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Politik

Trumps Ex-Wahlkampfchef

Manafort kooperiert mit Sonderermittler Mueller

Der ehemalige Wahlkampfmanager von Präsident Trump hat sich der Verschwörung zum Betrug an den Vereinigten Staaten schuldig bekannt. Paul Manafort willigte zudem ein, mit Sonderermittler Mueller zusammenzuarbeiten.

REUTERS

Paul Manafort

Freitag, 14.09.2018   17:50 Uhr

Paul Manafort, der frühere Wahlkampfleiter von US-Präsident Donald Trump, hat sich bereit erklärt, mit den Ermittlern zur Russland-Affäre zu kooperieren. Sonderermittler Robert Mueller untersucht unter anderem die mutmaßlichen Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland während des US-Präsidentschaftswahlkampfes 2016.

Die Vereinbarung ist Teil eines Deals im zweiten Prozess gegen Manafort. Am Freitag bekannte er sich in dem Verfahren in zwei Punkten schuldig: Verschwörung zum Betrug an den Vereinigten Staaten und Verschwörung zur Behinderung der Justiz. Details zu der Mueller-Kooperation wurden zunächst nicht bekannt.

In dem ersten Prozess war Manafort im August wegen Steuer- und Bankenbetrugs schuldig gesprochen worden, die Verkündung seines Strafmaßes in diesem Verfahren steht noch aus. Wie dieser Schuldspruch beruhen auch die im Vorfeld des nun möglicherweise ausfallenden zweiten Prozesses erhobenen Anklagepunkte gegen den früheren Trump-Berater auf den Untersuchungen des Sonderermittlers Mueller.

Die im Vorfeld der Verhandlung am Freitag veröffentlichten Dokumente zeigen, dass die Staatsanwaltschaft im Gegenzug für Manaforts Schuldeingeständnis einen Teil der bislang geplanten Anklagepunkte fallen lassen will.

Anschuldigungen fallen gelassen

Gestrichen werden sollen demnach unter anderem Anschuldigungen gegen Manafort, die sich auf mutmaßliche Geldwäsche und Nicht-Registrierung von Lobbyistentätigkeiten bei den US-Behörden beziehen. Die beiden demnach verbleibenden Anklagepunkte beziehen sich auf Verschwörung zum Betrug an den US-Behörden - wegen mutmaßlicher Falschaussagen Manaforts - sowie Verschwörung zur Behinderung der Justiz. Mit letzterem Punkt sind mutmaßliche Versuche Manaforts gemeint, Einfluss auf Zeugen zu nehmen.

Wie im ersten Verfahren beziehen sich auch diese Vorwürfe der Ermittler gegen Manafort nicht direkt auf die Russland-Affäre, sondern auf dessen frühere Lobbyistentätigkeit für prorussische Kräfte in der Ukraine. Der im Mai 2017 wegen der Russland-Affäre eingesetzte Sonderermittler ist befugt, auch anderen möglichen Straftatbeständen nachzugehen, auf die er im Zuge seiner Untersuchungen stößt.

Das Weiße Haus reagierte umgehend auf die Meldung: "Das hat absolut nichts mit dem Präsidenten oder seinem siegreichen Präsidentschaftswahlkampf 2016 zu tun", sagte Sprecherin Sarah Sanders.

vks/dpa/Reuters

insgesamt 67 Beiträge
The Equalizer 14.09.2018
1. Oh oh
Dürfte jetzt ganz schön eng werden für das Trump (#fuck off, #not my president, #where is my vote)! Freu mich schon auf die Wochenend-Hasstweets von dem Trump in Richtung Robert Muller (#Witch hunt)!
Dürfte jetzt ganz schön eng werden für das Trump (#fuck off, #not my president, #where is my vote)! Freu mich schon auf die Wochenend-Hasstweets von dem Trump in Richtung Robert Muller (#Witch hunt)!
ollydk 14.09.2018
2. Wird ja dann nicht lange dauern,
bis Trump's Meinung von Manafort umschwingt von "guter Mann, sehr loyal, einwandfrei" in "verlogen, unbrauchbar und inkompetent". War ja bis jetzt bei jedem so, der sich auf einmal mehr oder weniger gegen das [...]
bis Trump's Meinung von Manafort umschwingt von "guter Mann, sehr loyal, einwandfrei" in "verlogen, unbrauchbar und inkompetent". War ja bis jetzt bei jedem so, der sich auf einmal mehr oder weniger gegen das Kleinkind auflehnt.
NewYork76 14.09.2018
3. Sehr gut
Also ich muss schon sage: Mueller macht seine Arbeit ganz hervorragend. Dass Manafort verurteilt wurde, aber noch kein Strafmass bekannt gegeben wurde, war natuerlich auch ein perfektes Druckmittel um Manafort zur Kooperation [...]
Also ich muss schon sage: Mueller macht seine Arbeit ganz hervorragend. Dass Manafort verurteilt wurde, aber noch kein Strafmass bekannt gegeben wurde, war natuerlich auch ein perfektes Druckmittel um Manafort zur Kooperation zu bewegen.
dirkcoe 14.09.2018
4. Abwarten
Dem Beklagten geht es darum, seine eigene Haut zu retten. Das ist durchaus legitim und wird ihn sehr schnell jede Loyalität zu Trump vergessen lassen. Warum reagiert das Weißer Haus, wenn Trump keine Angst hat?
Dem Beklagten geht es darum, seine eigene Haut zu retten. Das ist durchaus legitim und wird ihn sehr schnell jede Loyalität zu Trump vergessen lassen. Warum reagiert das Weißer Haus, wenn Trump keine Angst hat?
michakra 14.09.2018
5. Der Kronzeuge
Manaforts dürfte der Kronzeuge werden, der Trump endlich ueberfuert. Er hatte die Kontakte zum Kreml. Trump zieh dich warm an.
Manaforts dürfte der Kronzeuge werden, der Trump endlich ueberfuert. Er hatte die Kontakte zum Kreml. Trump zieh dich warm an.

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