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Politik

Davos-Gipfel

Chef des Weltwirtschaftsforums will Merkel als EU-Kommissionschefin

Was kommt nach der Kanzlerschaft? Kurz vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos wünscht sich dessen Gründer Klaus Schwab im SPIEGEL den EU-Spitzenposten für Angela Merkel: "Ich sehe niemanden außer ihr, der das könnte."

AFP

Klaus Schwab

Von und
Freitag, 11.01.2019   18:12 Uhr

In diesem Jahr endet die Amtszeit von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Und wenn es nach Klaus Schwab, dem Chef des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos geht, dann sollte Angela Merkel nach Brüssel wechseln und Junckers Nachfolge antreten.

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"Ich hoffe, dass Frau Merkel sich nicht aus der Politik zurückzieht. Ich würde mir wünschen, dass sie die nächste Präsidentin der EU-Kommission wird", sagt Schwab im Interview mit dem SPIEGEL. Europa brauche Reformen, aber vor allem eine starke, staatsmännische Führung, um die EU zusammenzuhalten. "Ich sehe niemanden außer ihr, der das könnte", sagt Schwab. (Lesen Sie hier das ganze Gespräch bei SPIEGEL+.)

Schwab sieht Europa als möglichen Verlierer des globalen Handelskonfliktes. Dieser Konflikt sei "in Wahrheit ein Kampf um die Vorherrschaft in der vierten industriellen Revolution". Wer in der digitalen Ökonomie führend sei, verschaffe sich einen kaum einholbaren Vorsprung. "Wir sehen das bei Konzernen wie Google, Amazon und Alibaba, das Gleiche gilt jedoch auf staatlicher Ebene: Es geht darum, ob China oder die USA die Vorherrschaft gewinnen", so der WEF-Gründer.

Und weiter: "Europa ist in diesem Kampf zu meinem tiefen Bedauern praktisch nicht mehr existent." Der Kontinent brauche "einen Kraftakt wie die Mondlandung, um in der Digitalwirtschaft wieder Anschluss zu gewinnen".

Das Weltwirtschaftsforum findet vom 22. bis 25. Januar in Davos statt. Erwartet werden rund 2500 internationale Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.

Im SPIEGEL verteidigt Schwab das Treffen gegen den Vorwurf, vor allem den Interessen der globalen Konzerne zu dienen. "Wir sind kein Lobbyverein", so der WEF-Chef. Kein Unternehmen dürfe mehr als 0,3 Prozent zum Budget der Organisation beitragen. "Wir parieren nicht, wenn jemand droht, uns zu verlassen."

Er wehrt sich auch gegen die häufig kritisierte Einladungspolitik des Forums. Es sei wichtig, dass hochrangige Regierungsvertreter der USA, Chinas und Russlands nach Davos kämen, um das "Risiko einer politischen Konfrontation zwischen diesen drei Großmächten zu verringern".

US-Präsident Donald Trump hatte seinen Besuch in Davos am Donnerstag abgesagt und dies mit dem innenpolitischen Streit über eine Mauer an der mexikanischen Grenze begründet. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte seine Teilnahme aus Termingründen ab.

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insgesamt 45 Beiträge
ralph.lobenstein 11.01.2019
1.
Merkel: Um Gottes Willen, bitte nicht!
Merkel: Um Gottes Willen, bitte nicht!
adam01 11.01.2019
2. Bei aller Wertschätzung
aber Frau Merkel ist keine Gestallterin. Also: Kein guter Vorschlag, Frau Merkel kam nur zu ihrem Amt, weil andere belastet waren. Sie kann nicht entscheiden, und wenn dann immer falsch.
aber Frau Merkel ist keine Gestallterin. Also: Kein guter Vorschlag, Frau Merkel kam nur zu ihrem Amt, weil andere belastet waren. Sie kann nicht entscheiden, und wenn dann immer falsch.
ambulans 11.01.2019
3. also -
jetzt mal ehrlich: wen interessiert eigentlich noch davos (die musik spielt definitiv woanders)? philip r., unser ehemaliger, aber reichlich erfolgloser BMW (bundesminister "für" wirtschaft) hats doch auch schon dort [...]
jetzt mal ehrlich: wen interessiert eigentlich noch davos (die musik spielt definitiv woanders)? philip r., unser ehemaliger, aber reichlich erfolgloser BMW (bundesminister "für" wirtschaft) hats doch auch schon dort versucht, aber umsonst (heute "versucht" er sein glück irgendwo in china). und, herr schwab: hatte der nicht irgendwann einmal etwas mit einem gleichnamigen versandhandel zu tun? mei, irgendwie hängt alles praktisch zusammen, und luschen laufen sich halt immer wieder übern weg; daher also: vorsicht ...
sfk15021958 11.01.2019
4. Nur das bitte nicht!
Mit ihren Fehlentscheidungen oder ausgesessenen "Entscheidungen" hat sie bei uns schon genug Unheil angerichtet! Es reicht wirklich!
Mit ihren Fehlentscheidungen oder ausgesessenen "Entscheidungen" hat sie bei uns schon genug Unheil angerichtet! Es reicht wirklich!
tinnytim 11.01.2019
5. Problemlos austauschbar
Er sieht wohl eher niemanden, der genauso viel zaudert und durch langweilige Politik mit Mikroreformen besticht, wie Juncker selbst.
Er sieht wohl eher niemanden, der genauso viel zaudert und durch langweilige Politik mit Mikroreformen besticht, wie Juncker selbst.

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