in der Ostukraine: Die eigene Bevölkerung hungern lassen, Operationen unmöglich machen- und das dann dem Gegner in die Schuhe schieben. Gute [...]
Das sagt eine Menge aus über die völlige moralische Verkommenheit der Warlords in der Ostukraine: Die eigene Bevölkerung hungern lassen, Operationen unmöglich machen- und das dann dem Gegner in die Schuhe schieben. Gute Güte, wir reden hier von der UNO. Wessen Hilfe will man den akzeptieren, wenn nicht die der UNO ?
rittal 25.09.2015
2. Gründe für das Ultimatum
Gibt es eine offizielle Begründung seitens der sog. LNR für das gestellte Ultimatum? Nach dem aufmerksamen Durchlesen des Artikels bin ich nicht fündig geworden. Wenn jemand mehr weiß, freue ich mich über entspr. Links. MfG
Gibt es eine offizielle Begründung seitens der sog. LNR für das gestellte Ultimatum? Nach dem aufmerksamen Durchlesen des Artikels bin ich nicht fündig geworden. Wenn jemand mehr weiß, freue ich mich über entspr. Links. MfG
rittal 25.09.2015
3. Gründe für das Ultimatum
Gibt es eine offizielle Begründung seitens der sog. LNR für das gestellte Ultimatum? Nach dem aufmerksamen Durchlesen des Artikels bin ich nicht fündig geworden. Wenn jemand mehr weiß, freue ich mich über entspr. Links. MfG
Gibt es eine offizielle Begründung seitens der sog. LNR für das gestellte Ultimatum? Nach dem aufmerksamen Durchlesen des Artikels bin ich nicht fündig geworden. Wenn jemand mehr weiß, freue ich mich über entspr. Links. MfG
der_rookie 25.09.2015
4. Hm
Hilfsorganisationen verteilen (zum Gluck) Hilfe. Dazu gehören auch Medikamente. Manche Medikamente (z.B. starke Schmerzmittel) haben natürlich Nebenwirkungen - auch psychische. Nun lautet also der Vorwurf UNO und Rotes Kreuz [...]
Hilfsorganisationen verteilen (zum Gluck) Hilfe. Dazu gehören auch Medikamente. Manche Medikamente (z.B. starke Schmerzmittel) haben natürlich Nebenwirkungen - auch psychische. Nun lautet also der Vorwurf UNO und Rotes Kreuz würden die Mittel _wegen_ dieser Nebenwirkungen einsetzen. Ich persönlich glaube hier eher den Aussagen von UNO und Rotem Kreuz, dass sie die Mittel _trotz_ der Nebenwirkungen einsetzen. Insofern fürchte ich, dass die Rebellen aus einem anderen Grund UNO und Rotes Kreuz aus der Gegend haben wollen. Und das Einzige was mir einfällt ist, dass die keine Beobachter haben wollen bei den Aktionen die sie als nächstes vor Ort planen. Und das verheißt nichts Gutes für die lokale Bevölkerung.
spon-facebook-10000642859 25.09.2015
5. zu Veraendert!
Machen sie sich NUR mal Keine Sorgen um die Menschen in den beiden Volksrepubliken im Donbass!! Die werden ALLE von Russland aus oder so moeglich, aus den eigenen Volksrepubliken Gut versorgt!! Und Auch Alle Krankenhaeuser [...]
Machen sie sich NUR mal Keine Sorgen um die Menschen in den beiden Volksrepubliken im Donbass!! Die werden ALLE von Russland aus oder so moeglich, aus den eigenen Volksrepubliken Gut versorgt!! Und Auch Alle Krankenhaeuser Arbeiten Normal, so Normal wie es eben in einen Buergerkriegsgebiet Moeglich ist!! Ich habe Taeglich Kontakt nach Lugansk und Donezk, ich weiss wovon ich spreche! Und das die Arbeit der UNO und gewisser NGO's Nicht immer so ist, Wie sie eigentlich sein Sollte, das duerfte auch ihnen Bekannt sein!!!

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